Über fühlen und denken!

„Eigentlich“ wollte ich heute gar nichts bloggen … Aber die in den letzten Tagen geführten Gespräche haben mich doch veranlasst etwas zu schreiben.

In einem der letzten Blogs habe ich über „Den Quatsch mit den negativen/ positiven Gefühlen“ geredet. Viele verwechseln hier aber die Ebenen. Der kleine Prinz hat so schön gesagt „Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse“. Dem stimme ich zwar nicht ganz zu (denn die Sprache hat ja lediglich als stimmlicher Ausdruck die Aufgabe „uns“ mitzuteilen – also ist die Quelle der Missverständnisse nicht die Sprache, sondern es sind unsere Konzepte, die in der Sprache zum Ausdruck kommen) aber wir wollen es an dieser Stelle einmal dabei belassen.

Wenn wir vom „Glauben“ reden, dann passt ja das Wort „wissen“ nicht – oder? Ich kann zwar für mich eine persönliche Erfahrung gemacht haben, die für mich in diesem Moment absolut stimmig war – aber muss es wieder so sein, muss das auf Alle zutreffen?!?

Wenn wir von Gefühlen reden, dann kann man es erst einmal nicht „wissen“, sondern ein „stimmiges Gefühl“ haben. Erwiesenermaßen ist es ja so, dass sowohl unser Herz als auch unser Kopf auf verschiedenen Frequenzen senden (und selbstverständlich auch empfangen). Wie viel wir wahrnehmen können, hängt wiederum davon ab, wie wir unsere Kanäle öffnen und unsere „Brille“ abnehmen können. Wenn dies nicht der Fall ist, dann filtern wir das alles – bestimmte Frequenzen dringen einfach nicht zu uns durch, man selbst hat aber das Gefühl „Das habe ich doch genau gehört!“ und besteht darauf „Recht zu haben!“. Scauen Sie sich doch einmal mit einer grünen Brille eine rote Rose an…

Wenn wir etwas analysieren, dann passiert das auf einer anderen Frequenz als wenn wir uns in etwas hineinfühlen. Selbst die größten Dichter/ Musiker haben lediglich versucht ihre Gefühle zu umschreiben, auszudrücken, sodass ein Fremder in der Lage ist ähnliches nachzuvollziehen. DAS GEHT ABER NICHT MIT LOGIK bzw. dem Verstand! Ich kann nicht auf der Mittelwelle senden (hier als Beispiel für das Gefühl) und der andere  kann es auf der Kurzwelle empfangen (hier: Verstand). Das wäre in etwa so, als würden wir die Schönheit eines Gedichtes an der Anzahl der Vokale festmachen! Oder die Schönheit eines Baumes an der Anzahl der Blätter, dem Umfang des Stammes usw..

Nun sind wir ja Menschen, die SOWOHL fühlen als auch denken (um hier nur 2 der vielen Attribute zu nennen). Lasst es uns nicht vermischen und uns erst einmal nur diese 2 Disziplinen auseinanderhalten! Das ist für den Erfolg SO wichtig!

Aus meiner Sicht ist auch hier ein großes Manko der ganzen „positiv denken“ Bücher! Solange wir diese 2 „Sender/ Empfänger“ nicht miteinander harmonisiert haben, solange ist in unserem Inneren Disharmonie die Folge. Manche meinen ja, dass genau das die Entstehung von Krankheiten erst möglich macht. Und es ist nicht nur sichtbar, sondern auch „erfühlbar“ wenn Menschen hier „zerrissen“ sind. Jedes Organ hat seine eigene Schwingung, jeder Mensch hat seine eigene Schwingung, jede Emotion, jede Farbe, jeder Geschmack… . Warum sonst haben wir sofort, wenn man uns fragt, welche Farbe die Wut hat, zu über 95 % die gleiche Antwort?! So etwas nennt sich „vertikales” statt “horizontales” denken. Auf diesem Prinzip beruht ja auch zum Großteil die klassische Astrologie, bei dem jeder Planet für eine gewisse Qualität/ Schwingung etc. steht. Vermischen sie sich, entsteht etwas Neues. Ich schweife ab ….

Wir alle haben selbst die Erfahrung gemacht: man kann sich nichts „schön“ denken, auch wenn es noch so toll wäre! Andererseits können manche Dinge noch so logisch sein – wenn wir dabei ein „schlechtes Gefühl“ haben tun wir es  – wenn überhaupt – nur halbherzig.

Probleme können wir – in diesem Fall – nur auf der Ebene lösen, auf der sie entstehen. Wenn wir etwas nicht verstanden haben, nützt es nichts, sich „trotzdem gut zu fühlen“ – dann sollten wir analysieren, intellektuell vorgehen. Wenn wir uns nicht gut fühlen, dann können wir (nachdem wir wissen wie es geht) anhand dieses Gefühls weiter zurückgehen – in etwa wie ein Hund, der eine Spur verfolgt – und dann kann ein emotionaler Moment erscheinen, bei dem man bemerkt, „Das ist die Ursache dieses Gefühls – daher stammt es!“ Dann kann man es auflösen … . Wenn wir eine Rechenaufgabe lösen möchten, können wir  allerdings noch so viel an dem „Gefühlsfaden“ herumschnüffeln und voller Hoffnung sein, dass es doch klappen wird – lernen hilft da mehr  .

Fragen Sie sich: Richte ich sowohl meine Gedanken (Plan, Abklärung von „Wenn und Aber“, Prüfung der zur Verfügung stehenden Mittel, eigene Ressourcen usw.) und meine Gefühle (Möchte ich das? Inspiriert mich das? Wäre es toll, wenn das eintreffen würde? Glücksgefühle aktivieren, Zielcollage anschauen und darin schwelgen etc.) auf mein Ziel aus? Erst dann entsteht die Kraft, die so viel verändern kann!

Laufen Gedanken/ Verstand und Gefühle auseinander – hier z.B. beim Thema Geld: Sie können sich zwar reich denken, aber immer noch arm fühlen (das bemerken Sie an kleinen, automatischen Reaktionen – z.B. wenn eine Rechnung kommt), dann wird sich immer das manifestieren, was Sie fühlen! Aber die Crux: Man ist zum Scheitern verurteilt und wird nicht das erreichen, was man möchte, wenn man nicht das „ok“ vom Kopf und vom Herz hat! Deshalb ist beides wichtig!

Alles Gute

Euer Dirk Jakob

PS: Wer hat denn bei der Farbe der Wut nicht an rot gedacht? Wir könnten uns wahrscheinlich sogar darauf einigen WELCHES rot. Aber warum das so ist, das ist wieder ein anderes Thema…