Die Sache mit dem Aufstieg!

Es war einmal ein Großgrundbesitzer, der viele Arbeiter auf seinem Hof beschäftigte. Unter anderem musste er natürlich jedes Jahr Kartoffeln einfahren. Zu diesem Zweck setzte er relativ kleine Personen ein, um die Kartoffeln zu sammeln, andere, um sie in Säcke zu packen und einen kräftigen jungen Mann, um die Säcke in den Keller zu tragen.

Im Keller wurden dann die Kartoffeln nach Größe sortiert: kleine, mittlere und große Kartoffeln kamen in unterschiedliche Behälter, um diese dann zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen.

Der Bauer beobachtete das Treiben und stellte fest, dass der junge Mann sehr fleißig war und viele Säcke trug. Abends war er müde und viel sofort ins Bett.

Er wollte den jungen Mann belohnen und sagte zu ihm am nächsten Tag: „Gehe Du heute herunter und sortiere die Kartoffeln aus – andere sollen die schwere Arbeit erledigen.“ Mit der Sicherheit, ein gutes Werk getan zu haben, verließ er den Hof und kam erst abends wieder. Als er vor dem Kellerabgang stand, stapelten sich die gefüllten Säcke, die Arbeiter hatten aufgehört zu arbeiten denn es waren keine leeren Säcke mehr da, um die Kartoffeln dort hineinzutun. Es war fast ein ganzer Tag verloren – und das war schlimm, denn die Regenzeit kam bald. Er fragte sich was denn wohl los sei; kaum war er unten angelangt, sah er den kräftigen jungen Mann verzweifelt vor gefüllten Säcken sitzen. Völlig deprimiert sagte er. „Säcke schleppen, dass kann ich. Aber woher soll ich wissen, was kleine, mittlere und große Kartoffeln sind – das kann ich nicht entscheiden…

Sicherlich wissen Sie, was damit gemeint ist und kennen die Situation, wenn Sie länger im Network sind. Bei Networkern geht es nicht darum, kleine von großen Menschen zu unterscheiden – nein, aber wir werden auch „befördert“ wenn wir unsere Arbeit tun. Wir steigen automatisch in der Karriereleiter nach oben und unser Aufgabenfeld erweitert sich. Erst haben wir nur mit Interessenten, dann mit Kunden, eigenen Beratern, einer kleinen Downline – und später mit hunderten von Menschen zu tun.

Und dann stellt sich die Frage:

Was ändert sich, wenn ich Karriere mache – welche Aufgabenbereiche kommen hinzu? Was muss ich neu lernen, um auch hier zu bestehen?

Eines vorweg: Gewisse Dinge ändern sich nie! So wird es in Ihrer ganzen Networkkarriere von Bedeutung sein, Kontakt mit Ihrer Basis zu halten. Das bedeutet, dass Sie sich – egal in welcher Position Sie sich befinden – um neue Kunden und neue Berater kümmern sollten.

Sprechen Sie – egal wie lange und in welcher Position Sie sich befinden – immer wieder mit „normalen Menschen“. Reden Sie mit Personen, die Sie kennen gelernt haben über ihr Geschäft, die Produkte und warum Sie im ihr Geschäft betreiben.

Sicherlich fragen sich viele, warum es wichtig ist. Ich werde Ihnen antworten:

1. Damit Sie den Bezug zu den Menschen nicht verlieren, die gerade in Ihre Downline eingestiegen sind! Und wenn dann einer sagt: „Die Produkte kennt doch jeder … Da will keiner mehr mitmachen, weil die Firma schon so bekannt ist…“ – dann können Sie sagen: „Komisch, bei mir ist es anders…“ und geben dafür Beispiele. Sie brauchen dann nicht aus der Vergangenheit zu reden, sondern leben das vor, was für den „kleinen Networker“ von entscheidender Bedeutung ist – der Aufbau eines soliden Kunden- und Beraterstammes!

… Übrigens ist es natürlich egal, ob der neue Berater sagt: „…die Firma kennt keiner, da will keiner mitmachen…“ – auch darauf haben Sie dann eine Antwort. Denn letztlich ist es egal wie Sie antworten: Der Standpunkt verändert das Betrachtete.

2. Damit Sie weiterhin in die Breite bauen! Erfahrene Networker wissen eines: Breite gibt Sicherheit – Tiefe bringt Verdienst! Also, je „breiter“ Sie bauen – also je mehr aktive Leute Sie in Ihrer Frontline haben – desto stabiler ist Ihr Geschäft. Natürlich wird es so sein, dass sich später ein paar Leute herausstellen, die besonders aktiv sind und den Großteil Ihres Einkommens ausmachen. In meiner aktiven Zeit habe ich in der ersten Firma, in der ich als Berater angefangen habe, einige Hundert Partner in der Frontline gehabt – insgesamt waren es später über 100.000. Wenn Sie mich jetzt fragen, mit wie viel Personen ich den Großteil des Umsatzes gemacht habe, dann bitte ich Sie vorher zu schätzen. Nunja, mit 4 Beinen habe ich 70 – 80 Prozent meines Umsatzes generiert. Aber wusste ich vorher WELCHE 4 Beine das sind? Nein – deshalb hören Sie nie auf, in die Breite zu bauen!

3. Damit Sie das „Ohr am Markt“ haben! „In Bayern klappt das Geschäft nicht, weil….“ oder „In Berlin braucht keiner das Produkt, weil…“ – wer kennt diese Sprüche nicht! Und wir wissen eines: natürlich ändert sich der Markt und es ist jetzt wesentlich einfacher als vor 30 Jahren, im Network erfolgreich zu sein. Auch die Einstellung zu Produkten ändert sich: War das Thema „Ganzheitlichkeit“ vor 10 oder mehr Jahren exotisch, so gibt es heute immer mehr Menschen, die sich dafür interessieren.  Und wenn Sie immer mit Interessenten sprechen, wissen Sie, was die Menschen bewegt und können Ihrer Downline zu jedem Zeitpunkt Vorbild sein um auch gute Ratschläge und Tipps zu geben.

Sicherlich könnte ich noch viele Gründe anführen, warum es wichtig ist, zu jedem Zeitpunkt Menschen auf Produkte und Geschäft aufmerksam zu machen. Und – um eine weitere Seite zu beleuchten – was ändert sich?

In der Schule haben wir gelernt wie wir unseren Verstand einsetzen können um dann lesen, schreiben oder rechnen zu können. In der Lehre oder auf der Uni  haben wir gelernt, entweder die Tätigkeit des Schreiners, Hotelkaufmanns, Polizisten oder Arztes oder anderer Berufe auszuführen – und das beherrschen wir.

Wir haben alle gelernt, wie wir unseren Körper rein halten: wir duschen täglich, putzen uns die Zähne und einige von uns schminken sich auch.

Aber wann und wo haben wir gelernt mit Menschen umzugehen? Wann haben wir gelernt auf die unterschiedlichen Verhaltens- und Denkweisen unserer Mitmenschen einzugehen? Wann haben wir gelernt vor Menschen zu stehen und zu sprechen? Woher wissen wir, wann es besser ist unsere Meinung zu vertreten, sie mitzuteilen oder auch nachzugeben oder einfach nur zuzuhören?

… der Schlaue gibt so lange nach, bis er der Dumme ist… – in welcher Situation stimmt das?

Sicherlich werden jetzt einige von Ihnen denken: So ein Blödsinn, ich habe einen Mund und kann reden – wozu soll ich also lernen zu „kommunizieren“? Dazu kann ich Ihnen eines sagen: Natürlich können Sie sich ein Paar Skier, Stiefel und die entsprechende Winterkleidung kaufen und sie auch anziehen. Evtl. bringen Sie sich sogar selbst bei, Ski zu fahren und kommen die Piste herunter. Aber können sie deswegen gut Skifahren? Sind Sie deswegen ein guter Skilehrer – nur weil Sie den Berg herunter kommen?

Und es stellt sich eine andere Frage: Warum haben wirklich alle Menschen, die in einem Bereich besonders gut sind, einen Mentor, eine Person Ihres Vertrauens, einen Trainer, der ihre persönlichen Schwächen erkennt und sie in Stärken verwandelt? Menschen, die wirklich großen Erfolg in dieser Branche haben besuchen regelmäßig Seminare und begeben sich selbst auf Trainings um noch bessere Führungskräfte zu werden.

Ich kenne zwar nicht die genauen Gründe dieser Personen – aber ich weiß, warum ICH solche Trainings besuche:

– weil ich besser werden will;

– weil ich weiß, dass es noch unendlich viel gibt, dass ich zu lernen habe;

– weil ich weiß, dass mir noch viele Menschen begegnen werden, die in einer Situation sind, die ich nicht kenne  und  ihnen besser weiterhelfen kann, wenn ich mehr Fähigkeiten anwende;

– weil ich persönlich erfahren habe, dass ich meine eigenen Situationen wesentlich schneller und einfacher in den Griff bekomme, wenn ich dazu beitrage die Probleme anderer Menschen zu lösen; und

– weil ich weiß, dass sich Menschen wesentlich besser (aufgehoben und anerkannt) fühlen, wenn sie  individuell behandelt werden – und dafür muss ich meine  „Programme“ kennen um zu wissen, was „Meins“ und was „Seins“ ist.

Ich habe aber auch oft erlebt, dass Personen, die Verdienst mit Fähigkeit verwechseln überheblich wurden „Was will man mir denn noch erzählen?“ – aber regelmäßig verschwinden solche Menschen wieder in der Versenkung, in der Bedeutungslosigkeit.

Wenn ich mich mit den Lehrern meiner Kinder unterhalte und feststelle, welche Probleme diese „Pädagogen“ haben – dann frage ich mich manchmal, was auf der Universität gelehrt wird und ob es nicht für diese Personen gut ist, mal die Gesetze des Networks kennen zu lernen.

Ein guter Networker weiß, dass er Menschen für sich gewinnen muss und er nicht sagen kann: tu dies, mach das. Ein guter Networker weiß, dass er sein Publikum, vor dem er spricht, dadurch im Bann hält, dass er authentisch und ehrlich das sagt was er vermitteln möchte ohne auf Titel, Stand oder Autorität hinzuweisen. Ein guter Networker weiß, dass er Menschen vor sich hat und keine Maschinen, die „irgendwie zu funktionieren haben“.

Wenn Sie gelernt haben, auf Menschen einzugehen, sie zu respektieren, tolerieren und trotzdem Vorbild zu sein, dann wird Ihnen das nicht nur im Network weiterhelfen, sondern in sämtlichen anderen Lebensbereichen. Dann werden sich Menschen in Ihrer Gegenwart wohl fühlen, Ihre Nähe und Ihren Rat suchen. Sie werden Ihnen automatisch folgen, weil Sie Anziehungskraft besitzen und Vorbild SIND und es nicht spielen müssen, um anerkannt zu werden. Es geht nicht darum perfekt zu sein – es geht darum SIE SELBST zu sein und sich zu entwickeln, Ihre Fähigkeiten zu ergründen und zum eigenen und Wohl anderer Menschen beizutragen. Und wenn Sie dann noch Personen an Ihrer Seite haben, die dafür sorgen, dass Sie mit den Füßen auf dem Boden bleiben – dann freuen und bedanken Sie sich.

Ich persönlich bin der Meinung, dass es solche Menschen braucht – nicht nur im Network. Wir alle halten nach solchen Menschen Ausschau: in der Wirtschaft, der Politik, in der beruflichen und privaten Partnerschaft. Lassen Sie uns eines machen: Diese Menschen selber SEIN, statt sie im Außen zu suchen. Und wenn wir diesen Menschen in uns gefunden haben – dann werden wir ihnen auch im Umfeld begegnen und soweit aufsteigen, wie wir es uns selbst nie erträumt haben.

Ihr / Euer

Dirk (Jakob)

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