Wachstum & Verbundenheit

Es gibt ja die verschiedensten Konstrukte, Theorien und Vermutungen. Am Wochenende habe ich aber etwas gehört, was sich für mich wirklich stimmig angehört hat. So vertritt ein Professor die Theorie, dass wir Menschen mit 2 in unseren Zellen gespeicherten Bedürfnissen/ Anlagen auf die Welt kommen und diese unser Sein mit bestimmt.

Zum Einen ist es der Wunsch nach Verbundenheit. Dadurch, dass wir Menschen über so lange Zeit mit unserer Mutter verbunden waren, wir die ersten 10 Monate (über das „bewusst oder unbewusst“ wollen wir hier nicht reden) Nähe erlebten und nicht nur körperlich eins waren, sondern auch noch alle Empfindungen 1:1 miterlebten, wir keine Trennung empfanden sonst EINs waren, hat sich diese Erfahrung in uns so manifestiert, dass es Teil unseres Selbst ist. Einer unserer tiefsten Wünsche ist also die Verbundenheit.

Sehe ich jetzt viele kranke Menschen, viele Süchtige, viele Ver(w)irrte – dann kann ich tief in ihren Seelen erkennen, wie sie sich nach eben dieser Verbundenheit sehnen, wie ihre Seele nach Hilfe schreit, ihre Verzweifelung, Enttäuschung so groß ist, dass sie sich eben selbst betäuben wollen, weil sie das „getrennt sein“ nicht aushalten können. Das erklärt für mich Vieles …

Der andere Aspekt ist eben der, dass wir „automatisch“ wachsen. Wir werden größer – ob wir wollen oder nicht. Dieses Wachstum findet aber eben nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der seelischen, geistigen Ebene statt. „Größer werden“ ist also genau so in unseren Zellen verankert, wie „verbunden sein mit…“. Wo sind wir nun zu bequem um zu wachsen – wo wollen wir aufhören, weil es uns zu „unbequem“ ist?! Und stellen wir uns doch einmal vor, wir hätten dies im 2. Schuljahr beschlossen „Nun kann ich schon mal ein wenig rechnen, lesen und schreiben – das reicht mir. Warum soll ich noch die Zeit vergeuden – das brauche ich nicht!“ Sicher lachen wir darüber – aber WANN HÖRT DAS WACHSTUM AUF? Glauben wir, nur weil wir körperlich ausgewachsen sind, dies nun auch seelisch/ geistig zu sein?

Mir erklärt es aber, warum manche Menschen auch nie zufrieden sind! Egal, was sie haben, wie viel sie wissen, was sie für Fertigkeiten haben – sie möchten „MEHR“! Ja, auch ich möchte mehr! Mehr Erfahrungen, mehr Möglichkeiten Menschen in ihre Kraft zu bringen, mehr Verbundenheit, mehr Geld um Projekte zu realisieren, mehr echte Freundschaften, mehr Glück um mich herum …

Wenn der Schmetterling aus dem Kokon platzt, vorher eine Raupe war, die von Blatt zu Blatt gekrochen ist, sich befreit – dann ist sie wahrscheinlich erst einmal unsicher – und das ist auch gut so, denn sie hat nun Flügel und lernt mit ihnen umzugehen!

Behalten wir unseren Kokon an? Ist uns die Annehmlichkeit, des „vermeidlich sicheren Hauptberufs“ eine Stütze oder ein Korsett, ein Mantel oder eine Zwangsjacke?

Unsere Natur ist das Wachstum und die Verbundenheit. Das habe ich oft erlebt (erst mehrmals letzen Samstag) – und ich fühle mich dann wohl, wenn ich mit den Menschen auf einer tiefen Ebene verbunden bin und alle an ihrem Wachstum arbeiten!

Das ist meine Welt!

Das ist Glück!

… und wo man das am ehesten realisieren kann, dass erfahre ich seit über 30 Jahren!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Ein Kommentar zu „Wachstum & Verbundenheit

  1. kann ich nur bestätigen! Verbundenheit und Wachstum: da zu investieren trägt sofort fühlbare Früchte.
    Lieber Dirk, für diesen Beitrag knuddel ich Dich – naja, elektronisch übermittelt, aber von Herzen kommend. Yvonne

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