Make my day!

Eine Aussage meines Freundes Andreas „Endlich durfte ich mal herzhaft singen, ohne das es jemand aufgefallen ist, dass ich nicht singen kann! ;-)“ hat mich veranlasst  diesen Blog zu schreiben. Als ich so darüber nachdachte, habe ich mich gefragt: „Wie oft halten wir etwas zurück, nur weil es anderen nicht gefällt?“ Seien es nun Gesangseinlagen, die – meist selbsternannten, subjektiv beurteilenden – Menschen nicht gefallen, oder auch andere Aktivitäten.

Sicher geht es nicht darum auf Bitten anderer nicht einzugehen – so in etwa „Sage mal – kannst Du vielleicht singen wenn ich nicht telefoniere oder an einen Platz gehen, an dem Dich keiner stört?“ das ist nicht gemeint.

Mir geht es um die Zurückhaltung der Dinge, die einem Freude bereiten, die einen näher zu sich selbst bringen, nur weil es andere aus irgendwelchen Gründen stört! WARUM es dem Anderen nicht gefällt mag zwar bedingt interessant – aber es sollte in keinem Fall ausschlaggebend sein! Mag es in unserem Beispiel sein, dass der damalige Musiklehrer lieber die tiefen Töne gemocht hat oder die Mutter einfach nur ihre Ruhe haben wollte, dass wir im Stimmbruch waren oder einfach JEDE Gelegenheit genutzt haben um anderen unsere Gesangeskünste zu präsentieren … die Liste ist unendlich.

Eine andere Stimme zu unserer gemeinsamen Gesangseinlage war „Lieder sind wie Gebete, die in den Himmel ziehen!“ – eine tolle Vorstellung!

Mir geht es um ganz andere Dinge: Wo halten wir uns in anderen Bereichen unseres Selbstausdrucks zurück – beispielsweise beim Tanzen, der Kommunikation mit noch nicht bekannten Menschen (manche sagen Fremde dazu), dem Malen, Dichten usw.? Es gibt einen Teil in uns, der sich ausdrücken möchte – Anja hat es am  13.3. eindrucksvoll bewiesen! (Siehe hier meinen Videokanal auf youtube – http://www.youtube.com/user/dirkjakob?feature=mhw4 ).

WO BESCHRÄNKEN WIR UNS SELBST?!

Aber auch in anderen Angelegenheiten wollen wir anderen „nicht zu nahe treten“, nicht auffallen, sind manchmal zu „feige“ weil wir nicht wissen „wie wir ankommen“. Was glauben Sie/ glaubt ihr, was uns alles gelingen könnte, wenn wir uns mehr trauen würden – wenn wir unsere Versuche nicht von dem Gutdünken anderer abhängig machen? Ich denke noch an ganz andere Bereiche: „Wer weiß was XY sagt, wenn ich das jetzt mache?“ oder auch „Wie reagiert wohl mein Mann, wenn ich sage, dass ich gerne etwas für mich machen möchte?“ „Was wird wohl meine Familie oder werden meine Freunde sagen, wenn ich auf einmal ins Network/ Empfehlungsmarketing einsteige? Mir gefällt es zwar – aber was werden sie denken?“ Hier kann es sogar sein, dass man „sich selbst etwas zurecht spinnt.“

WIE VIELE GELEGENEITEN HABEN WIR IN UNSEREM LEBEN SCHON VERPASST, wie viele Möglichkeiten haben wir ausgelassen lustig zu sein, bei anderen für ein wenig Glück zu sorgen, uns zu amüsieren – nur weil wir uns ersparen wollten von irgendwelchen Frustrationspflegern, selbsternannten „Fachleuten“ oder anderen Miesepetern negative Bemerkungen zu bekommen?!?

Wenn ich vor Dieter Bohlen stehen würde (das wäre mal ein Spaß) und er mich mit seinen Sprüchen, die das Volk bei anderen so lustig aber bei sich selbst verletzend findet, mit einem seiner (wahrscheinlich niederschmetternden) Kommentare bedenken würde, dann würde ich es aufnehmen und sagen „Na und – es macht MIR Spass! Und solange ich damit anderen nicht gefallen und mein Geld verdienen muss, mache ich es aus einem Grund: Weil es mir ein gutes Gefühl bringt und ich einfach LUST dazu habe!“

Lassen wir also einmal die ganzen „Dieter Bohlen´s“ und andere Juroren außer Acht und fangen wir gleich an. Ich habe in jedem Fall gerade wieder ein Gespräch mit einem „Herren in Grau“ – wie Momo sie so schön beschreibt – angefangen; und er hat gelacht!

Make my day! Start singing! Start connecting! Start being inspired…

START TO MAKE YOURSELF A LUCKY DAY!

Ihr / Euer

Dirk (Jakob)

2 Kommentare zu „Make my day!

  1. Lieber Dirk,
    Du hast mir aus der Seele gesprochen!!
    Genauso ist es!… ich könnte sie manchmal umbringen weil sie es nicht verstehen! 😉
    …und dann sage ich mir: sie haben eine andere Sichtweise und ich habe es nicht überzeugend genug erklärt.. ergo: arbeite ich an mir!!
    Es wird täglich besser!!
    Lieben Gruß
    Nele

  2. Liebe Nele, lieber Dirk,

    ich habe eben den Beitrag (Dirk) und auch Deine Antwort (Nele) gelesen.
    Etwas zu tun, ohne vorab bereits abzugleichen was andere denken, ist gar nicht so einfach.
    Noch schlimmer ist es tatsächlich, dass wir denken es Ihnen erklären zu müssen. Muß man nicht.
    Hier fällt mir der Spruch ein: „es ist nicht leicht etwas zu lehren wenn das Gefäss schon voll ist“
    Viele Menschen sind „voll“,oder einfach gesättigt. Da ist kein Platz für Neues. Oder sie sind nur dann aufnahmefähig für Entwicklung, wenn Veränderungen äußere Umstände Sie dazu zwingen.
    Traurig, aber auch das muß man zulassen können. Umso mehr freue ich mich über jeden Menschen der noch einen Funken Leidenschaft, Neugierde und Begeisterung in sich hat, der nicht unbedingt konform mit allem ist, und der dem Leben auch mal die Zunge rausstreckt.
    Ich sage mir immer, vielleicht bin ich ein buntes Schaf, aber ich habe Spaß. Also, lasst uns singen was das Zeug hält und auf die Dieter Bohlens dieser Welt pfeifen!
    Liebe Grüße
    Anne

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