Weltenwanderer

Wieder mal ist mir heute Nacht etwas klar geworden … . Das wir in verschiedenen Welten leben, ist klar. Ich möchte hier aber nicht auf alle diese Ebenen/ Welten eingehen, sondern nur auf 2, die in der Welt des Networking/ Empfehlungsmarketing immer wieder aufeinander prallen und für Unsicherheit und Verwirrung sorgen:

Es sind die

– Welt des sozialen/ freundschaftlichen und familiären Miteinanders und die

– Welt des Business/ des Geschäftes.

Was meine ich damit? Die soziale/ freundschaftlich Welt wird anders „bemessen“ und es gelten andere Regeln und Verhaltensweisen sind oftmals komplett anders als in der des Business.

So stellen Sie sich doch einmal vor, die werden zur Geburtstags – Beachparty einer Freundin eingeladen, die sich viel Mühe gibt, das Essen vorbereitet einen DJ engagiert, die Getränke und die schöne Location bezahlt – und sie gehen zum Schluss auf sie zu und fragen nach der Rechnung?! Sie öffnen ihr Portemonaille schauen sie an und meinen noch beiläufig: „Das war so schön, dass gibt noch ein großes Trinkgeld!“ Wie würde wohl ihre Freundin reagieren? Sie wird nicht nur entsetzt schauen, sondern wenn Sie darauf beharren zu zahlen, dann kann es sein, dass Sie zum letzten Mal bei ihr eingeladen waren.

Umgekehrt organisiert nun ein professioneller Veranstalter eine solche Beachparty, sie essen und trinken, haben Spaß – und zum Schluß gehen Sie auf den Organisator zu, umarmen und danken ihm und wollen gehen. Was meinen Sie wie der schauen würde? Er würde darauf beharren, dass sie zahlen! Sagen Sie „Aber Du hast mich doch eingeladen…“ und zahlen weiterhin nicht, werden Sie wahrscheinlich sogar Ärger mit der Polizei bekommen.

Das ist uns sicherlich klar! Aber es gibt auch Grenzbereiche, bei denen es eben nicht so klar ist: Wenn Sie einen Nachbarn fragen, ob er Ihnen hilft, Ihre Trockenmaschine in den Keller zu tragen kommt es sicher auch darauf an, wie gut und lange sie ihn kennen. Sind Sie erst ein paar Wochen miteinander bekannt, dann fragen Sie sich „Ob ich ihm dafür ein kleines Geschenk geben soll?“ Sind Sie schon lange befreundet, dann werden Sie ihm herzlich danken – es ist eben ein Freundschaftsdienst!

Es kommt also nicht auf die Tat als solches an, sondern wie die Verbindung definiert wird!!

Ist diese Beziehung klar, dann ist es einfach! Backt eine Freundin einen Kuchen für sie, weil Sie sie darum bitten zahlen Sie nicht – fragen Sie den Bäcker, ist es klar, dass für die gleiche Leistung eine Entlohnung stattfinden muss.

Es gibt aber auch soziales Verhalten, bei Menschen die wir nicht kennen, und bei denen es auch durch die gesellschaftlichen Regeln klar ist, dass wir als soziale Wesen  umsonst aktiv werden: Wir helfen z.B. älteren Menschen bei Anstrengungen wenn wir registrieren, das sie es allein nicht schaffen.

Bringen wir diese Ebenen in Verbindung und wissen nicht zu differenzieren, kann aber auch Verwirrung und Unsicherheit entstehen. So zum Beispiel im Network! Sicher kennen alle den Spruch „Du kannst doch nicht an Freunden verdienen!“ Der Absender verwechselt eben eine Ebene, die für ihn klar getrennt ist – es ist für ihn/ sie moralisch verwerflich für eben diese gesellschaftlich klar definierte „Non-Profit-Leistung“ Geld zu „nehmen“! Es grenzt schon ans asoziale – es ist „anrüchig“… .

Wenn wir ehrlich sind, bemerken wir alle, die unausgesprochenen, aber nicht minder realen Wahrheiten und Regeln an die wir uns alle halten. Es hilft auch nichts, wenn wir uns vormachen, dass es solche Regeln nicht gibt: ES GIBT DIESE VERSCHIEDENEN EBENEN!

Wir können wir uns nun selbst darüber im Klaren sein, dass es „in Ordnung ist“ – und wie können wir es Anderen erklären?

Erst einmal ist es wichtig sich verschiedene Fakten zu vergegenwärtigen:

  1. Berater im Network/ Empfehlungsmarketing verdienen nicht AM Bekannten, sondern MIT dem Bekannten gemeinsam
  2. Er würde – wenn er das Geschäft richtig verstanden hat – auch ohne die Bezahlung eben genau diesen Tipp an seine Freunde weitergeben. Als „verwerflich“ wird es erst dann empfunden, wenn wir nur aus Gründen des EIGENEN MONETÄREN VORTEILS diese Empfehlung geben würden
  3. Das Geld wird nicht vom Bekannten, sondern dem Unternehmen gezahlt, welches lediglich seine internen Marketingkosten anders strukturiert um sich besser am Markt zu platzieren. Genau wie sie entscheiden, ob sie eher in die Print- oder Fernsehwerbung gehen, ist es eine Entscheidung, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet (über die vielen anderen Vorteile wollen wir an dieser Stelle nicht sprechen).
  4. Die Branche des Network/ Empfehlungsmarketing lässt jedem die Freiheit sie so zu nutzen, wie es für ihn/ sie gut ist, ermöglicht finanziellen Freiraum, neue, soziale Kontakte und bietet die Chance zur Persönlichkeitsentwicklung neben vielen anderen Vorteilen die jeder selbst definieren kann! Wir bieten es unserem Gegenüber an – was er/ sie daraus macht ist etwas komplett anders!
  5. 5. Abhängigkeit von Dritten (z.B. Arbeitgeber) wird meist als höchst unangenehm und bedrohlich empfunden. Wir verändern auch unser Verhalten (nicht nur gegenüber diesem Dritten) und sind nicht in den Entscheidungen frei! Zeugt es nicht von größtem sozialen TUN, wenn wir unserem Gegenüber eben genau diese Freiheit anbieten?!

Das sollten wir uns immer vergegenwärtigen! Wenn Andere, Dritte diese 2 Welten eben noch nicht voneinander unterscheiden können, dann liegt es in DEREN PARADIGMA, an deren Unkenntnis! Wir sollten uns da nicht persönlich angegriffen fühlen, sondern für intellektuelle Aufklärung sorgen (die aber aus den verschiedensten Gründen auch nicht immer fruchtet)!

„Du wärst also ebenso schockiert, wenn der Kaufhof statt Anzeigen zu schalten nun mehr in die Fernsehwerbung geht, nur weil Du lieber Zeitung liest?“ oder „Du bleibst also wegen eines Vorurteils und Unkenntnis lieber in Abhängigkeit von allen möglichen Leuten, statt die Chance für dich zu eruieren?“ … Beispiele!

Wichtig ist aber vor allem eines: das SIE sich über diese 2 Welten im Klaren sind, wissen warum Sie was tun! Dann strahlen Sie es auch aus … .

Und dann kommen 2 Welten zusammen: freundschaftliches Miteinander und liebevoller Umgang (der auch manchmal hart und ehrlich sein sollte und nicht mit „kuscheln“ zu verwechseln ist 🙂 ) gepaart mit wirtschaftlichem und persönlichem Erfolg & Unabhängigkeit!

Wenn sich ihr gegenüber informiert hat und dann aufgrund einer fundierten Entscheidung aber Nein sagt – dann können Sie immer noch nur „die eine Welt miteinander teilen“. Meine Erfahrung ist aber, dass dann über kurz oder lang die unterschiedlichen Lebenskonzepte aufeinander treffen und es aus diesem Grund zu Spannungen kommt – aber das ist wieder ein anderes Thema!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Ein Kommentar zu „Weltenwanderer

  1. Danke Dir Dirk für diesen und all die anderen Beiträge .. Dein Blog ist ausgezeichnet .. gefällt mir sehr.
    Gerade dieser Beitrag spricht, denke ich, das heikelste Thema im EM an.
    Herzliche Grüsse aus dem Allgäu
    Magnus

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