Das ist die Wahrheit!

Eines vorab: Bei allem, was ich schreibe, handelt es sich um meine/n Standpunkt/ Meinung/ Haltung.

So kann nicht nur jeder Mensch (hoffentlich) verschiedene Standpunkte zu dem gleichen Thema haben (das sollte je nach Situation, involvierte Person/en etc.) variieren, sondern durch die Vielzahl der Menschen gibt es dem zu Folge eine Multiplikation dieser Meinungen/ Standpunkte oder auch Wahrheiten.

Der WERT eines Standpunktes sollte darin liegen, dass er Dir erlaubt, Deine Dich umgebene Wirklichkeit so zu sehen und eine Perspektive einzunehmen/ Dir einen größeren Überblick gibt und eine Sicht auf die Dinge erlaubt, die aus dem eingeschränkten Blickwinkel Deines Egos nicht möglich ist.

Wichtig ist hier aber, zu WISSEN, dass es sich bei KEINEM Standpunkt um DIE WAHRHEIT handelt! So gibt es viele Standpunkte/ Wahrheiten – und je weniger man „erleuchtet“ ist, desto eher hält man genau seine Sichtwiese für die Wahrheit – ein Grund warum es Streitereien, Kämpfe und sogar Kriege  gibt. Werde Dir aber auch bewusst, dass es NÜTZLICHE und weniger nützliche Standpunkte/ Sichtweisen gibt.

Die zentrale Frage ist: WÄHLST DU DEINE SICHTWEISE oder wird sie Dir durch Deine Paradigmen, eingefahrenen Verhaltensweisen und Gewohnheiten quasi auferlegt? Und: Wie kannst Du es erkennen? Hier meine „Top 10“ wie Du erkennen kannst, ob Du „am Fliegenfänger“ hängst:

1. Du weißt, dass Du Recht hast

2. Du weißt, wie „es“ geht

3. Du weißt, wie „es“ zu sein hat

4. Du reagierst automatisch so

5. Du hast Dir schon lange Zeit keine Gedanken mehr gemacht, ob das, was Du da tust, das Richtige ist

6. Du sagst Dir: „Wieso soll ich das in Frage stellen – das machen doch alle so!“

7. Du sagst Dir „Das habe ich schon immer so gemacht und komme gut damit klar!“

8. Du bemerkst, dass ab einem bestimmten Punkt in Deinem Leben immer die gleichen Schwierigkeiten auftauchen

9. Du bemerkst: „Eigentlich überlege ich da gar nicht – es sind eher meine Emotionen, die mich veranlassen, die Dinge zu tun, die ich tue.“

10. Du unterscheidest nicht zwischen Dir und Deinen Taten/ Gefühlen

Also frage Dich doch BEVOR dur (re-)agierst: „Inwieweit befähigt mich dieser Standpunkt? Welchen Standpunkt kann ich einnehmen, um Anderen und mir beitzuragen?“ Um das zu üben, reagiere doch einmal völlig anders als normalerweise.

Gehe im Regen spatzieren und lache… Lass´Deine (schon etwas größeren Kinder) die Eier verstecken und suche selbst … Lade einen Hilfsbedürftigen über Ostern zum Essen ein und unterhalte Dich mit ihm … Nehme einmal einen völlig anderen Standpunkt ein als normalerweise (wenn Du also normalerweise zum Fussball gehst, dann gehe nun zum tanzen…)

Eines werdet ihr bemerken: Es liegt eine unendliche Freiheit darin zu bemerken, dass ihr nicht festgelegt seid!

Genießt es! Lebt es!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Ein Kommentar zu „Das ist die Wahrheit!

  1. Hallo, lieber Dirk,
    ich besuche zur Zeit einen Zeichenkurs auf der VHS. Meine handwerkliche Umsetzung hält sich in Grenzen, jedoch meine Erfahrungen auf ganz anderem Gebiet sind enorm und sie decken sich in etwa mit deinen Aussagen über die Wahrheit und den Standpunkt.
    Zunächst lernte ich: es gibt nicht nur schwarz- weiß, dazwischen liegen soviele Schattierungen. Sehr spannend fand ich dann die Lektion Proportionen und Perspektiven.
    Ich erfuhr,dass ich zuerst einen, entsprechend der Größe des Objekts,den Horizontpunkt suche, der in etwa in Augenhöhe liegt,vermesse mit dem Auge den Winkel, setze “ Fluchtpunkte “ die über den Gegenstand hinaus führen und anhand dessen kann ich genau die jeweilige Perspektive wiedergeben, die sich sofort verändert, sobald ich meinen Standpunkt verändere. Ich denke da an das Bild in Gabi Steiners Buch von Mensch zu Mensch auf Seite 11. Die Aufgabe lautete: alle neun Punkte mit nur vier geraden Linien zu verbinden – ohne den Stift abzusetzen. Damals konnte ich die Aufgabe nicht lösen, denn ich hatte noch nicht gelernt, über die „Punkte“ hinaus zu schauen.
    Als ich Deine Zeilen las, drängte sich mir sofort eine Paralelle dazu auf. Es gibt keinen festgelegten Standpunkt, je nachdem aus welchem Blickwinkel betrachtet verändert sich die Sicht auf die Dinge. Für mich war diese Erfahrung sehr wertvoll, und jetzt sehe ich sie durch deinen Artikel bestätigt. Ich verfolge Gespräche und habe mir angewöhnt das Gesagte aus verschiedenen Blickwinkeln- und Richtungen zu betrachten und anzuhören, mich nicht in meiner Meinung festzulegen. Natürlich möchte ich auch meinem Gegenüber sachte bewusst machen, dass es auch andere Blickrichtungen gibt um eine Meinung zu hinterfragen und nicht nur auf seiner momentanen zu beharren.
    Sehr häufig erfahre ich dann des Anderen EGO und sein Recht auf rechthaben und bin dann dankbar, dass ich diese Stufe überwunden habe.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    von Barbara Brachat

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