Ohne Gebrauchsanleitung

Heute ist Karfreitag.

Der Karfreitag ist im Zusammenhang mit Ostern für die Christen einer der höchsten Feiertage. An ihm gedenkt die Kirche des Todes Jesu Christi und erwartet die Feier seiner Auferstehung. Nach ihrem Glauben litt und starb Jesus als „Knecht Gottes“ und nahm im Kreuzestod freiwillig die Erbsünde und Schuld aller Menschen auf sich. Durch Tod und Auferstehung Jesu wird allen Menschen erst Sündenvergebung und damit Errettung aus dem Tod und ewiges Leben ermöglicht. (Wikipedia)

Jesus Christus wusste demzufolge, warum er hier war – es schien ihm von Anfang an klar zu sein! Wie sieht es mit uns aus? Wissen wir „warum wir hier sind“ – das „Alles auf uns nehmen“? Fragen Sie sich auch manchmal „Warum der ganze Quatsch?“

Da kommen wir (ob freiwillig, gewählt oder ungebeten soll hier einmal nicht Thema sein) auf diese Welt, werden in einen Körper geliefert der uns mal mehr (den meisten wohl) mal weniger gefällt, müssen lernen ihn zu koordinieren um dann festzustellen, dass er mit der Zeit nicht nur seine Funktionen verliert sondern auch mehr Wartung bedarf… .

Wo ist die Gebrauchsanleitung?

Wenn wir uns einen Fernseher kaufen, eine Videokamera – bei allen banalen Dingen bekommen wir eine Anleitung wie es funktioniert. Und wir können den Hersteller sogar verklagen, wenn er uns falsche Anleitungen gibt!

Wer ist der „Hersteller“? … an welche Adresse soll ich die Klageschrift richten?

Sicher ist die Frage nach dem „Sinn des Lebens“ eine der ältesten und am meisten diskutiertesten Fragen weltweit – aber, let´s face it: WIR WISSEN ES NICHT! Wir haben zwar eine Ahnung, Vermutung und aus den unterschiedlichsten Quellen wollen uns Leute „den Weg und den Sinn weisen“.

Wenn wir aber erst einmal akzeptieren, dass wir es nicht wirklich wissen (nach den Maßstäben des Intellektes und der Wissenschaft gesehen), dann kann darin aber auch eine Freiheit liegen. Die Freiheit eines freien Tages: „WAS STELLE ICH HEUTE AN?“ Was mache ich nun mit der freien Zeit?

Und nun, lasst uns vorstellen, wir hätten ein Leben lang frei! WAS MACHEN WIR DAMIT?!

Jetzt stellen sich die Fragen:

–          Will ich einfach nur überleben, die Zeit verbringen und warten bis der Körper seinen Geist aufgibt um dann entweder gar nichts mehr zu erfahren – oder, wie viele Religionen und Spirituelle sagen – in die nächste Ebene zu gehen und erst da den Sinn der ganzen Reise zu erfahren?  

–          Wenn ich doch sowieso „frei habe“ – wieso tue ich nicht das, was mir Spaß macht, probiere mich aus, GEBE mir einen Sinn?!

Richtig: WARUM GEBE ICH MIR NICHT EINEN SINN SOLANGE ICH IHN NICHT GEFUNDEN HABE!

Habe ich diesen Sinn, dann ordnen sich sicher alle Taten, alle Gefühle, meine Definition über Erfolg und Misserfolg und alles andere auch genau diesem Sinn unter! Gebe ich mir den Sinn „Make money“ – dann ist das mein erstes Ziel; Freundschaften, Liebe, aufrichtiges Miteinander ist erst einmal nebensächlich. Gebe ich mir den Sinn „Lebe Liebe, Größe & meine Möglichkeiten“, dann sind meine Verhaltensweisen, die Einstellung zu den Mitmenschen, die Einstellung zu Erfolg und Misserfolg völlig anders, als wenn ich „Make money“ an erste Stelle setze.

Was ist aber, wenn ich mir keinen Sinn gebe?

Dann kann ich mich vergleichen wie mit einem Schiff, welches ohne Ruder auf dem Meer treibt, nie wirklich zufrieden ist, weil es den Heimathafen nicht kennt, den Zweck der Reise spätestens immer dann in Frage stellt, wenn Stürme aufkommen – und in ganz schlimmen Fällen das Schiff sogar verlassen. Welches Interesse hätte ich das Schiff zu pflegen, wenn ich mich darauf nicht wohl fühle?

Desweiteren beeindrucken diese Personen dann natürlich die prächtig geschmückten Fregatten, die man ab und zu auf dem Meer sieht – und man kann glauben: „Die wissen wo es lang geht!“ Man folgt – ohne zu ahnen, dass es DEREN Heimathafen ist und nicht der eigene; aber das stellt man oft erst viel zu spät fest!

WIR HABEN EIN LEBEN LANG FREI!

Ich weiß auch nicht, ob Jesus von Anfang an wusste, warum er „hier ist“. Ich habe nur in den unterschiedlichsten Quellen gelesen, dass auch er zweifelte und in Versuchung geführt wurde – genau wie wir! Aber egal, ob er es „sofort wusste“ oder sich entschlossen hat diesen Weg zu gehen, egal ob er „von seinem Vater gesandt“ wurde oder es „sein Weg“ oder eventuell sogar eine Kombination war – er ist ihn gegangen! 

Also, lasst uns unser Leben mit Sinn füllen, lasst uns uns gegenseitig beflügeln, andere unterstützen IHREN Sinn zu benennen, zu gehen und zum Leben zu bringen! Lasst uns unsere eigene Gebrauchsanleitung schreiben, denn wir sind universell einsetzbar und haben keinen „Zweck“ – außer, dass wir ihn uns selbst geben!

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Osterfest

Ihr / Euer

Dirk (Jakob

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