Was soll das eigentlich noch?!

Heute Morgen hatte ich ein Coachinggespräch und es fiel die Aussage „Ich zweifele langsam an dem Geschäft!“

Kennen wir das nicht alle irgendwie aus den unterschiedlichsten Situationen? Man zweifelt: … an der Beziehung, … am Sinn dessen was man tut, … an der richtigen Vorgehensweise, … am eigenen Geschäft?!

Wir sollten uns aber über eines klar sein: Probleme und Sinnfragen weisen uns darauf hin etwas zu überdenken. Probleme (das ist in Teilbereichen etwas anderes) könnten einfach ein Hinweis sein, wie man die Lösung für etwas findet, das für seinen Lebenssinn, seinen „Zweck der Existenz“ wichtig ist. Die Lösung dieses Problemes könnte genau das sein, was einem selbst die Fähigkeit gibt, das zu tun, was man wirklich will – oder eben die Fähigkeiten zu entwickeln genau dahin zu kommen, wohin einen das Herz zieht!

Negiert man das „Problem“, öffnet sich eben die Türe nicht, die einem ein Geheimnis offenbart. Probleme sind also Aufforderungen uns weiterzuentwickeln, denn unterbewusst steuert unseres „Höheres Selbst“ (bitte ersetzen Sie den Namen durch etwas, was Ihrem Glaubenssystem entspricht, denn wir wollen uns nicht mit der Definition von Wörten aufhalten) den Weg. Wie ein Navi – es zeigt wie wir zu fahren haben, egal ob wir nun durch eine Baustelle fahren müssen oder nicht.

Kehren wir zurück zum Zweifel … . Es sollte uns klar sein, dass unser Zeifel absolut nichts mit der Sache oder dem Menschen an sich zu tun hat, sondern nur mit unserer Einstellung dazu!

Wir betrachten die „Dinge“ eben nicht so wie sie sind – sondern wie wir sind; durch unsere Brille, unsere Paradigmen.Der Zweifel definiert also unseren mangenden Glauben an … er zeigt uns gerade die Beziehung auf, die wir mit … haben. Er hat NICHTS mit dem … an sich zu tun!?

Stellt sich also in einer Sache Zweifel ein, so sollten wir uns zuerst einmal fragen: Wie hat sich MEINE Sicht- und Verhaltensweise geändert? Nehmen wir hier doch nur einmal als Beispiel unsere Beziehung zum Lebenspartner. War es evtl. vor ein paar Jahren noch „süss“, dass er oder sie alle Briefe ungeöffnet auf den Haufen warf, die Zahnpastatube aufließ oder die Bekleidung da fallen ließ, wo er/ sie sich auszog – kann es jetzt nur noch nervig sein! „Kannst Du nicht endlich mal die Tube zudrehen?!“ „Warum lässt Du ständig Deine Sachen da liegen wo Du sie ausziehst? Willst Du mir mehr Arbeit machen?!“

Lassen wir es uns vergegenwärtigen: Unser Gegenüber hat sich nicht im mindesten geändert – nur wir, in unserer Haltung zu den Verhaltensweisen; wir nehmen einen anderen Bezug – wir interpretieren die Dinge neu und scheinbar als Angriff auf unsere Person! Wenn jetzt Zweifel aufkommen „Ist das noch das Richtige?“ „Liebt er/ sie mich noch, wenn er/ sie sich so verhält? Kann ich es aushalten?“ Let ´s focus: Es sind lediglich UNSERE WIDERSTÄNDE gegen die Verhaltensweisen – es spiegelt UNSERE SICHT wieder, das, was WIR glauben, was gut und richtig ist!

Viele wechslen dann den Partner – das hat überhaupt keinen Sinn! Hier etwas wichtiges am Rande: Ich rede nicht davon, dass man sich auseinanderleben kann, dass Lebenskonzepte unterschiedlich sein können oder man sich in verschiedene Richtungen entwickeln kann – ich rede von Zweifeln, die uns überprüfen und wachsen lassen wollen! Aus diesem Grunde glaube ich, dass eine wirkliche (Lebens-)Partnerschaft eine der herausfordernsten und gleichzeitg intensivsten Möglichkeiten ist, sich selbst weiter zu entwickeln…

Und mit unserem Geschäft ist es genau das gleiche: Nicht das Geschäft hat sich geändert, sondern unsere Sicht auf die „Dinge“. Wir sollten uns fragen „Sind wir noch genau so inspiriert wie früher?“ „Sind wir noch genau so begeistert über das, was dieses Geshcäft zu bieten hat?“ „Sind wir noch genau so Feuer und Flamme  wie anfänglich, als wir gedacht haben, dass nun endgültig der Zeitpunkt gekommen ist, uns unsere Träume zu erfüllen?“

Oder richten wir den Fokus viel eher auf das, was nicht klappt, auf das, was uns Schwierigkeiten bereitet, uns neue Herausforderungen bereitet und andere Handlungsweisen abverlangt?

Also: Zweifel und Probleme sind nicht schlecht! Sie wollen uns hinterfragen, uns darauf hinweisen dass es eventuell einfacher gehen kann, uns zur Weiterentwicklung treiben! Zweifel wollen nicht, dass wir das „Ding“ austauschen, sondern das wir uns den „Dingen“ stellen!

Zwei-fel    –    Zwei-Wege   –    Zwei-Möglichkeiten verlangen nach Ein-Deutigkeit, nach Ein-Sehen!

Viel Erfolg beim Zweifeln!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Ein Kommentar zu „Was soll das eigentlich noch?!

  1. Hmmm…das hat mich nun gewaltig ins Grübeln gebracht……. verdammter Mist! (sich selbst an der Nase packen macht keinen Spass!)
    Was du, lieber Dirk da auf den Punkt gebracht hast…STimmt! (..Sich selbst überdenkt )
    also: ich arbeite an mir!!…schwierig, aber immer immer mehr Vorankommen!
    Gruß an alle denen es auch so geht!

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