Der Spagat zwischen den Welten

Immer wieder hört und liest man, dass man seine Energie auf die Vision in der Zukunft ausrichten soll. Sind das nicht die allseits bekannten Träumer?

Andererseits sagen uns Trainer, dass wir im JETZT handeln und sämtliche Vergangenheit und Zukunft außer Acht lassen sollten. Nennen wir solche Leute nicht ein wenig bissig „Realisten„?

Was nun?!

Genau das ist der Spagat zwischen den Realitäten! Denn beides sind Realitäten – sowohl die mögliche Zukunft als auch die jetzige Situation. Natürlich habe ich mir auch schon lange und intensiv darüber Gedanken gemacht und bin – nachdem dann viele Erfahrungen dazugekommen sind – zu folgendem Ergebnis gekommen: das Eine tun und das Andere nicht sein lassen. 🙂

Wie meine ich das? Also, bei vielen Menschen bemerke ich, dass sie die Realität schlichtweg verleugnen und nicht hinsehen wollen. Dabei ist das Hinsehen von ganz entscheidender Bedeutung, denn diese „Realität“ zeigt uns, zu welchem Ergebnis das führt, was wir in der Vergangenheit getan oder unterlassen haben – das ist der „Erfolg“, den wir immer so anstreben. Als Gärtner muss ich beobachten, ob meine Pflanzungen, Beschnitte und Anordnung der Gewächse gut funktionieren, was ich besser ändern oder gar lassen sollte. Hier nicht auf die Ergebnisse meiner Arbeiten zu achten wäre schlichtweg fatal! Aber eben genau das machen viele Leute: Sie negieren die Gegenwart, ihre Herausforderungen und Probleme. Sie lassen völlig außer Acht, dass sie nun zum wiederholten Male vor der gleichen Situation stehen und schieben es „der Firma“, „den Anderen“ oder noch besser „den Umständen“ zu.

Hier ist es wichtig im JETZT zu agieren, Schlüsse zu ziehen und vor allem seine mentalen Stärken einzusetzen, ja geradezu zu sektieren, zu analysieren, zu hinterfragen und sich emotionslos in Frage stellen zu lassen. Gehen Sie wie ein Chirurg zu Werke und nehmen alles auseinander … . WICHTIG ist hier aber, sich nicht in Selbstmitleid zu ergehen, sich eigene Vorwürfe zu machen oder über sich oder andere zu beklagen. Machen Sie sich vor allem nichts vor – „Schönfärberei“ ist hier in keinem Fall angebracht!

Diese also eher rationale Aufgabe kann und sollte dann zu neuen Taten und Aktionen führen, die dann natürlich andere Ergebnisse bringen – es er-folgt also etwas anderes…

Unsere Emotionen allerdings sollten eben so gelenkt werden, dass Sie immer unsere Vision (noch besser unsere Ziele) im Auge behalten. Wir sollten unsere Energie aus den Vorhaben für unsere Zukunft gewinnen und nicht aus den Leistungen und Ergebnissen, die wir in der Vergangenheit gebracht haben. Auf das, was war, können wir stolz sein (wenn es uns und andere erfreut hat) – Energie gewinnen wir aber über die Begeisterung der Projekte, die wir in der Zukunft realisieren möchten.

Ist also die Emotionalität bei der Findung des Weges hinderlich, ist sie für die Erreichung der Ziele unabdingbar! Viele haben schon von meinem Beispiel mit der Kutsche gehört: die Pferde als Sinnbild der Emotionen ziehen die Kutsche und der Kutscher lenkt die Pferde! Er ist für deren Sicherheit verantwortlich … Motor & Getriebe … Ying & Yang … Vater & Mutter …

Mein Rat geht also genau in die Richtung: seien Sie realistisch wenn es darum geht das JETZT zu beurteilen und voller Emotionen, glücklich gespannt und optimistisch, wenn es um Ihre Ziele geht. Eben mit den Beinen auf dem Boden und die Seele im Himmel! Danach wird wieder analysiert, man holt sich Feedback ein und wägt ab.

Ora et labora …

Ihr / Euer

Dirk (Jakob)

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