Bin ich Herr meiner selbst?!

Ich möchte alle Leser diese Woche einmal auffordern, ihren Blickwinkel zu beobachten …

Was ist damit gemeint? Uns passieren an einem Tag unendlich viele Dinge, und die Wissenschaft behauptet, dass wir täglich ca. 50.000 Gedanken denken. Es gibt auch eine Statistik, wie sich diese 50.000 Gedanken verteilen (neutral/ positiv- aufbauend oder negativ – belastend) aber da möchte ich hier nichts zu schreiben um keinen Leser zu frustrieren … :-). Wer ist nun Steuermann dieser so wichtigen Zentrale? Wer bringt unseren „Monkeymind“ zum Stillstand?!

Fakt ist aber, dass unsere Gedanken unser Filter zur Aussenwelt ist. ALLES was uns passiert ist erst einmal neutral! ALLES! Darüber habe ich in einem anderen Blog schon einmal geschrieben. Es ist eben unsere Erwartungshaltung, die das, was (uns) passiert in neutral, positiv oder negativ unterscheidet. Dazu kommt, dass – wenn unsere Berechnungen versagen und unser Wissen am Ende ist – wir dann immer von Zufall reden. Obwohl das Wort an sich schon verräterisch ist .. es fällt mir etwas zu. Aber nur, weil ich nicht weiß warum es das tut, heisst es im Umkehrschluss noch lange nicht, dass es dafür keinen Grund gibt!

Wir wissen auch, dass unsere Gedanken nicht nur das filtern, was wir sehen und dann anschließend beurteilen, sondern das es auch Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit hat. Sehe ich alles negativ, dann bekomme ich Verkrampfungen, eventuell Bauchschmerzen und meine Wahrnehmungsfeld verkleinert sich immer mehr. Hiermit will ich nicht sagen, dass man „einfach nur positiv denken soll“ – Blödsinn. Das bringt nichts, außer dem Urteil Vieler, ein „Hans guck in die Luft“ zu sein.

Werden diese Gedanken dann zur Gewohnheit, ändert sich dadurch unsere Lebensperspektive als solches. Und ja – manchmal ist es wichtig sich den Dingen zu stellen, auch Situationen und Gespräche zu suchen, die man am liebsten vermeiden möchte. Je mehr wir das alles dramatisieren, desto schwerer fällt es uns und die Kraft, um solche Hürden zu überwinden, wird immer größer!

Aber lasst uns bewusst sein:         WIR BAUEN DIESE BERGE DER HINDERNISSE SELBST AUF!

Wir selbst – durch unsere Erwartungen, vergangene Erfahrungen, Meinungen und Paradigmen MACHEN uns diesen Berg! Dazu kommt, dass es unendlich viele Augenblicke gibt, die wir nützen können, um uns wieder positiv aufzubauen, uns fröhlich zu stimmen! Sie wollen Beispiele? Gerne …

Wann haben sie in den vergangen Tagen Kiunder beim spielen zugeschaut? Wann haben Sie das letzte Mal einen Sonnenauf- oder untergang bewusst beobachtet? Wann haben Sie Ihrem Partner oder Ihren Kindern zum letzten Mal ein tolles Erlebnis verschafft? Wann haben Sie in der Fußgängerzone auf die GUT gelaunten Menschen geachtet und sie fröhlich gegrüßt? Wann haben Sie einfach mal die unendlich vielen „kleinen Dinge des Lebens“ gewertschätzt – ja sogar GESEHEN?

Das meine ich mit „beobachte Deinen Blickwinkel“. Lasst uns beobachten, was uns alles Gutes wiederfährt, was wir für ein Glück haben, hier auf dieser Welt, mit dieser Familie und diesen Freunden zu sein, Zeit zu teilen, was zu essen zu haben… .

Was haben wir für ein Glück – was ist alles abgefallen, was uns belastet hat?!

Was haben wir für ein Glück – wir leben in einer Gesellschaft, in der wir unsere Meinung äußern können, sozial abgesichert sind und nur einen Höhrer in die Hand nehmen müssen um diejenigen anzurufen, die uns etwas wert sind – oder auch, mit denen wir „noch etwas offen haben“ um uns zu entschuldigen um Tonnen der Last loszuwerden!

Was habe ich für eine Glück …

Wir sollten nicht die Menschen in Agypten deshalb negieren – nein, wir sollten es sehen und unser Glück schätzen. Und wenn wir uns dann entscheiden dafür etwas zu tun, dann sollten wir es auch tun und das Glück erleben wie toll es ist, etwas für andere tun zu können!

Tiere haben uns da einen großen Schritt voraus – sie leben im JETZT. Hunde sind ein Spiegel unserer seelisch/ geistigen Verfassung; sorgen wir dafür, dass sie entspannt sind – dann sind wir es auch!

Also – achtet auf Euren Blickwinkel! Achtet, was ihr über die „Dinge“, Euch selbst und das was Euch passiert denkt; be- oder verurteilt Euch nicht, sondern beobachtet, korrigiert und lernt!

Ora et labora!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Bleibe hungrig – bleibe töricht!

Gestern habe ich seit längerem wieder einmal die Rede von Steve Jobs – den Begründer und Frontman von apple – , die er im Jahr 2005 vor den Absolventen der Stanford University gehalten hat, gehört – und war wieder inspiriert. Es gibt hierzu ein Video auf youtube, das ich Euch allen nur ans Herz legen kann!

Eine Übersetzung habe ich im Netz gefunden, sie leicht angepasst (ohne den Anspruch einer professionellen Übersetzung zu haben), und sie Euch hier angehängt – obwohl – wie geschrieben, der „Life-Speech“ besser herüberkommt. Die Rede ist selbstverständlich in englischer Sprache, aber auch für nicht so gut „Englisch-Kenner“ gut zu verstehen. Lasst Euch inspirieren …

Hier nochmals der Link zum Video mit Steve Jobs!

Euer/ Ihr

Dirk (Jakob)

Die Übersetzung der Abschlußrede von Steve Jobs an der Standford University 2005:

Ich fühle mich geehrt heute mit euch hier zu sein, bei eurer Abschlussfeier an einer der feinsten Universitäten, die es auf der Welt gibt. Ich habe nie eine Hochschule abgeschlossen. Um die Wahrheit zu sagen, jetzt gerade bin ich einem Hochschulabschluss am aller nächsten.
Heute will ich euch drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Das ist alles. Keine große Sache. Nur drei Geschichten.

Die erste Geschichte handelt über das Verbinden der Punkte.

Ich bin aus dem Reed College nach sechs Monaten ausgeschieden, aber weiterhin dort verblieben für weitere 18 Monate, bevor ich wirklich ganz gegangen bin. Aber, warum bin ich ausgeschieden?

Es begann noch bevor ich geboren wurde. Meine leibliche Mutter war eine junge, unverheiratete Uniabsolventin und sie entschied sich, mich zur Adoption frei zu geben. Sie war sehr davon überzeugt, dass ich von Leuten mit einem Universitätsabschluss adoptiert werden sollte. So wurde alles dafür arrangiert, dass ich bei der Geburt von einem Anwalt und seine Frau adoptiert werde. Doch wie ich erfuhr, entschieden diese sich, dass sie eigentlich doch viel lieber ein Mädchen hätten. So wurden meine Eltern, die auf der Warteliste standen, mitten in der Nacht angerufen und gefragt: „Wir haben unerwartetet einen kleinen Jungen – Wollen sie ihn?“ Sie sagten: „Natürlich.“

Meine leibliche Mutter fand später heraus, dass meine Mutter nie eine Universität absolviert hatte mein Vater nie eine Mittelschule abgeschlossen hatte. Sie verweigerten daraufhin die Adaptionspapiere zu unterschreiben. Sie war einige Monate später damit einverstanden, als meine Eltern versprochen hatten, dass ich irgendwann zur Universität gehen würde.

Und 17 Jahre später ging ich auf die Hochschule. Aber aus Naivität habe ich ein College ausgesucht, dass so teuer war wie Stanford – und alle erarbeiteten Ersparnisse meiner Eltern gingen für die Unigebühren drauf. Nach sechs Monaten konnte ich keinen Wert darin erkennen. Ich hatte keine Ahnung, was ich in meinem Leben tun werde und keine Ahnung wie mich die Universität darin unterstützen sollte, das heraus zu finden. Und nun stand ich da, hatte  sämtliches ersparte Geld meiner Eltern verbraucht, das sie in ihrem ganzen Leben erarbeitet hatten. So entschied ich mich die Schule zu verlassen und daran zu glauben, dass alles irgendwie OK gehen würde.

Es war ziemlich beängstigend damals, aber zurückblickend war es eine der besten Entscheidungen, die ich je gemacht habe. Ab der Sekunde, als ich ausgeschieden bin, konnte ich aufhören die Kurse zu besuchen, die mich nicht interessierten und die zu besuchen, die mich interessierten.

Die Reed Universität bot zu dieser Zeit einer der besten Kalligraphie Kurse im Land an. Quer durch den ganzen Campus war jedes Poster, jedes Schild auf jeder öffentlichen Fläche wunderschön von Hand mit kalligraphischer Schrift versehen. Weil ich ausgetreten bin, musste ich nicht eine normale Klasse nehmen, ich entschied mich für eine Kalligraphie Klasse, um zu lernen, wie man das macht. Ich lernte über Serif und San Serif Schriftarten, über die unterschiedliche Größe vom Freiraum zwischen den verschiedenen Buchstabenkombinationen – über das, was großartige Typografie großartig macht. Es war wunderschön, historisch, künstlerisch feinsinnig in einer Art und Weise, wie es die Wissenschaft nicht einfangen kann – und ich fand es faszinierend.

In nichts von all dem steckte irgendwie die Hoffnung, dass es jemals eine praktische Anwendung finden würde in meinem Leben. Aber zehn Jahre später, als wir den ersten Macintosh Computer entworfen haben, kam alles doch auf mich zu. Und wir arbeiteten all das in den Mac ein. Es war der erste Computer mit wunderschöner Typografie. Wenn ich niemals diesen einen Kurs besucht hätte, würde der Mac niemals verschiedene Schriften oder proportional aufgeteilte Freiräume in den Schriftarten haben. Und seit Windows einfach den Mac kopierte, wäre es so, dass es gar keinen normaler Computer gegeben hätte.

Wenn ich niemals ausgeschieden wäre, wäre ich niemals in diese Kalligraphie-Klasse gegangen und private Computer würden nicht die wunderschönen Schriftarten haben, die sie jetzt haben. Natürlich war es nicht möglich diese Punkte(Ereignisse) miteinander zu verbinden, als ich noch in die Zukunft blickte, während ich noch auf der Universität war. Aber es war sehr sehr klar, als ich zehn Jahre später zurückblickte.

Nochmal, du kannst Punkte nicht verbinden, wenn du nach vorne blickst. Du kannst Punkte nur verbinden, wenn du zurück blickst. So musst du daran glauben, dass sich die Punkte irgendwie in der Zukunft verbinden werden. Du musst an etwas glauben – deinen Gott, Schicksal, Leben, Karma oder was auch immer. Diese Einstellung hat mich nie im Stich gelassen und machte den erheblichen Unterschied in meinem Leben.

Meine zweite Geschichte ist über Liebe und Verlust.

Ich hatte Glück – Ich fand was ich geliebt habe ziemlich früh im Leben. Woz und ich starten Apple in der Garage meiner Eltern, als ich 20 war. Wir arbeiteten hart und in zehn Jahren wuchs Apple von den zwei, die wir waren, zu einem 2 Milliarden Dollar Unternehmen mit mehr als 4000 Mitarbeiter heran. Wir hatten damals unser feinstes Stück geschaffen – den Macintosh – ein Jahr bevor ich 30 wurde. Und dann wurde ich gefeuert. Wie kann jemand gefeuert werden, wenn er das Unternehmen gegründet hatte? Naja, als Apple wuchs, stellten wir jemanden ein, bei dem ich glaubte, er wäre sehr talentiert darin das Unternehmen mit mir zu leiten und für das erste Jahr oder so, liefen die Dinge gut. Aber als unsere Visionen für die Zukunft begonnen haben sich zu unterscheiden, kam es zu einer Auseinandersetzung. Als wir diese hatten, war die Chefetage auf seiner Seite. Also war ich mit 30 draußen. Und sogar ziemlich öffentlich gefeuert. Das, was mein einziges Ziel meines erwachsenen Lebens war, war nun vorbei und verwüstet.

Ich wusste wirklich nicht, was ich tun sollte einige Monate lang. Ich hatte mich so gefühlt, als hätte ich die vorangegangene Generation von Unternehmern im Stich gelassen, als hätte ich die Stafette fallen lassen gelassen, genau als diese mir übergeben wurde. Ich hatte mich mit David Packard und Bob Noyce getroffen und versucht mich zu entschuldigen, dass ich das alles so schlimm verkorkst habe. Mein Versagen wurde in die Öffentlichkeit ziemlich breit getreten und ich überlegte sogar, ganz aus der Gegend zu ziehen. Aber etwas dämmerte langsam in mir – ich liebte immer noch, das was ich tat. Und so entschied ich mich von Neuem zu beginnen.

Ich hatte es damals nicht gesehen, aber es stellte sich heraus, dass der Umstand, das ich von Apple gefeuert wurde, das Beste war, was mir je hätte passieren können. Der Druck des Erfolges war von der Leichtigkeit wieder ein Anfänger zu sein, komplett ersetzt worden – und das in allen Dingen. Es befreite mich, um eine der kreativsten Phasen in meinem Leben betreten zu können.

Während der nächsten fünf Jahren startete ich eine Firma namens NeXt, eine andere Firma namens Pixar und verliebte mich in eine wundervolle Frau, die später meine Frau wurde. Pixar entwickelte den ersten animierten Computer Film der Welt, Toy Story, und ist zur Zeit das erfolgreichste Animationsstudio der Welt. In einer bemerkenswerten Wendung der Dinge, kaufte Apple NeXT und ich war zurück bei Apple. Die Technologie, die wir bei NeXT entwickelt haben, ist nun das Herzstück der Renaissance vom jetzigen Apple. Und Laurene und ich haben eine wundervolle Familie zusammen.

Ich bin mir ziemlich sicher: Nichts von dem wäre jemals geschehen, wenn ich nicht bei Apple gefeuert worden wäre. Es war bitter schmeckende Medizin, aber es war genau die, die ich benötigte. Manchmal trifft dich das Leben mit einem Ziegelstein auf den Kopf. Verliere nicht deinen Glauben.

Ich bin überzeugt, dass das Einzige, was mich zum Weitermachen brachte, war, dass ich geliebt habe, was ich tat. Man muss das finden, was man liebt. Und das ist wahr in Bezug auf die Arbeit als auch im Liebesleben. Arbeit wird einen großen Teil des Lebens ausmachen und der einzige Weg um wirklich erfüllt zu sein, ist das zu tun, wovon man glaubt es sei eine großartige Arbeit. Und der einzige Weg großartige Arbeit zu tun, ist zu lieben was man tut. Wenn du es bis jetzt nicht gefunden hast, dann suche weiter. Bleibe nicht stehen. Mit allen Fasern deines Herzen wirst du es spüren, wenn du es gefunden hast. Und wie jede große Beziehung wird es besser und besser, wenn die Jahre vergehen. Also schaue dich um, bis du es gefunden hast. Bleibe nicht stehen.

Meine dritte Geschichte ist über den Tod

Als ich 17 war, las ich ein Zitat das ungefähr so klang: „Wenn du jeden Tag so lebst, als wäre es dein letzter, wird es höchstwahrscheinlich irgendwann richtig sein.“ Es hatte mich beeindruckt und seit damals über 33 Jahre habe ich jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mich selbst gefragt: „Wenn heute der letzte Tag in meinem Leben wäre, würde ich das tun, was ich mir heute vorgenommen habe zu tun?“ Und jedes mal wenn die Antwort für mehrere Tage hintereinander „nein“ war , wusste ich, ich muss etwas verändern.

Mich zu erinnern, dass ich bald tot sein werde, war für mich das wichtigste Werkzeug, das mir geholfen hat, alle diese großen Entscheidungen zu treffen. Weil fast alles – alle äußeren Erwartungen, der ganze Stolz, die ganze Angst vor dem Versagen und der Scham – diese Dinge fallen einfach weg angesichts des Todes und es bleibt nur mehr das, was wirklich wichtig ist. Sich zu erinnern, dass man sterben wird, ist der beste Weg, den ich kenne, um der Falle zu entgehen und zu glauben man hätte etwas zu verlieren. Du bist vollkommen nackt. Es gibt keinen Grund, um nicht seinen Herzen zu folgen.

Ungefähr vor einem Jahr wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Ich hatte eine Untersuchung um 7:30 in der Früh und es war deutlich ein Tumor auf meiner Bauchspeicheldrüse zu sehen. Ich wusste nicht mal was eine Bauchspeicheldrüse ist. Der Arzt sagte mir, dass das bereits eine Form des Krebs sei, der unheilbar ist und dass ich damit rechnen solle, dass ich nicht mehr länger als drei bis sechs Monaten zu leben habe. Der Arzt riet nach Hause zu gehen und meine Angelegenheiten alle in Ordnung zu bringen, was die Ärzte normal sagen, wenn sie sagen, man solle sich vorbereiten zu sterben. Es bedeutet, das man versuchen soll, den Kindern das beizubringen und zu erklären und man normalerweise geglaubt hat, man könnte es in den nächsten zehn Jahren tun, dies doch nun in einigen Monaten zu erledigen. Es bedeutet dass alles geklärt sein soll, damit es später so leicht als möglich für die eigene Familie wird. Es bedeutet sich zu verabschieden.

Ich lebte mit dieser Diagnose den ganzen Tag. Später am Abend hatte ich eine Biopsie, bei der sie mir ein Endoskop in den Hals gesteckt haben, durch meinen Magen in die Eingeweide, wo sie mit einer Nadel einige Zellen von dem Tumor abgeschabt haben. Ich war betäubt, aber meine Frau, die da war, erzählte mir, dass als sie sich die Zellen unter dem Mikroskop angesehen haben,  die Ärzte zu weinen begannen, weil es sich herausstellte, dass es eine ganz seltene Form von Beispeicheldrüsenkrebs ist, der mit einer Operation heilbar ist. Ich hatte die Operation und bin nun gesund.

Da war ich dem Tode am nächsten gekommen und ich hoffe das wird auch so bleiben für die nächsten Jahrzehnte. Das nun durchlebt zu haben, gibt mir die Möglichkeit euch mit mehr Gewissheit sagen zu können, dass der Tod ein rein nützliches geistiges Konzept ist:

Niemand will sterben. Nicht mal Menschen, die in den Himmel kommen wollen, wollen sterben, um dorthin zu gelangen. Und dennoch ist der Tod das Schicksal, das wir alle teilen. Niemand ist jemals entkommen. Und das ist so, wie es sein sollte, weil der Tod möglicherweise die beste Erfindung des Lebens ist. Es ist der Vertreter des Lebens für die Veränderung. Es räumt das Alte weg, um Platz zu machen für das Neue. Gerade jetzt seid „das Neue“ Ihr, aber eines Tages, nicht sehr viel später, werdet Ihr langsam zu den Alten gehören und „weggeräumt“ werden. Tut mir leid, dass ich so dramatisch bin – aber es ist die Wahrheit.

Deine Zeit ist begrenzt, also verbrauche Sie nicht, um das Leben anderer zu leben. Sei nicht gefangen von Dogmen, dass nur Leben nach den Überlegungen anderer Leute bedeutet. Lass nicht den Krach anderer Meinungen die eigene innere Stimme zum verstummen bringen. Und das aller Wichtigste: habe den Mut dem eigenen Herzen und der Intuition zu folgen – sie wissen schon genau, was du wirklich sein willst; alles andere ist zweitrangig.

Als ich jung war, gab es eine erstaunliche Veröffentlichung genannt „The Whole Earth Catalog“, welches eine der Bibeln meiner Generation war. Es war erschaffen von einem Kollegen names Stewart Brand nicht weit von hier im Menlo Park und er brachte es zum Leben mir seinem poetischen Touch. Das war in den späten 60-er, bevor es noch PC´s und desktop publishing gab, so wurde alles mit Schreibmaschinen, Scheren und Polaroid-Kameras gemacht. Es war sowas wie Google in Papierformat 35 Jahre bevor Google auftauchte: es war ideologisch und überfüllt mit ordentlichen Feinheiten und großartigen Gedanken.

Stewart und sein Team haben mehrere Versionen vom „The Whole Earh Catalog“ raus gebracht, bis es zum Ende kam und sie eine letzte Finale Version veröffentlichten. Es war Mitte der 70-er und ich war in eurem Alter. Auf der Rückseite der letzten Version war eine Abbildung von einer Landstraße früh am morgen; es war die Art von Landstraße an der man als Anhalter stehen würde, wenn man ein Abenteurer wäre. Darunter standen die Wörter: „Bleib hungrig, bleib töricht.“ Es war ihre finale Nachricht als sie aufgehört haben. Bleib hungrig. Bleib töricht. Und dass wünschte ich mir immer für mich selbst. Und jetzt, da ihr nun absolviert und neu beginnt, wünsche ich euch das selbe.

Bleibt hungrig. Bleibt töricht.

Vielen Dank an Alle.

Überlegen kann von Vorteil sein …

Es gab einmal einen Mann – nennen wir ihn Helmut – , der schon lange nach einer festen Arbeitsstelle suchte. Er bewarb sich, freute sich über jeden Vorstellungstermin und bemühte sich ernstlich Arbeit zu finden. Da das, was er vor langer Zeit gelernt hatte, kaum mehr gefragt war, überlegte er sich, was man sonst noch so alles machen könne und je weniger klappte, desto hektischer wurde er. Eines Tages wurde Helmut dann ein „echter Job“ angeboten …

Da er „in seinem Alter“ nach eigenen Bedenken, schon „froh sein musste, das er überhaupt etwas bekommt“, stellte er sich also als Holzfäller vor. Nun gab es Holzfäller mit Motorsägen und mit Äxten – aber alle Gerätschaften waren schon vergeben. „Da müssen sie schon ihre eigene mitbringen“ sagte der Vorarbeiter … und er tat es, obwohl seine Axt schon sehr alt war.

Am nächsten Tag lief Helmut motiviert in den Wald und schaffte es tatsächlich an einem Tag 12 Bäume zu fällen. Daraufhin holte ihn der Vorarbeiter in seine Hütte und meinte „Das ist aber wirklich gut – wenn Sie so weitermachen, dann können sie hier sicher fest arbeiten…“. Helmut freute sich und nahm sich vor am nächsten Tag nochmals alle zu überraschen und noch mehr Bäume zu fällen! Gesagt, getan und er bemühte sich am nächsten Tag ganz besonders, sodass er am Abend völlig fertig war. Er schritt die gefällten Bäume ab – und es waren nur 9. „Ach Du je…“ dachte er sich „schon am 2. ten Tag habe ich mit meiner Leistung nachgelassen, obwohl ich mich so bemüht habe. Wenn ich hier weiterarbeiten will – obwohl es für mein Alter eine echte Anstrengung ist und ich es kaum leisten kann – dann muss ich mich noch mehr anstrengen. Ich sollte einfach früher aufstehen und länger arbeiten…“

Und am 3. Tag setzte er es um, fing so früh an, dass er schon im Morgengrauen völlig übermüdet und körperlich kaum ausgeruht, mit seiner Axt die Bäume fällt. Er blieb, bis es so dunkel wurde und er nichts mehr sehen konnte. Danach zählte er die Bäume – und es waren nur 7, die er an diesem Tage gefällt hatte. „Was sollen die Leute bloss von mir denken?“ fragte er sich und hatte Angst gekündigt zu werden. „Bevor der Vorarbeiter auf mich zukommt, gehe ich lieber zu ihm.“

Am nächsten Tag war er wieder der erste im Wald und nachdem der Vorarbeiter froh gelaunt und ausgeruht eintraf, bat er ihn um ein Gespräch. „Ich habe mich so angestrengt und habe mich wirklich bemüht. Ich war sogar früher da als alle anderen und bin auch länger geblieben als der letzte… . Trotzdem konnte ich meine Leistung nicht wiederholen – ich brauche aber den Arbeitsplatz dingend.“ Das hörte sich sein Gegenüber gelassen an und sagte: „Ich habe mich schon gewundert, dass Sie sich in Ihrem Alter und mit Ihrer Lebenserfahrung bei uns beworben haben. Es war mir klar, das diese körperlich so anspruchsvolle Arbeit sicher nicht einfach für Sie ist. Scheinbar haben Sie sich ja wirklich bemüht, aber ich muss auch beurteilen, wie viel jeder einzelne schaffen kann. Nichts gegen SIE – aber es zählt ja hier die Anzahl der gefällten Bäume. Ich habe hier nur 2 Fragen an sie:

1. Wie viel Zeit haben Sie damit verbracht sich zu überlegen, was IHNEN Spaß macht und was viel eher Ihren Erfahrungen und Neigungen entspricht?

2. Wie viel Zeit haben Sie hier damit verbracht ihre Axt zu schärfen?“

Nun sackte Helmut in sich zusammen. Hatte ihn der Vorarbeiter ernsthaft gefragt, ob er sich überlegt hatte, was IHM gefällt?! Kannte er denn den Arbeitsmarkt nicht? Wusste er nicht, dass es viele Arbeitslose gab, die auf der Suche waren? Und dann die Frechheit, dass er fragte, ob er Zeit hatte, die Axt zu schärfen? War es denn nicht genug, dass er schon vor dem Hahnenschrei aufstand und im dunkeln ins Bett ging? Wurde noch mehr von ihm verlangt?!

Helmut schüttelte den Kopf, verstand die Welt nicht mehr und ging – dann musste er sich eben weiter und noch stärker bemühen …

Nun, was habt IHR aus dieser Geschichte herausgezogen? Als ich zum ersten Mal folgendes Zitat – welches Abraham Lincoln zugesprochen wird – gehört habe „Wenn ich 1 Stunde Zeit hätte einen Baum zu fällen, würde ich 45 Minuten darauf verwenden die Axt zu schärfen.„, hielt ich inne. Wo schlug ich immer wieder auf einen Baum ein ohne die Axt zu schärfen?! Was war das, was ich immer wieder versuchte, ohne einmal zurück zu treten und mir dann zu überlegen, ob es grundsätzlich gut ist, was ich da tue?!

Außerdem sehe ich immer wieder, dass Menschen sich zu etwas selbst zwingen, weil sie glauben, gar nicht anders zu können. Sie sind so auf einen bestimmten Weg fixiert, dass sie die Lösung gar nicht sehen, die ihnen das Leben bietet. Das wird Herz und Verstand geleugnet – verrückt! Wie viel Potential geht verloren, wie viel Spaß, wie viel Erfahrung wird nicht genutzt, wie viel Lebensfreude bleibt auf der Strecke, Hoffnungen und Visionen, die vergraben werden … – nur, weil ausschließlich eingefahrene Wege gegangen werden, der Mut bzw. das Selbstvertrauen fehlt und manchmal auch, weil man nicht lernen will auch wenn einen das Leben und die Umstände förmlich dazu zu zwingen scheinen!

Wo wollen wir nicht unserer Lebensvision folgen – ja verweigern sie sogar – und stellen stattdessen unsere „Vernunft“ an erste Stelle?

Wo setzen wir uns so unter Druck, dass wir gar nicht mehr dazu kommen durchzuatmen, uns Erholung und eine Auszeit zu gönnen und sind im viel zitierten Hamsterrad?

Nehmt Euch Zeit und schärft Eure Axt statt blindlinks auf das/ den Erstbesten einzuhämmern! Lasst uns schauen, worauf uns die Umstände aufmerksam machen wollen! Lasst uns gegenseitig darauf aufmerksam machen, wo wir die Hinweise des Lebens mißachten und unseren Willen/ unser Ego an erste Stelle stellen!

Denn auf dem Fluss des Lebens kann man entweder gegen den Strom schwimmen oder mit ihm auf der Welle surfen … das ist unsere Wahl!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Die Hauptaufgabe des Sponsors!

Das ist wieder einmal ein Beitrag „just for networker“. Aber auch alle anderen können dann beurteilen, ob sie „richtig behandelt“ werden und ihre Schlüsse ziehen. Also – Was ist die primäre Aufgabe eines Sponsors?! Um das zu beantworten, müssen wir etwas früher anfangen …

Die Frage, die man sich nämlich stellen sollte, ist: „Weswegen fangen die meisten Menschen in einem Network an? Was sind deren vorrangigen Ziele?“ Natürlich gibt es Menschen, die (auch) wegen neuen Kontakten, den Schulungen und Trainings, wegen der Incentives, Reisen oder „netten Menschen“ bei einem Network beginnen. Das ist aber sicherlich nicht der größte Teil.  Ich rede hier auch nicht darüber, WIE sie zum Network gekommen sind – ich rede über die Aufgaben des Sponsors. Erwiesenermaßen – das zeigt die letzte veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Michael M. Zacharias deutlich- steigen 85 % in diese Branche wegen „zusätzlichen Verdiensten/ Verdienstaussichten“ ein.

Also ist die Aufgabe eines Sponsors entsprechend den Wünschen derjenigen, die neu anfangen – und man kann bei 85 % von „der Regel“ reden – seine Downline dazu zu verhelfen, Geld zu verdienen. That´s it! MEHR NICHT!

Bitte, versteht mich nicht falsch, denn sicher sind „Zugaben“ gut und man findet auch anderweitige gemeinsame Interesensgebiete. Tolle Gespräche, befreundet sein, gemeinsame Zeiten verbringen, über Kinder oder sonstwen reden … aber alles das ist ZUGABE und gerade anfänglich in bedingtem Maße sicher gut um sich kennenzulernen – ABER NICHT SINN UND ZWECK! Wie ich das meine? Die Frage möchte ich mit einer Gegenfrage beantworten: Wenn Sie sich in einer Tanzschule anmelden – worum geht es vorrangig? Toll, wenn Sie „den Tanzehrer“ mögen, Freunde finden und auf Veranstaltungen gehen. Aber was würden Sie tun, wenn sie immer wieder in die Tanzstunden gingen, aber nie tanzen lernen würden? Wenn der Tanzlehrer mit Ihnen zwar über tanzen reden, aber nie tanzen würde?! Es ihnen nicht beibringt?! Würden Sie nicht irgendwann den Spaß verlieren?

Es sollte allen Networkern klar sein, die Menschen gesponsert haben, dass diese primär eingestiegen sind, um sich mit verdientem Geld Wünsche zu erfüllen. Sie erhoffen sich durch eine Tätigkeit in dem Network, in dem sie sind, vor allem, dass man sie fair behandelt und derjenige, dem sie sich anvertrauen, sie dahin führt, wohin sie wollen! Würden sie sich für etwas anderes interessieren, dann würden sie auch woanders hingehen!

Ja es werden sogar gesamte Downlines manipuliert, um eigene Zwecke zu verfolgen. Ob es sich um Abwerbung handelt oder darum, seine Downline auf eigene Arbeitsweisen zu „polen“ … immer sind es egoistische Motive und Menschen werden ausgenutzt! Was ich davon halte?! Schämt Euch …

Wenn ich mir aber so manche „Sponsoren“ anschaue, dann meine ich, dass es ihnen um ganz andere Dinge ginge. Anfänglich werden meist folgende Fehler begangen: Der Sponsor meint, die neuen Teampartner müssen zu Produktspezialisten ausgebildet werden, jede Woche über die Dauer von mehreren Monaten Seminare besuchen oder man meint, sich erst einmal mit ihnen befreunden zu müssen. DAS MUSS NICHT SEIN! Selbstverständlich braucht „der Neue“ Produktkenntnis und Grundlagenwissen – aber mehr nicht! Was er vor allem braucht ist Begeisterung – und damit erzielt er die ersten Erfolge; er sollte schnell sehen, dass es funktioniert. Er will bestätigt sehen, dass dieses Geschäft lohnenswert ist!

Gerade „Sponsoren“, die schon lange und auch erfolgreich dabei sind, vergessen diese Grundlagen oft. Da werden teilweise sogar „Anforderungen“ gestellt, die nichts mit der Leistung und dem Wunsch des Gegenübers, sondern ganz anderen Dingen zu tun haben. Was mir sogar ab und zu begegnet, ist, dass der Glauben thematisiert wird. Da gibt es sogar Personen, die sagen „Wenn mein neuer Partner nicht XX Glauben hat, dann arbeite ich nicht mit ihm.“ Schrecklich! Zum Thema Glauben möchte ich an dieser Stelle nur 2 Statements abgeben:

1. Glauben Sie Jesus hätte Anforderungen an die gestellt, die zu ihm gekommen sind und ihn um Hilfe baten?

2. Glaube (und Politik) gehören nicht ins Network!

Ich kann mich noch gut an den einen oder anderen Fernsehbericht erinnern, in dem es gar nicht um die Sache, sondern um „Sekten“ ging. Für solche sensationslüsternen Reporter ist es ein gefundenes Fressen – und diejenigen, die ein wenig Erfahrung haben, wissen wovon ich rede.

Selbstverständlich ist es toll, wenn sich über diesen Fakt hinaus Parallelen ergeben, wenn man sich mag, Freizeit miteinander verbringt und sich näher kommt. Es ist auch gut, wenn der Sponsor seinen  neuen Teampartner besser kennenlernt, wenn er sich für ihn interessiert um seine Wünsche, Fähigkeiten und auch Befürchtungen einschätzen kann – aber eines sollte er nicht aus den Augen lassen: Das sein Teampartner zu ihm gekommen ist, weil es sich etwas verspricht: einen Zusatzverdienst oder noch mehr … Zukunftsperspektive … materielle Absicherung und ein sorgenfreieres Leben!

Was würde passieren, wenn er diese Hauptaufgabe aus den Augen verliert?  Was würde passieren, wenn er dann einen anderen Sponsor eines anderen Networks gerät, der ihm verhilft dahin zu kommen, wohin er will? Er würde da bleiben, eventuell sogar seine „im ersten Versuch“ neue gefundenen Freunde anrufen und sagen „hier klappt es!“. Was würden sie dann wiederum tun?! Und eines sollte jedem klar sein: In diesem Fall liegt es nicht an Produkten, falschen Trainings oder Tools – es fehlte einfach an einem Fakt: Der Sponsor tut seine vorrangige Arbeit nicht!

Hört sich zwar hart an, ist aber so :-)!

Natürlich gehören Themen wie Persönlichkeitentwicklung, Menschenkenntnis, Timemanagement, Führungsaufgaben etc. später mit zur Ausbildung – aber bitteschön in erster Linie nicht vom Sponsor, sondern von denjenigen, die dazu befähigt sind! Hier spreche ich ausgebildete Trainer an, die – genau wie alle Networker – bewiesen haben, dass sie in der Praxis umsetzen können, was sie lehren.  Ich weiß auch, dass viele Networker dazu neigen, später ihre eigentliche Aufgabe zu vernachlässigen und immer mehr in die „Trainer- und Managerrolle“ zu gehen – wenn der Erfolg fehlt, sollte man sich überlegen, was die Hauptaufgaben des Sponsors ist …

Habe ich dem oder der einen oder anderen auf den vielbetretenen Schlips getreten?! Wenn ja, war es zwar absichtlich, aber sicher gut gemeint!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Ketten sprengen …

Es klingt vielleicht komisch – aber ich versuche auch aus den verrücktesten, oberflächlichsten und skurrilsten Filmen, Geschichten, Berichten, Märchen oder Anekdoten etwas heraus zu ziehen; etwas, dass mich wieder ein wenig mehr verstehen lässt, tröstet, aufmuntert oder Zusammenhänge erkennen lässt. Die gesamte (insbesondere erste) STAR-WARS- Trilogie ist ja bekannt… oder auch nur einzelne Szenen wie z.B. aus dem unbekannten Film „Three Wishes“, in dem Patrick Swayze einen Landstreicher spielt und einer Witwe mit großen Träumen sagt: „Pioniere sind manchmal einsam“ – das trifft. Oder auch Passagen in Büchern, die ich mir markiere und merke, wie etwas „in meinem System“ passiert. „Ahhh, sage ich mir – genau… so ist es!“

Lacht mich bitte nicht aus – aber einer meiner Lieblingsfilme (neben vielen anderen) ist „Der Gladiator“ mit Russel Crowe – ein Mann, der für das kämpft, was ihm das Wichtigste ist … manche Szenen kenne ich auswendig und wenn ich die Melodie höre, dann läuft es mir kalt den Rücken herunter. Der erste Teil von „Matrix“ ist ein echter Schulungsfilm… „Hinter dem Horizont“, „Wie im Himmel“, „Das Beste kommt zum Schluss“, „Die grüne Meile“, Passagen aus dem Film „Die Legende von Bagger Vance“, „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – um hier nur einige Filme zu nennen, in denen die Botschaft recht klar ist …

Ich „gebe zu“, dass ich aber genausogut Bücher von Diana Gabaldon, Hermann Hesse, Hermes Trismegistos, Die Bibel, Romane bunter Couleur, Geschichtsbücher und Memoiren bekannter und interessanter Persönlichkeiten, Sachbücher, Paulo Coelho, alte und neue Philosophen und vieles mehr lese … überall gibt es etwas zu entdecken.

Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht gelesen, wie man Elefanten zähmt und als Arbeitstiere einsetzt – auch dass kann man meines Erachtens 1:1 auf uns übertragen. Ich erinnerte mich, dass ich mich als Kind öfter gefragt habe, wie es Menschen schaffen, Tiere, die viel stärker sind als wir, zu zähmen. Hat der Tiger vor der Peitsche Angst oder ist er einfach nur faul, weil er gefüttert wird und dafür nichts tun muss? Aber warum Elefanten? Warum – so habe ich mich als Kind gefragt – bleiben sie einfach da stehen? Empfinden sie so etwas wie „Lust“, „Freiheit“ oder „eigener Wille“ gar nicht?! Ich möchte hier nicht über die Moral oder die Umstände, die Notwendigkeit oder die Vor-/ und Nachteile reden; mir geht es hier um das „Wie“. Nun, dieser Bericht klärte mich dann auf:

Bei Arbeitselefanten im Dschungel ist es so, dass sie schon als sehr kleine Tiere gefangen und eben dressiert werden müssen. Ihnen wird dann eine sehr schwere Kette um ein Bein gebunden, dass auf der anderen Seite mit einem Pflock, der tief in der Erde steckt, verbunden ist. Hier können die kleinen Elefanten, die natürlich spielen und toben wollen, nur in diesem begrenzten Radius laufen – dann kommt die Kette ins Spiel. Auch wenn sie mit aller Kraft ziehen und sie sich immer wieder bemühen – die Kette hält sie fest. Später versuchen sie es immer weniger und irgendwann einmal hören sie auf zu ziehen – sie „wissen“, dass sie nicht weiterkommen.

Nun kommt aber der eigentliche Fakt, den wir auch auf uns übertragen können. Später – wenn die Elefanten also erst einmal gezähmt sind – reicht eine dünne Kette und ein Pflock, der nur sehr oberflächlich in die Erde gesteckt wird. Sobald die Elefanten auch nur den geringsten Widerstand spüren bleiben sie stehen. Ja, bei machen ist es sogar so, dass – wenn sie den Pflock sehen und einen Ring um das Bein haben, sie gar nicht weiter gehen, als die Kette, die damals um ihre Füsse war, reichte. In ihrem Verstand/ Gehirn ist wohl ein Programm „Nur bis dahin! Weiter geht´s nicht!“ Auch nachts, wenn sie einfach in den Dschungel fliehen könnten – sie bleiben stehen …

Ist es nicht verrückt, dass sich diese Erinnerung so in ihre Gehrin gebrannt hat, dass sie es nicht einmal versuchen … das sie ihre Kraft nie für „sich“ einsetzen, sondern immer nur für ihren „Führer“ … dass die Erinnerung an die Erlebnisse von früher das gesamtes Leben überschatten?!

Wie oft sagen wir uns, dass wir etwas „nicht können“ und beweisen es Anderen sogar damit, dass wir ihnen BELEGEN, dass wir es damals probiert haben „Schau mal, ich habe sogar Bilder davon, als ich es probiert habe…“ oder „Ich habe es 19xx selbst versucht und es nicht geschafft!“. Aber auch andere Dinge, die uns meistens völlig unbewusst sind, steuern unser Leben: die viel beschriebenen Paradigmen. WARUM glaube ich, dass ich alles selbst machen muss? WARUM glaube ich, keinem vertrauen zu können? .. oder aber auch so Kleinigkeiten wie „Ich kann nicht singen..“ – WARUM?

Ganz klar: Wir alle haben früher alles Mögliche ausprobiert und sind an die verschiedensten „Ketten“ gebunden gewesen: die Eltern, Schule, Freunde, körperliche Begrenzungen, Fähigkeiten und Vieles mehr. Wir sollten in keinem Fall hier Schuldzuweisungen geben, denn oftmals waren diese „Ketten und Einschränkungen“ gut und wichtig; oder lassen sie ein Kind, das gerade laufen kann in der Fussgängerzone los, weil es „seinen eigenen Weg gehen will“?! Nein, natürlich nicht und das oft gesagte „Bleibe bei mir“ oder das „Du musst mir sagen wohin Du gehst“ zeugt oft von besorgten Eltern, die ihre 12- jährige Tochter beschützen wollen. DAS VERGESSEN WIR! Wir blenden diese Situationen und Umstände aus und erinnern uns meist nur an die „Ketten“ und Einschränkungen, an die Verbote, an die Ergebnisse.

Wie oft schrecken wir davor zurück neue Dinge zu probieren oder einfach alte Ergebnisse in Frage zu stellen und neuen Anlauf zu nehmen?! Eines sollte uns klar sein:

Wir beginnen zwar oft von Neuem, aber nie von Vorn!

Woran man eine solche „Kette“ erkennen kann? An körperlichen und geistigen Veränderungen – aber das ist ein anderes Thema…

Manche „Ketten“ sind uns aus unterschiedlichen körperlichen oder geistigen Begrenzungen gegeben. Wir können nicht so schnell laufen wie ein Gepard oder so schnell rechnen wie ein Hochleistungscomputer. Lassen wir uns aber nicht beirren: Die meisten sind selbst auferlegte Ketten – sie zu erkennen und abzulegen, das ist eines meiner größten Lebensziele um dann im nächsten Schritt Menschen dazu zu befähigen, genau dasselbe für sich zu tun! Grundvoraussetzungen: MAN MUSS ES WOLLEN

Wenn Sie also das nächste Mal zu sich selbst sagen „Ich konnte nicht, weil …“ spüren sie die Ketten – und legen sie ab!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Alle Probleme haben einen Ursprung …

… Angst! Angst hat nun viele Gesichter und versteckt sich hinter den verschiedensten Masken.

Ob es nun die Angst ist, nur man selbst zu sein, auf sich und sein Gewissen zu hören, die Angst nicht genügend zu sein, dass Andere besser, schöner, intelligenter sind, die Angst keine gute Mutter/ kein guter Vater zu sein, Angst vor Existensnöten, dem eigenen Unvermögen, übervorteilt zu werden, der Angst, dass man ausgenutzt und das Vertrauen missbraucht wird, den wahrscheinlich allen bekannten Verlustängsten, Zukunftsängste, Ängste vor Veränderungen … kaum etwas, das nicht Angst-besetzt sein kann!

Angst ist auch nicht immer schlecht. Wer keine Angst hat, ist nicht mutig, sondern dumm! Mut bedeutet unter anderem seine Ängste zu kennen und TROTZDEM überlegt zu handeln! Wenn mir in der Nacht 5 glatzköpfige, fahnenschwenkende Zeitgenossen grölend entgegenkommen und Hitlerparolen entgegenschmettern wäre ich eben nicht mutig zu rufen „Ihr Dummköpfe habt aber gar nichts verstanden…“, sondern einfach nur verrückt. Den gleichen 5 Personen in der UBahn  Nachts entgegenzutreten, wenn Sie versuchen Gewalt gegen einen Mitmenschen einzusetzen – das wäre mutig! Es wäre sicher auch nicht ungefährlich – aber MANCHMAL KÖNNEN WIR UNS DIE SITUATIONEN NICHT AUSSUCHEN in denen wir unseren Mut unter Beweis stellen sollten. … in der wir unseren Ängsten begegnen und eventuell uns selbst, unser leibliches Wohl oder unseren Job gefährden.

Ich will in keiner Welt leben, in der jeder nur an sich selbst denkt! In der es „politisch korrekt“ oder „angebracht“ wäre zu schweigen, wenn Arbeitskollegen gemobbt und Intrigen gesponnen werden. Und JA, es kann sein, dass man seinen Arbeitsplatz gefährdet,wenn man Partei ergreift. Aber eines muss uns klar sein: Wir werden es NIE vergessen, wie wir damals reagiert haben, als unsere Hilfe nötig war! Eben genau in diesen Situationen beweist sich der wirklich Mutige! Wir reden nicht darüber, ob es „clever“ ist, auch nicht, ob es „geschickt“ oder „vernünftig“ ist- wir reden hier von Angst und Mut!

Angst hat auch immer damit zu tun, in der Illusion zu leben, dass man verletzt werden kann. Auch hier rede ich nicht von „körperlichen Verletzungen“, die man uns natürlich zufügen kann. Auch von den seelischen Schmerzen … . Aber schauen wir uns das doch einmal näher an: Können wir WIRKLICH seelisch verletzt werden, oder ist es nicht nur die Illusion einer möglichen Zukunft die platzt – oder die Projektion dessen, was wir wünschten statt genau zu sehen, was ist?! Seelisch kann uns nichts und niemand wirklich verletzen – außer wir uns selbst! Das – bitteschön – hat nun GAR NICHTS damit zu tun, dass wir uns abschotten und nichts mehr fühlen sollen. NEIN, genau das Gegenteil! Statt dann aber den Schmerz zu unterdrücken, zu versuchen, ihn zu negieren, sollten wir ihn durch uns fließen lassen um dann zu erkennen, DASS UNS NICHTS VERLETZT HAT! Wir haben Erfahrungen gesammelt – Ja; wir haben uns von Vorstellungen verabschieden müssen – Ja … aber wirklich verletzt wurde nur unsere Eitelkeit!

Angst ist das Gegenteil von Liebe. Liebe ich also mich, meine Verfehlungen, meine Stärken und Schwächen, meine „Spleens“ und „Macken“, kann über mich selbst lachen, sehe Fehler ein, lasse  mir beitragen und bin offen – dann, ja dann werde ich immer mehr feststellen, dass Angst ein Gefängnis des Geistes ist! Und die vielbeschriebene Hölle ist kein Ort, sondern ein Bewusstseinszustand, in der die Angst regiert!

Wir werden immer mit Ängsten konfrontiert und können uns in jeder Situation neu entscheiden! Die zentrale Frage, die unser König wieder einmal stellen würde (für die Insider des MinisterSpiels): Übernimmt die Angst das Regiment, oder will sie uns nur warnen? Bleibe ich der König oder räume ich meinen Posten?! Der „positiv-Denker-Fraktion“ sei noch gesagt, dass es überhaupt nichts nützt, den „Angstminister“ gegen den „Rosarote-Brille-Minister“ auszutauschen…

Manche  haben solche Angst Fehler zu machen, dass sie sich selbst lähmen! Denen sei gesagt: Aus einer gewissen Perspektive ist das, was wir tun, immer ein Fehler! EGAL, was wir tun – sicher wird es Menschen geben, die genau das, was wir jetzt tun, als Fehler ansehen! Fehler wiederum sind aber Bestandteil unserer gemachten Erfahrungen – ohne Fehler keine Unterscheidung von dem, was für einen selbst Gut und Richtig ist! Und wir alle wissen eines: sind es nicht die größten Fehler, aus denen wir am mesten gelernt haben?! Also gibt es keine Fehler – es gibt nur Erfahrungen, die wir gerne machen (das nennen wir dann Erfolg) und welche, die wir nicht gerne machen (die wir dann als Misserfolg ansehen).

Eine weitere Angst, die bei vielen Mesnchen latent vorhanden ist, ist die, nicht gemocht zu werden – und auch daraus ergeben sich große Probleme! „Gemocht zu werden“ heisst aber für die meisten Menschen „mein Gegenüber sollte meinen Idealen und Vorstellungen einer Lebensführung entsprechen, die ich gut finde“. Aber ist das wirklich wichtig? Deswegen „mögen“ sich auch so viele Leute, wenn sie das tun, was der Führer tut, wenn sie das tun, was alle tun. Stellen sie etwas in Frage, werden sie auf einmal nicht mehr gemocht… . Das hat aus meiner Perspektive nichts mit echtem „mögen“ zu tun, sondern mit simpelster, stupider Manipulation, die allerdings gerade bei Vielzahl von Menschen ankommt – leider!

Wenn wir mit uns selbst einig sind, wenn wir wissen was wir wollen, dann kennen wir keine Angst und dann ist es auch auch egal ob man uns für das „mag“ was wir tun – oder ob wir uns die Erlaubnis von anderen einholen müssen! Fragen Sie mal ein Elternteil, ob es Angst hätte auch im Winter in den Fluss zu springen um das eigene Kind zu retten… .

Es gibt einen tollen Filmausschnitt aus dem Hollywoodfilm (der auf eine wahre Geschichte basiert) „Coach Carter“ Unsere tiefste Angst ist es nicht …, den ich allen Lesern ans Herz lege. Dieses Zitat wird Nelson Mandela zugeschrieben … schauen Sie es sich an.

Wenn wir also auch im neuen Jahr trotz aller guten Vorsätze wieder einmal Angst haben, dann sollten wir den Verstand einschalten, es registrieren, die Angst nicht unterdrücken sondern mit ihr in Kommunikation gehen (z.B. durch die ganz simple Frage „Angst, was willst Du mir gerade jetzt zeigen? Wie kann ich gerade jetzt wachsen?“) und beherzt voranschreiten.

Voltaire hat einmal gesagt: „Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.“ Also – lasst uns lächend den Herausforderungen entgegentreten und gemeinsam wachsen.

Im diesem Sinne allen Lesern ein tolles, erfolgreiches und erkenntnisreiches 2011!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)