Ent-Scheidungen!

Auf dem Weg zur Führungskraft gibt es viele Kreuzungen. Diese Lebens-entscheidenden Situationen sind nicht nur Test´s ob man wirklich den geplanten Weg gehen will, sondern auch Chancen innezuhalten, zu überdenken, zu reflektieren. Gleichzeitig beinhalten sie die Gefahr stehen zu bleiben oder im Kreis zu gehen. Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus?

Gerade erlebe ich wieder so eine Situation, in der es für eine Entscheidung fast identische Für´s und Wider´s gibt. Kennen Sie das? Sie müssen in die ein oder andere Richtung gehen und jeder Weg hat etwas für sich?! Da kann man ja verrückt werden – was soll man tun? Und wenn man dann noch eine Person ist, die es am liebsten Allen Recht machen möchte, dann ist man wirklich in einer scheinbar ausweglosen Situation – irgendeinen enttäuscht man immer. Es wird umso „haariger“ je mehr Menschen es betrifft …

Was kann man also in einer solche Situation tun? Da gibt es nur eines: sich in Ruhe hinsetzen, das „Adenauer- Kreuz“ (das ist eine Technik, in der man in die Mitte des Blattes einen Strich zieht und auf die eine Hälfte das aus seiner Sicht Positive und auf der anderen das vermeidlich Negative auflistet um sich möglichst klar darüber zu werden wie ein „Pro“ und ein „Contra“ aussieht, wenn man eben diese Entscheidung trifft) sorgfältig ausfüllen – und dann eine Ent-Scheidung treffen! Natürlich sollte man – wenn dies Auswirkungen auf Organisationen hat – es mit einem ausgewählten Kreis von Führungspersönlichkeiten besprechen; aber es bleibt dabei: es muss eine Entscheidung getroffen werden hinter der dann alle Beteiligten stehen! Nichts schlimmer als die Leute, die im Nachhinein unken und meinen „Ich habe doch gleich gewusst, dass die andere Lösung besser gewesen wäre…“.

Nun kommen – nach Verkündung der Entscheidung – die unterschiedlichsten Menschen auf den Entscheidungsträger zu, um ihn umzustimmen, da natürlich und selbstverständlich jeder seine Interessen vertritt und auch gute Argumente hat. Wie gesagt: Es gibt Situationen, in denen beide Wege gangbar gewesen wären… . Jetzt ist es aber wichtig zu der (gemeinsamen) Entscheidung zu stehen! Ja, Sie sollten die Menschen anhören und klar kommunizieren, dass dies auch eine Variante wäre – aber es ist nicht die, die man sich entschlossen hat zu gehen.

Wo liegen nun die Gefahren?

1. Ich kenne Führungskräfte, die dann wieder und wieder die getroffene Entscheidung überdenken. „Ich habe neue Erkenntnisse…“ oder „Die Argumente von XY sind nicht von der Hand zu weisen…“ JA, das kann alles stimmen – aber IRGENDEINEM TRITT MAN IMMER AUF DIE FÜSSE WENN MAN ENTSCHEIDUNGEN TRIFFT! Statt nun beherzt den Weg zu gehen, den man sich entschieden hat zu gehen, kommt man immer wieder an die gleiche Kreuzung …

2. Die getroffene Entscheidung ist keine wirklich „Scheidung“. Was soll damit gemeint sein? Ganz deutlich: Wenn ich mich für A entschieden habe, dann sollte ich B vergessen! Viele schwanken immer noch, hadern mit den verpassten Chancen, die sich (vermutlich) ergeben hätten, wenn man den Weg B gewählt hätte. Das ist vergeudete Energie! Das ist wie sich selbst zu schwächen, sich selbst seiner fokussierten Energie zu berauben … und birgt das Potential und die Sicherheit, sich selbst unglücklich zu machen . Das tritt in vielen Lebenssituationen auf; egal ob es der Beruf, die Partnerschaft oder der Kauf des Autos ist.

Viele wollen die „Vorzüge“ der Partnerschaft, aber das Leben eines Singles führen – DAS GEHT NICHT!

Viele wollen Führungskraft sein und es Allen Recht machen – DAS GEHT NICHT!

Viele wollen erfolgreich sein, aber ihr Verhalten nicht ändern – DAS GEHT NICHT!

Viele wollen im Network Karriere machen, haben aber gleichzeitig Bedenken die dafür notwendigen Schritte zu gehen (und begründen das oft auch sehr unterhaltsam und scheinbar logisch), aber – DAS GEHT NICHT!

Wir alle kennen das Sprichwort: Wer A sagt, muss auch B sagen! Oder: Wer gackert muss auch Eier legen J! Genau das ist damit gemeint … ZIEHE ES DURCH!

3. Bei Teamentscheidungen sich selbst einen Ausweg lassen, indem man die gemeinsam getroffene Entscheidung boykottiert bzw. nicht mit voller Kraft am Strang zieht (und das auch in die gleiche Richtung)! Besonders „lustig“ sind die „Vögel“, die dann im Nachhinein sagen „Das wusste ich doch…“ – so etwas liebe ich L; man kann auch sagen „Selbsterfüllende Prophezeiung“.

Bei einer Teamentscheidung ZIEHT MAN VOLL AN EINEM STRANG, AUCH WENN MAN VORHER ANDERER MEINUNG WAR! Sonst ist man keine Führungskraft, sondern ein Egomane, selbstherrlich, kein Teamplayer – ein sich im Glanz der eigenen Sonne darstellender selbst-verliebter Gockel.

Eines muss ich hier deutlich sagen: Es geht nicht darum, dass man seine Entscheidungen nicht überdenken sollte, wenn neue und entscheidende Faktoren dazugekommen sind – das nicht zu tun wäre fatal! Es geht darum, Dinge durchzuziehen und ab einem selbst gewählten Zeitpunkt das „Wenn und Aber“ einfach wegzulassen! Die Frage „Was wäre, wenn…“ ist in diesem Zusammenhang Zeitvergeudung, Luxus und dient der Schaffung des eigenen Unglücks!

Wenn ich vor solchen Kreuzungen stehe entsprechen meine Werte dem inneren Kompass, mein Verstand dient der Abwägung der möglichen Konsequenzen, meine Intuition (nicht die Erfahrung – ganz wichtig) einer möglichen Zukunft und mein Gefühl dient mir als Kraftquelle und ist Überprüfer meiner Lebensvision in der Form, als das es sich fragt „Ist es mein Weg?“

Einmal entschieden (wie gesagt: ohne das neue, ENTSCHEIDENDE Faktoren dazugekommen sind oder sich geändert haben) gehe ich den Weg kraftvoll und beherzt mit allen Konsequenzen.

Würden das viele Networker tun, würden sie ihren Erfolg vervielfachen!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Ein Kommentar zu „Ent-Scheidungen!

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