Arbeitsweisen im Network – was geht und was nicht?!

Um es vorweg zu nehmen: Es geht so gut wie alles! Ich rede hier selbstverständlich nicht von den Methoden, die (gesetzlich) nicht erlaubt sind. Darunter fallen z.B. Heilaussagen, unseriöse Verdienstversprechen und vieles mehr. Nun ist es aber ein ungeschriebenes Gesetz im Network, dass man gerade für diejenigen Berater, die neu einsteigen und starten (wollen) EINE Arbeitsweise hat, die möglichst einfach und unkompliziert ist und zugleich schnell positive Resultate bringt. WIE nun diese Arbeitsweise aussieht ist höchst unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab – genau darüber wollen wir hier einmal sprechen …

In meiner über 30- jährigen Aktivität in der Branche habe ich nicht nur die unterschiedlichsten Arbeitsweisen (scheitern) gesehen, sondern für mich auch herausgefunden, was sie denn nun erfolgreich macht – und was sie scheitern lässt. Was verstehe ich nun unter „Arbeitsweise“? Es ist die Beschreibung der Tätigkeiten, die man ausführen sollte, um im Network erfolgreich zu sein – das „WHAT to do“! Dieses „what to do“ ist von enormer Wichtigkeit, damit „der Neue“ weiß, was er tun sollte und ist etwas, was überall zu finden ist. Denn kennen Sie irgendeinen Beruf, eine Sportart etc. in der das nicht der Fall ist? Nein, also gilt es hier auch: Tue es SO und es wird klappen!

Ich rede hier auch nicht von den unterschiedlichen Persönlichkeiten, die dieses „what to do“ mit Leben füllen. Und da sind wir gleich bei einem der wichtigsten Punkte, denn die Technik WAS getan werden sollte, kann nie die persönliche und emotionale Ebene ersetzen, das „how to do“ – das WIE. So ist von ausschlaggebender Bedeutung mit Begeisterung vorzugehen – WIE DIESE BEGEISTERUNG aussieht, dass wiederum bestimmt die Persönlichkeit. Oft habe ich auf Trainings gehört „Ich bin nicht der Typ, der laut ist, der begeisternd in der Runde seine Meinung kund tut…“ Das ist auch gar nicht entscheidend, denn unser Gegenüber MERKT, ob Sie selbst begeistert sind oder nicht. Das kann durchaus auch eine „leise Begeisterung“ sein. Ein kleines Beispiel?! Können Sie sich erinnern, als Sie bis über beide Ohren frisch verliebt waren? WIE haben Sie da über Ihren Partner gesprochen?! … genau das ist IHRE PERSÖNLICHE BEGEISTERUNG!

Es gibt nun die unterschiedlichsten Konzepte WAS getan werden muss – wichtig ist hier, WIE es ausgeführt wird! Der Erfolg des WAS ist also abhängig davon WIE es gemacht wird. So gibt es verrückte – ja teilweise komplizierte und kaum nachvollziehbare Systeme und Arbeitsweisen – die so lange funktionieren, wie die Begeisterung im Spiel ist. Andererseits kann ein einfaches, Erfolg-erprobtes und nachweislich gutgehendes System nicht mehr funktionieren, wenn das WIE nicht mehr stimmt, die Begeisterung nicht mehr gelebt wird und Zweifel gestreut werden.

Das ist einer der ganz großen Risiken: Hier wird über das WAS diskutiert, weil das WIE nicht mehr stimmt. Erfolgreiche Systeme werden gekippt, weil sie nicht mehr mit Leben gefüllt werden! Das ist genauso blödsinnig, als wenn man Autos austauscht, nur weil man nicht fahren kann bzw. will! Manche kommen nun darauf, nur „mit einem bestimmten Auto fahren zu können“ – also sich ein „System zu basteln“, was auf einen persönlich zugeschnitten ist. Was dann anfänglich passiert, ist, dass wieder Begeisterung da ist (das WIE stimmt) und man deshalb glaubt, das diese Arbeitsweise besser ist – ein wahrhaft teurer Trugschluss!

Noch viel schlimmer ist, wenn Führungskräfte nun meinen, erfolgreiche Konzepte zu ändern, weil sie ihnen persönlich nicht mehr entsprechen, Vorgehensweisen „verbieten“ und sagen „ab sofort geht es da lang…!“. Was dann passiert, ist, dass Anfänger verunsichert werden, nicht genau wissen WAS sie zu tun haben, dadurch wird das WIE (z.B. die Begeisterung) geschwächt, der Erfolg bleibt aus – und es heißt dann: Network funktioniert nicht oder noch schlimmer: „Das ist nichts für mich…“ .

Wesentlich ist also, dass sich die Führungskräfte auf EINE ARBEITSWEISE einigen und die dann mit Leben gefüllt wird.

Später, wenn Erfolge da sind, Sicherheit vorhanden und die Basis gefestigt ist, kann man durchaus Führungskräften auch andere Konzepte und Arbeitsweisen mit an die Hand geben – niemals sollte man damit aber die Basis belasten. Es ist wie in der Schule und jedem anderen Beruf: erst gilt es die Grundfertigkeiten zu erlernen, sie zu übern, sicher zu werden und sie fast „im Schlaf zu können“, bevor man sich anderen Möglichkeiten nähert. Manche arbeiten mit Websites und neutralen Büchern – andere arbeiten mit Gesundheitsvorträgen oder widerum andere ausschließlich mit Firmenpräsentationen. Alles das ist möglich und kann erfolgreich sein – wenn es GELEBT wird und MIT LEBEN GEFÜLLT wird! Selbstverständlich gibt es Arbeitsweisen, die „moderner“ und Erfolg-versprechender sind, ja; und nochmals: Das WIE ist entscheidender!

Oftmals vergessen Führungskräfte wie wichtig diese Basis ist, vergessen, wie sie selbst erfolgreich geworden sind und angefangen haben und verunsichern Andere, weil sie eigene Konzepte durchsetzen wollen. Die Downline fühlt sich „hin- und hergerissen“, ist verunsichert, weil sie nicht weiß, was besser ist… . Es ist wie der Streit zwischen Mutter und Vater, bei dem das Kind nicht weiß was es tun soll, weil man sich nicht einig ist: Vorsichtshalber tut man dann mal gar nichts.

EINIGKEIT ist also eines der Schlüsselworte. Ein Beispiel:  jedes Kind beginnt in der Schule Kreise zu malen, lernt in vorgegebenen Linien zu schreiben, lernt erst einmal das kleine 1 x 1, bevor es an den Rechenschieber geht und später den Taschenrechner bedient. Ja, es ist sogar Grundvoraussetzung erst einmal das „kleine 1 x 1“ zu lernen, bevor der Rechenschieber ordnungsgemäß bedient werden kann.

Fatal wäre es zu meinen, weil man ja nun selbst mit Taschenrechner umgehen kann, dass Anfänger nicht mehr Kreise malen sollten und in vorgegebenen Linien das Schreiben lernen.  Fatal wäre, Kindern nun einen Stift in die Hand zu drücken (und sogar hier zeigt man, wie er idealerweise gehalten wird um dann später seine Eigenarten selbst zu entwickeln) und zu sagen „Eigentlich braucht ihr das alles nicht …!“ – denn: ES IST EIN LERN- und ENTWICKLUNGSPROZESS, bei dem es keine Abkürzungen gibt!

Jedes Kind, jeder Berufsschüler wäre verunsichert, wenn ihm nicht ein Gerüst an die Hand gegeben wird, das ihm zeigt, wie er Erfolg hat. „Halte die Säge so, damit Du am wenigsten Kraft brauchst…“, „Für diesen Haarschnitt nimmst Du am besten ein Rasiermesser statt die Schere…“, „Damit dieser Rundbogen hält, muss folgende Statik und Bauweise eingehalten werden…“ . Was würde passieren, wenn man dem Lehrling sagt „Du es gibt unterschiedlischte Möglichkeiten zu bauen, es gibt die verschiedensten Materialien, es gibt Mörtel, Kleber und vorgefertigte Wände, es gibt Bauten mit Keller und Tiefgaragen, ohne Keller, ein- oder mehrstöckige Häuser, Fertighäuser und Baumhütten, Holzhäuser mit Lehm und passgerechten Balken etc. . Statt Dir aber die Grundbegriffe zu lehren, zeige ich Dir, wie man Luftschlösser baut, weil mir das die liebsten Bauten sind….“ Ist das eine seriöse Ausbildung zum Maurer?!

Also: Schaut Euch an wie es die Erfolgreichen machen (denn das ist meist duplizierbar und funktioniert), lasst Euch nicht ablenken und wenn es nicht klappt schaut eher auf EUER WIE als das System – denn meist liegt da „der Hase im Pfeffer“! 🙂

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

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Ein Gedanke zu “Arbeitsweisen im Network – was geht und was nicht?!

  1. Hallo Dirk,

    danke für Deine klaren Worte. Die meisten Sponsoren sind sehr gut darin, ihren Leuten zu erzählen WAS sie machen sollen, versäumen es jedoch meistens ihnen zu erklären und auch vorzumachen, WIE sie es machen sollen. Ein duplizierbares System ist vonnöten, das möglichst über Jahre nicht grundlegend geändert wird und das Verlässlichkeit erzeugt.

    Die meisten Menschen sind auch nicht coachingfähig – oder anders ausgedrückt zu cool dafür, ein bewährtes Rezept zu befolgen.

    Deswegen sagen viele Network Marketer, dass Network Marketing ein „sorting business“ ist, ein Sortier-Geschäft. Die Verantwortung eines Sponsors besteht darin, die Leute nicht erst einzuschreiben und dann zu sortieren, sondern zu sortieren und dann die coachingfähigen und wahrhaft motivierten Network Marketer, die ein starkes Erfolgsverlangen beweisen einzuschreiben. Und die anderen eben nicht.

    Beste Grüsse

    Oliver

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