Mentale Stärke ist erlernt, nicht ererbt!

Was unterscheidet Gewinner vom Verlierer? Eine Frage, die sich Viele stellen …

James Loehr (nicht zu verwechseln mit Jörg Löhr)  ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Sporttrainer. Er hat hier sehr interessante Ansätze, die ich einmal grob darstellen möchte, da sie auf viele Bereiche anwendbar sind:

Die Basis seines Athletic Excellence Training, kurz AET, ist:

1. Mentale Stärke ist eine erlernte, keine angeborene Fähigkeit

2. Der entscheidende Faktor für mentale Stärke ist Beständigkeit.

James Loehr: „Bei Spitzensportlern ist es eine Konstellation mentaler Fähigkeiten, von denen alle erlernt sind – sie sind charakteristisch für innerlich starke, ausdauernde Wettkämpfer. Ein solcher Sportler ist selbst-motiviert und selbst-bestimmt positiv aber realistisch hat Kontrolle über seine Gefühlszustände ist auch unter Druck ruhig und entspannt ist energiegeladen und handlungsbereit entschlossen mental hellwach und fokussiert hat ein unerschütterliches Selbstvertrauen und übernimmt Verantwortung.

Alle großen Sportstars verkörpern diese besondere Art der mentalen Kraft und Stärke. Eine Kraft, die sehr wohl über die Grenzen ihrer natürlichen Anlage und ihres natürlichen Könnens hinausgeht. Es ist eine feine Grenzlinie, welche die wenigen, die es schaffen, von den Tausenden trennt, die es nicht schaffen. Der entscheidende Faktor ist immer der gleiche: Ihre Innere Stärke macht den entscheidenden Unterschied aus.“

James Loehr: Der Kampf mit sich selbst „Jeder ist sich selbst der härteste Gegner und den Kampf mit sich selbst bedeutet harte Arbeit und stellt die höchste Herausforderung dar. Man muss sich im klaren sein, dass einem dieser Sieg jeden Tag gelingen kann. Wie man den Wettstreit mit sich selbst gewinnt? Ganz einfach, indem man die folgenden drei Fragen eindeutig mit JA beantworten kann:

1. Ich habe alles gegeben und mich hundertprozentig eingesetzt.

2. Ich habe mir selbst gegenüber eine überwiegend positive, gesunde und optimistische Haltung bewahrt.

3. Ich habe die volle Verantwortung übernommen. Sowohl über das, was ich tat und das, was ich nicht tat.

(keine Schuld dem Wetter, den Eltern, der schlechten Ausrüstung, dem Gegner noch irgendetwas anderem gegeben.) Man muss sich im klaren sein, dass einem dieser Sieg jeden Tag gelingen kann.“

Loehr fand heraus, dass Sportler und professionelle Schauspieler viel gemeinsam haben. „Das Markenzeichen großer Schauspieler ist es, Gefühle zum Leben zu erwecken – immer und überall – genauso, wie das Drehbuch verlangte. Selbstvertrauen, Wut oder Trauer, Freude, Schwäche, Angst oder Übermut – aber auch Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Souveränität und Konzentration. Genauso geht es großen Sportlern. Sie können den Selbstsicheren spielen Sie haben die Kraft, vor allem die positiven Gedanken und Gefühle zu kultivieren, die so förderlich für unsere Leistung sind.

Körperlich hat das viel mit Haltung zu tun: Keine sichtbare Erschöpfung, keine hängenden Schultern, keine Angst und keine negativen Gefühle. Dafür absolute Konzentration, Kompetenz, Selbstvertrauen, eine Menge positiver Energie und Präzision.“

Loehr trainierte zahlreiche Spitzensportler (z.B. Martina Navratilowa), aber auch bekannte Baseballspieler, Boxer und Golfer. Seine Trainings besuchten aber auch das FBI, Investitionsbanker oder die Spitzen von Estee Lauder. So kam Gabriela Sabatini kam mit 19 Jahren zu ihm, weil sie sich Sorgen machte und befürchtete, ihre Karriere ging bereits jetzt zu Ende und sie hätte das Beste bereits hinter sich. Loehr arbeitete mit ihr zunächst an ihren Gefühlen und an ihrer geistigen Einstellung. Er riet ihr, sich auf dem Platz zu freuen, zu lächeln oder sich selbst anzufeuern, ihre Spannkraft, Lebendigkeit und Intensität zu erhöhen. Er riet ihr möglichst oft so auszusehen, wie sie sich gerne fühlen würde. Loehr schnitt ihr ein Videoband zusammen, dass sämtliche Höhepunkte enthielt, Szenen, an denen sie in Hochform war – und kaufte ihr auch gleich einen kleinen Videorecorder, damit sie es immer und überall ansehen konnte.

Nach vier Monaten eines solchen Trainings feierte sie ihren ersten Grand-Slam-Titel und besiegte im US-Open Steffie Graf. Dann stoppten die Eltern das Training, wechselten den Trainer weil sie Angst hatten, dass ihre psychologische Schwäche bekannt würde. Mit dem Erfolg, dass sie noch weitere vier großartige Monate spielte, bis sie schließlich wieder nur noch Mittelmaß spielte.

Trainer und Athleten sind der Überzeugung, dass etwa 50 – 70 Prozent eines guten Spiels das Ergebnis mentaler und psychologischer Faktoren ist. Fragt man sie jedoch, wie viel Prozent der Trainingszeit sie darauf verwenden, so berichten sie, dass die Quote bei 5 – 10 Prozent liegt. Oft wissen sie nicht so richtig, was oder wie sie trainieren sollen.

Anmerkung von Dirk: Hier sind wir nun schon wesentlich weiter und alles das ist durch unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen beleg- und beweisbar. Die zentrale Frage ist aber: Sind die Menschen auch dazu bereit es zu „trainieren“? Sind sie bereit an diesen „weichen Faktoren“ zu arbeiten und Wege zu gehen, die sie bisher nicht gehen konnten/ wollten oder die ihnen einfach nicht bekannt waren?! Das ist eine entscheidende Frage – nicht nur für Sportler, sondern auch für Networker, Selbständige und alle anderen, die größere Erfolge erzielen wollen, als sie bisher erreicht haben!

Fazit: ES geht – aber wer geht den Weg?!

Mit den besten Wünschen

Ihr/ Euer

Dirk Jakob

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3 Gedanken zu “Mentale Stärke ist erlernt, nicht ererbt!

  1. …ich lese die Blog´s sehr gerne, aber jetzt möchte ich diese doch schon gerne regelmäßig und immer aktuell bekommen !!
    Grüßle
    Karin

  2. Ja, Du hast Recht. Es geht, wenn man bestimmte Schalter im Kopf einfach mal umkippt.Es ist nicht immer leicht. Aber wenn man es ständig trainiert wird es Tag für Tag besser!Danke für diesen Bericht.

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