Ich kann grad nicht …

Kennen Sie das? Da sagt Ihnen ein neuer Teampartner, was er alles erreichen will, … dass er sicher mehr verdienen wird, als diejenigen, die er kennengelernt hat, … dass er WIRKLICH Karriere machen möchte, … dass es ihm schlecht geht und er wirklich etwas tun muss, … dass er in jedem Fall in 12 Monaten 2.000,- € verdienen möchte (worauf Sie ihm erwidern, dass das kein Problem sei, wenn er sich nach ihrem Plan richte was er sofort bejaht), … dass er nun endlich das Richtige gefunden habe … usw. – und dann kann er grad nicht, wenn etwas Wichtiges ist.

Das Leben bietet viel und ich möchte hier nicht be- und auch nicht verurteilen. JEDER hat Prioritäten im Leben und Zeit ist etwas, was uns der liebe Gott wirklich ganz „kommunistisch“ gleich gegeben hat: 24 Stunden haben wir alle pro Tag; nicht mehr und nicht weniger! Die zentrale Frage ist nur, WOFÜR ich diese Zeit nutze/ einsetze. Zu sagen „Ich habe keine Zeit…“ ist also nichts anderes als „Dafür nehme ich mir keine Zeit…“ – denn Zeit haben wir alle … 24 Stunden am Tag … aber da waren wir ja schon.

Was ich anfänglich nie verstanden habe, war, dass jemand das eine sagt und etwas anderes tut. So fragte ich mich „Wie kann es sein, dass er sagt, dass er Geld verdienen möchte, dass er Ziele hat, dass er ihm wirklich schlecht geht – und er dann ständig sagt, dass er keine Zeit dafür hat, dass zu ändern?“ Ich konnte es nicht verstehen (das im Einzelnen war einer meiner letzten Blogs mit dem Titel „Was soll ich bloß tun …“) und habe mich selbst geärgert. Mittlerweile mache ich das viel weniger, denn ich habe gelernt zu akzeptieren das Menschen das eine sagen und das andere tun. In dem Zusammenhang sagte mir einmal einer meiner Lehrer „Dirk, beurteile Menschen nicht nach dem was sie sagen, sondern nach dem, was sie tun!“ Das hat mir geholfen …

Aber wehe dem, man hat es angesprochen… . Da war sofort eine Ausrede da, sofort kam der unverständliche Blick „Wie kannst Du nur..!“. Wichtig ist es hier nicht emotional zu reagieren und in die Beschuldigung zu gehen, sondern wirklich einen kühlen Kopf zu behalten und simpel aufzuzeigen, wie die Konsequenzen sind. „Weißt Du, wenn Du zu den Trainings nicht kannst, dann wirst Du nicht lernen, wie Du Deinen Weg erfolgreich einschlagen kannst… .“ oder „Wenn Du mir sagst, dass Du wieder einen Termin absagen musst, weil gerade … , dann frage ich mich, wie wichtig Dir das ist, was Du mir anfänglich gesagt hast?!“ Beispiele gibt es viele … .

Wenn ich mich bei Trainings den Anwesenden vorstelle, dann erzähle ich oftmals kurz „meine Geschichte“ die in etwa (zusammengefasst in Stichworten) so lautet: vor über 30 Jahren ins Network eingestiegen, 10 Jahre in meinem ersten Network mit über 100.000 Partnern, dann mein erstes Buch geschrieben („Das 1 x 1 des Network-Marketing„), anschließend Trainings für ein amerikanisches Network um dann in den Vertieb zu gehen um zu zeigen, dass das, was ich trainiere auch funktioniert um dort in den folgenden 10 Monaten 18.000 Leute in meiner Linie aufzubauen und die höchste Position zu erreichen, Geschäftsführer eines Networks zu werden usw. . Was glauben Sie, wie viele Teilnehmer große Augen machen, wenn ich diese Zahlen sage, meine Verdienst anspreche („monatlich 6-stellig – und nicht mit einer 1 davor… :-)“) – die Kinnladen kippen nach unten … . Und dann sage ich (zumindest bei dem Training „Menschen gewinnen“): „Ich zeige Ihnen in den nächsten 6 Stunden, wie ich das gemacht habe..!“ Alle schreiben eifrig mit, lachen, haben Erkenntnisse, üben und nehmen sich viel vor.

Bis zum nächsten Termin, zu dem man dann 200 km fahren muss, oder die Oma Geburtstag hat, oder der Lieblingsverein gerade im Champions League Viertelfinale spielt oder man eben bei dem Produkt doch nicht die Wirkung hat, die man sich versprochen hat … oder, oder, oder. Dann kommt die erste Ausrede und der Kreisel dreht sich nach unten. Welcher Art diese Ausrede ist, kann unterschiedlich sein und ist auch von Typ zu Typ verschieden – das Ergebnis ist aber immer gleich: Man schafft sich selbst eine Ausrede, dass man das, was man sich vorgenommen hat, nicht erreichen kann … und dafür eben gute Gründe hat. Interessant ist nur, dass es Bereiche gibt, wo wir für uns selbst keine Ausreden gelten lassen …

Ein Beispiel: Sie gehen spazieren und stellen nach einer gewissen Zeit fest, dass Sie dringend mal auf die Toilette müssen. Was machen Sie? Wenn Sie ein Smartphone mit den entsprechenden Apps haben suchen Sie im Umfeld nach einer Gaststätte, Sie fragen in Kaffee´s ob sie einmal die Toilette benutzen dürfen (… und nun stellen Sie sich vor, man würde Ihnen sagen „Nur für Gäste“ – würden Sie sich davon abhalten lassen?!) … Sie TUN ALLES, weil Sie ja „müssen“, denn wenn Sie keinen Platz finden, laufen Sie ja für Andere sichtbar mit dem Ergebnis durch die Gegend. Würde Ihnen das wirklich passieren? Wahrscheinlich nicht – irgendeine Möglichkeit würden Sie finden – (warum nochmals:)weil Sie ja „müssen“. Sie lassen sich einfach in bestimmten Dingen nicht beirren!

Was glaubt ihr denn, wie es diese wirklich Großen und Erfolgreichen der Branche geschafft haben? Ich kann es sagen: durch INTENSIVES ARBEITEN, INSPIRATION, Fokussierung auf das Wesentliche und MASSIVEN ZEITEINSATZ! Hier kann ich nur von mir reden und sagen, dass ich die ersten 10 Jahre JEDE Woche Dienstag von 19.00 – 23.00 Uhr, Donnerstag von 18.00 – 24.00 Uhr Livetrainings gehalten habe, später kam dann noch der wöchentliche Mittwoch von 19.30 – 23.00 h und der 14- tägige Samstag dazu (ganztägig) … und das waren nur die Tage, an denen ich Präsentationen und Startertrainings gegeben habe. Ein wenig gearbeitet (in Form von Teampartnergewinnung, Durchführung von Kundenterminen mit Abschlüssen (oder auch nicht), Orgabetreuung etc.) habe ich an den anderen Tagen auch noch. Wenn mir dann also jemand sagt „Ich kann nicht jede Woche einen fixen Termin einhalten – da könnte ja mal was dazwischenkommen…“ – dann muss ich innerlich lachen!

Die Frage ist doch: Wozu ist mein Gegenüber committed/ verpflichtet? Wozu hat er sich verpflichtet und vor allem WO LIEGEN SEINE PRIORITÄTEN?

Wenn also jemand sagt „Ich kann grad nicht weil ..“ dann weiß ich, dass er zwar erfolgreich werden MÖCHTE, aber nicht wirklich WILL. Auf meinem ersten Training – und das war im Juni 1979 – war der erste Satz, den ich aufgeschrieben habe „Ich kann alles erreichen, was ich wirklich will!“ Ohhh …. wie platt – dachte ich mir. Aber dieser Satz hat mich mein Leben lang begleitet und oftmals stellte ich mir die Frage (und ich tue es heute immer noch): Was ist das, was ich WIRKLICH will? Was bin ich bereit für das Ziel, was ich mir gesteckt habe, zu geben?

Oder auch – um es auf den Punkt zu bringen: Welchen Preis bin ich bereit zu bezahlen, um mein Ziel zu erreichen?!

Träume haben viele! Visionen haben wenige … und die dann in die Realität zu bringen – das schaffen nur diejenigen, die bereit sind, den entsprechenden Preis zu zahlen.

Ihr/ Euer

Dirk Jakob

PS: Haben Sie sich einmal überlegt, welchen Preis Sie für (Ihre) Nachlässigkeit zahlen? Haben Sie sich einmal überlegt, wie viel besser es Ihnen gehen würde, wenn Sie Ihren Schweinehund an die Leine legen könnten? Haben Sie schon einmal überlegt, was Sie es kostet, sich NICHT für Ihre Wünsche & Träume einzusetzen und wie teuer es ist, den Fernsehapparat jeden Abend laufen  zu lassen? Welchen Preis sind Sie bereit zu zahlen, um das Leben zu führen, das Sie sich schon immer gewünscht haben? – ohne irgendwelche Ausreden, was es „eigentlich“ gar nicht braucht?!

Denn eines muss uns klar sein: WIR ZAHLEN IMMER EINEN PREIS – die Frage ist, ob uns das gefällt, was wir bekommen, denn die 24 Stunden gehen Tag für Tag vorbei ….

2 Kommentare zu „Ich kann grad nicht …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s