Informationsfluss

Eines der wichtigsten Themen im Network ist die Promotion – und damit verbunden der Informationsfluss. Nun sind diejenigen, die in dieser Zeit networken und sich ein Geschäft aufbauen klar im Vorteil, denn sie haben SO viele Medien, die es früher nicht gab. Denke ich an meine Anfangszeit zurück, gab es keine Handys und keine SMS, kein PC und keine Mails, keine Websites, Blogs oder Telefonkonferenzen, keine Webmeetings und Videokonferenzen; wir waren schon froh, wenn wir einen auf der Schreibmaschine geschriebenen Brief kopieren konnten (Tipp Ex war mein ständiger Begleiter). Heute setze ich in Minuten eine Mail auf oder erstelle einen Verteiler und schreibe eine SMS an Dutzende von Menschen, wobei diese Kosten wesentlich günstiger sind als damals die Briefmarken … .

Darum soll es aber heute nicht gehen – wir unterhalten uns heute darüber welche Informationen wann und an wen geteilt werden (sollten). „Eigentlich“ ist das ganz einfach in der Branche des Network/ Empfehlungsmarketing: „Von oben nach unten“!

Egal ob es nun um die Einladung zu einem besonderen Event geht, um Schulungen und Trainings, Einladungen zu Videokonferenzen/ Onlinepräsentationen, zu Firmenveranstaltungen oder um den Hinweis auf besondere Bücher, Filme oder andere Informationen – mein Rat ist: VERSTÄRKEN SIE den Promotioneffekt, weisen Sie auf die Dringlichkeit eben genau dieser Sache hin und geben Sie anderen die Chance, sich zu informieren.

Gerade hier werden oft viele Fehler gemacht, denn es wird be- und gewertet, aussortiert und nach eigenem Gutdünken entschieden was weitergeleitet wird oder nicht. „Ich war schon auf dem Vortrag – warum soll ich da noch einmal hin oder meine Bekannten/ Downline informieren? Denen habe ich das auch schon 2 Mal geschickt….“ oder eine noch egoistischere Variante „Der Sprecher gefällt mir nicht – das werde ich nicht weiterleiten…“.

Warum ist das so schädlich und auf Dauer „Downline-tötend“? Ganz einfach: Weil sich alles dupliziert und irgendwann die Menschen auch in Ihrer Linie aussortieren und nach eigenem Gutdünken nur das weiterleiten, was sie persönlich für gut und förderlich empfinden? Aber so funktioniert das System nicht, denn diese Veranstaltungen, Informationen oder Trainings müssen ja nicht in erster Linie IHNEN gefallen, sondern sollen Ihrer Downline helfen! JEDER sollte sich das heraussuchen, was ihm gerade passt – und da wir ja wissen, dass Menschen auf unterschiedliche Anlässe verschieden reagieren, nehmen sie denjenigen die Chance, sich genau an so einem Anlass (den Sie vielleicht nicht mögen und weitergeleitet haben) genau den „Kick“ zu holen, den er gebraucht hätte.

Es gibt aber noch eine Steigerung… . Und das ist, wenn nicht nur die Informationen der Upline nicht weitergeleitet werden, sondern man sich nun selbst in der Lage sieht, eigene Wege zu gehen, um andere Anlässe zu promoten. Interessanterweise sind diese Menschen dann ärgerlich, wenn man deren Infos nicht weitergibt. Umständlich beschrieben? Dann will ich es anders darstellen: „Von ganz oben“ – nennen wir sie Führungskraft A – wird ein Event beworben, den Sie an ihre Downline weitergibt. In der Hierarchie unter ihr gibt es nun eine  Führungskraft (sicher können es auch mehrere sein) – nennen wir sie B – die nun entweder den Sprecher oder das Thema nicht mag, und nun einfach den Informationsfluss blockiert. Ihre gesamte Downline – die eventuell aus Hunderten oder Tausenden von Partnern besteht – bekommen nun diese Information nicht. Können Sie sich nun vorstellen, dass es Menschen gäbe, die aber GENAU SO EINEN Anlass gewünscht oder gebraucht hätten um weiter zu kommen?! Selbstverständlich! Also ist unsere Person B ein Erfolgsverhinderer statt ein Erfolgsförderer (was ja eine Upline eigentlich sein sollte). Setzt B nun ein „eigenes“ Meeting an und gibt das weiter, beginnt etwas, was in einer Zersetzung der „ganzen Familie“ endet. Warum? Klar: aus egoistischen, selbstherrlichen und eigensinnigen Motiven.

Das wird sich duplizieren, denn irgendwann denkt sich C – in der Downline von B – „Was der kann, kann ich auch…“ und überlegt sich etwas Eigenes. So ziehen sie nicht mehr alle an einem Strang, die Anziehungskraft wird exponentiell weniger und alle wundern sich, warum es nicht mehr den früheren Erfolg gibt! Das ist aber ganz klar zu erklären, denn wir wissen alle, dass die Summe der einzelnen Kräfte mehr ist als ihre „Einzelteile“. Die Sogwirkung sinkt immer mehr und wenn die Einzelpersonen nicht feststellen, dass es (symbolisch) nicht nur um DEREN EIGENEN TELLER geht, sondern den ganzen Tisch, dann passiert das, was schon bei so vielen passiert ist: Streit, Einzelgängertum und der massive Abfall der vorherigen Erfolge.

Interessanterweise schauen aber gerade diese Personen dann nicht auf sich und ihr Verhalten, sondern finden ganz schnell andere Gründe „mangelndes Engagement“, „schlechter Internetauftritt“, „fehlendes Material“ oder, oder, oder – die Liste ist lang! Es soll sogar solche Leute geben, die das alles nicht wirklich interessiert, weil ihr eigenes Geschäft ja immer noch so läuft, dass sie davon gut leben können. Lassen Sie mich jetzt bitte nicht sagen, was ich davon halte … .

Genau aus diesem Grunde ist ja auch eine echte Führungskräfteentwicklung so unendlich wichtig und wertvoll. Denn irgendwann kommen Networker und Führungskräfte mit Sicherheit in diese Situationen – warum sollen Sie sich dann nicht beitragen lassen?! Das machen ALLE Führungskräfte in ALLEN Bereichen der Wirtschaft – nur im Network gibt es welche, deren Eigensinnigkeit und „Recht haben“ so groß ist, dass sie damit Hunderte von Existenzen bedrohen. Sie merken, dass mich das Thema berührt, weil eben so viel Leid und „Mißerfolg“ verhindert werden könnte … .

Ein Beispiel: Wenn Sie eine Boutique hätten – würden Sie ausschließlich die Kleidungsstücke in den Farben und Größen kaufen, die Ihnen passen? Selbstverständlich nicht, denn Sie wollen Ihren Kunden das geben, was DENEN passt und gefällt. Ich persönlich sehe in eng anliegenden Shirts eher lustig aus – aber meine Söhne tragen es gerne und es sieht gut aus!

Irgendwann werden Sie sehen und erkennen, warum Ihre Führungskraft A eben so gehandelt hat. Es ist nur verständlich, dass das nicht Jeder sofort erkennt und versteht. A muss nicht immer der- oder diejenige sein, der/ die in der Hierarchie „ganz oben“ steht – ich spreche hier von A als die Person, die den größten Erfolg hat!

Denken Sie aber daran: Als Networker sind Sie also „Boutiquebesitzer“ – zeigen Sie allen was sie haben, auch wenn es Ihnen nicht steht, nicht passt oder sie das Teil sogar unschön finden. Sicher gibt es eine Person, der genau dieses Teil gefällt und die sie damit glücklich machen; und damit haben Sie einen neuen (Stamm-)Kunden gewonnen!

In diesem Sinne überlegen Sie sich das nächste Mal, wenn Sie das nächste Mal denken „…das finde ich jetzt aber nicht gut…“ ob es nicht Menschen in Ihrer Downline gibt, die genau das interessiert!

Viel Erfolg und Wachstum!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

 

5 Kommentare zu „Informationsfluss

  1. wenn nicht nur die Informationen der Upline nicht weitergeleitet werden, sondern man sich nun selbst in der Lage sieht, eigene Wege zu gehen. Führungsschwäche ??? Diese Frage stelle ich mir dann doch auch.

  2. Das ist wohl so … was aber wenn die Upline in der Vergangeheit Dinge tat, die sich negativ auf das gesamte Team ausgewirkt hat und kein Vertrauen mehr da ist?

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