Wachstum – wie geht das?!

Expansion bedeutet, „größer“ bzw. „mehr“ zu werden. Dies ist auf den ersten Blick mehr als nur simpel – auf einer anderen Ebene sollte man sich aber fragen, was Wachstum nach sich zieht bzw. voraussetzt. So z.B. die berechtigte Frage: Wie soll ich auf einer persönlichen Ebene wachsen, wenn ich mich nicht entwickele? Wie kann ich in ein Glas mit 0,2 l Inhalt 0,3 l Wasser füllen? Wie soll es möglich sein, mehr Menschen für sich und seine Idee zu gewinnen, wenn ich nicht „größer werde“. Was heißt größer werden? Es heißt nicht imer „mehr tun“. Obwohl das sicher für viele Menschen gilt – denn sie wachsen eben dadurch – das sie mehr tun.

In jedem Fall ist es schon einmal gut „mehr“ zu tun als nötig ist, als man vorher getan hat, sich zu engagieren, aktiv zu sein. Vor allem ist es dann auch wichtig „anders“ zu tun, denn was nützt es immer das Gleiche zu tun, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse herauskommen? Aber das scheint für viele Menschen äußerst schwer zu sein: ihre Gewohnheiten und die Art und Weise WIE etwas getan wird, zu ändern. Aber gerade da liegt anfänglich der Schlüssel um einen erfolgreicheren Weg einzuschlagen. Viele wollen zwar „mehr“, aber selbst bestimmen wie dieses „mehr“ zu Stande kommen soll, sie wollen Vorgehensweise und „das wie“ slbst bestimmen. Logischerweise ist das natürlich zum scheitern verurteilt und es nützt nichts viel „Falsches“ zu tun… .

Im Laufe der Zeit – und das wird Jeder feststellen – reicht „mehr tun“ dann aber nicht mehr aus. Man ist an die „Grenzen des 0,2 l Glases“ gekommen. Hier gilt es nun neue Kenntnisse zu erwerben, seine persönlichen Grenzen auszuweiten. Diese Grenzen sind höchst individuell – wir bezeichnen sie oft als „Komfortzone“. Wie nun diese Komfortzone aussieht, kann man persönlich daran erkennen, was einem selbst schwer fällt (zu tun) – und auch das ist meistens individuell – in einigen Dingen aber gleich. Während es für den einen sehr schwer fällt in seine Ruhe zu gehen, zu ent-spannen, ist für den anderen das Gegenteil der Fall – für ihn fällt es schwer sich unter Spannung zu setzen, an-gespannt zu sein. Dem Einen fällt es leicht mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen – dem Anderen schwer. Und Vielen fällt es schwer, vor fremden Menschen offen und selbst-bewusst zu sprechen.Die Grenzen unserer Komfortzone ist also leicht feststellbar: man fühlt so, als wenn man „etwas nicht könnte“, einen bestimmten „Schmerz“ oder eine „Angst vor…“ – alles das zeigt auf wo man gerade in diesem Bereich wachsen kann!

Hier gibt es die verschiedensten „Krücken“, indem man in verchiedene Rollen schlüpft, die man kennt. WACHSTUM bedeutet hier aber nicht die Verbesserung der Rollenspiele zu lernen, sondern hinter den Vorhang der Rollen zu schauen – sein Charisma auszubauen, während manche für den gleichen Prozess sagen: sein „Licht“ mehr leuchten zu lassen.

Wachstum auf lange Sicht hat auch immer etwas mit den verschiedenen Bereichen zu tun, in denen man tätig ist. Ob es nun die Verbesserung/ Erweiterung bestehender Produktsortimente ist, die Erleichterung der EDV/ Verbesserung der Software für den Vertrieb, das Schaffen eines Umfeldes, welches das Arbeiten der Mitarbeiter leichter macht und sie sich wohl fühlen – letztendlich aber sicher auch – und das ist meiner Erkenntnis nach der wichtigste Punkt für ein Unternehmen – die Entwickung des „Human Potential“.

Es gilt also – wie oben angeführt – das Bestehende zu verbessern, auszubauen und sich bewusst zu machen, über welche Fähigkeiten man bereits verfügt und wie man sie BEWUSST und GEZIELT einsetzt; dies ist der noch leichtere Part. Wenn man aber Wachstum/ Expansion/ größere Erfolge beobachtet, erkennt man aber (in fast allen Unternehmensbereichen), dass MENSCHEN die wichtigste Schaltstelle sind. Jedwedes Team – ob im Sport oder in der Wirtschaft, in den Einzeldisziplinen oder innerhalb eines Teams – wird um „Schlüsselspieler“ aufgebaut. Parallel wird versucht andere Spieler zu entwickeln, ihr Leistungspotential zu vergrößern. Und dieses „mehr“ an Leistungspotential liegt außerhalb des/ der bekannten Wissens/ Fähigkeiten der betroffenen Personen. Aus diesem Grunde haben ALLE Spitzenkräfte Menschen als Trainer, Coaches oder Mentoren um sich gescharrt, die ihnen helfen/ spiegeln, das „Unbekannte“ zu entdecken. Bildlich gesehen geht es also darum: Wir brauchen – um uns selbst zu betrachten – für gewisse Stellen einen Spiegel, Jemand der uns hilft, uns zu erkennen! Oder haben Sie sich schon einmal selbst zwischen die Schulterblätter oder in die Augen geschaut ohne ein Hilfsmittel zu benutzen?!

Neben dieser „Spiegelung“ sind aber noch andere Dinge wichtig:

  1. Der Wille und das Commitment Desjenigen, der sich in die Hände des Coaches/ Mentoren/ Trainers begibt.
  2. Das Vertrauen der Personen zueinander.
  3. Die Absicht beider Parteien, auch in „Krisenzeiten“ (meint: wenn sich der Betroffene außerhalb seiner Komfortzone befindet und von ihm `unmögliche´ bzw. `nicht erkennbar sinnvolle´ Aktivitäten gewünscht werden – oder auch wenn es für den Betroffenen so `unangenehm´ wird, dass  er sich lieber einen anderen `Coach´ holen möchte, der ihn/ ihr mehr `passt´, also mehr in sein Denk-/ Verhaltensschema passt) zusammen zu arbeiten. Gerade dann ist meiner Meinung nach wichtig, „am Ball“ zu bleiben. Oftmals wird hier aber der leichtere Weg gegangen und die Gecoachten suchen sich eine Person, die mehr „ins eigene Denk- und Verhaltensschema“ passt. Somit stockt die Entwicklung, denn der eigentliche Sinn der Tätigkeit dieser Person ist ausgehölt!
  4. Offenheit und Wahrhaftigkeit beider Personen.

„Wachstum“ kann aber meiner Ansicht nach auch kaum einseitig geschehen, wenn sie wirkungsvoll und anhaltend sein soll. Um das vielbeschrieene Wort „Ganzheitlichkeit“ hier her zu nehmen, trifft es aber den Punkt. Viele kommen zu mir und sagen „Ich will mehr Geld verdienen“ oder  „Wie werde ich erfolgreicher?“. Selbstverständlich kann man Aktivitäten planen um auf Teilbereichen besser zu werden, mehr Geld zu verdienen oder auch mehr Anerkennung zu bekommen – aber in der Regel geht das immer auf Kosten eines anderen Lebensbereiches. Setzen Sie z.B. mehr Zeit für Ihre Karriere ein, leidet die Zeit, die Sie mit der Familie verbringen.

Es geht bei Wachstum also nicht nur um ein „mehr an…“, sondern um eine Kompetenzerweiterung, ein persönliches „stretching“, eine Erweiterung des eigenen Spielfeldes. Es geht darum sich über die eigenen – kaum selbst erfassbaren – Grenzen hinwegzusetzen. Nur so ist dauerhaftes Wachtum möglich …

Dabei wünsche ich Ihnen/ Euch viel Erfolg!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

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2 Gedanken zu “Wachstum – wie geht das?!

  1. Zum Thema „die persönlichen Grenzen erweitern und dazulernen“. Das ist auf jeden Fall gut, aber man muss es richtig betreiben. Denn man kann es auch übertreiben 😉

  2. Ich lese zu den Artikeln fast alle Kommentare.
    Manche berühren mich (wie blöd ist das denn), manche bestärken mich direkt (genau so). Grundsätzlich steht mir jedoch keine Wertung zu, denn meine eigene Reaktion auf die Kommentare ist natürlich ein Spiegel meiner selbst. Wenn ich meine Reaktionen beobachte, kann ich mich einordnen und meine Komfortzone ausloten.
    Zu einigen Artikeln gibt es keine Kommentare. Die würden zu persönlich ausfallen. Das ist eine Grenze, die viele Menschen nicht überschreiten möchten und auch nicht werden. Oder, der Artikel wird gar nicht verstanden. Ich nehme mich da nicht aus.

    Dass mir dieses bewusst ist, liegt nur an einem Coaching,
    Dirks Sprechertraining.

    Alle anderen Reaktionen vorher auf meine Person, mein Handeln, waren
    Reaktionen von mir bekannten Personen. Von Menschen die ich meinerseits bereits „bevorurteilt“ hatte. Da sind die Spiegel blind, bzw. nicht zu erkennen.

    Heute sehe ich, dass es den Meisten genau so ergeht. Sie können den Spiegel nicht erkennen weil sie es nicht wollen. Niemand überschreitet freiwillig seine Grenze. Viele Menschen sind allerdings auch von sich so eingenommen, dass sie keine andere Meinung zulassen, sofort alles tun, damit sie selbst im Recht sind, in dem sie anderen Unrecht geben.
    Mir ergeht es oft auch immer noch so. Nur, dank meines Trainings erkenne ich es häufig und mir steht es unverhofft frei einen 2. Anlauf zu nehmen.

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