Am Geld liegt es nicht …

nomoney

Vorab: Ich weiß, dass das ein „heißes Thema“ ist und die Geister werden sich daran scheiden … . Aber kommen wir zum Thema: Wie oft haben wir die Entschuldigung, dass wir „dafür kein Geld haben“ schon benutzt?!

Egal worum es geht: sich neue Zähne anfertigen zu lassen, eine Idee zu realisieren oder sich sonst irgendeinen Wunsch zu erfüllen… . Fest steht Eines: am Geld liegt es nicht!

Ohne hier auf die Bedeutung des Geldes näher einzugehen, wissen wir alle, das Geld ein Ergebnis ist: das Ergebnis von Bemühungen, einem gekauften Los, einem Erbe oder einer „glücklichen Heirat“ etc.. Ich möchte hier auch nicht auf „Glücksfälle“ eingehen – und auch nicht auf andere „Zufälle“ und deren Bedeutung – mir geht es darum, dass „Ich habe dafür kein Geld“ oftmals als Ausrede genommen wird und genau dieses Phänomen einmal unter die Lupe zu nehmen. Selbstverständlich kann man sich den Urlaub nicht leisten, seine Kinder nicht auf eine bestimmte Schule schicken, Häuser finanzieren etc. wenn man es nicht bezahlen kann. Aber woran liegt es denn dann? Woran liegt es, wenn wir uns etwas „nicht leisten können?“

Es ist leicht alles auf „die Umstände“, mangelnde Ausbildung, keine Zeit oder fehlende Perspektive zu schieben. Fest steht aber auch, dass – unter „bestimmten Umständen“ – das alles keine Rolle mehr spielt. Auf einmal hat man „dafür“ Zeit, Geld oder man eignet sich das fehlende Wissen an! Und es ist auch klar, dass wir uns dagegen wehren, denn es ist wesentlich einfacher Ausreden zu präsentieren, die dann auch noch bei der Allgemeinheit anerkannt wird. Warum das so ist? Weil es ein Spiel ist, dass 95 % der Menschen spielen!

„Sage Du mir nicht was Du wirklich  über mich denkst – dann schweige ich auch zu dem, was ich wirklich von Dir halte…“ – hört sich böse an, ist aber oftmals so. Ja noch nicht einmal die Floskel „Wie geht es Dir?“ ist in den meisten Fällen ernst gemeint… . Stellen Sie sich einmal vor, dass JEDER dem Sie diese Fragen stellen, eine wirklich ehrliche Antwort geben würde … . Floskeln über Floskeln – Oberflächlichkeit reiht sich an Oberflächlichkeit und Lüge an Lüge. So auch bei einem heiklen Thema „Dafür habe ich kein Geld!“

Lassen wir uns doch einmal ehrlich in den Spiegel schauen und uns die Frage stellen: Stimmt das wirklich? … liegt es wirklich am Geld?

Liegt es am Geld das wir die genmanipulierten Lebensmittel kaufen statt die teureren Bio-Lebensmittel – oder liegt es eher daran, dass es uns das nicht wert ist?!

Liegt es am Geld das wir uns lieber mit Arzneimitteln vollstopfen und vom pharmagläubigen Arzt kostenlose Rezepte verschreiben lassen – oder liegt es eher daran, dass wir uns eine teure wirksame alternative Heilmethode nicht leisten wollen und lieber Arzneien schlucken statt unseren Lebensstil und Essgewohnheiten zu ändern?

Liegt es am Arbeitsamt dass wir keinen Job bekommen und auf Drittmittel angewiesen sind – oder liegt es daran das wir uns nicht nach einer anderen beruflichen Perspektive umschauen, nicht umziehen oder Neues ausprobieren wollen?

Liegt es am Geld, dass wir uralte Autos mit hohen Abgaswerten fahren statt umweltfreundlichere mit weniger Umweltbelastung – oder sind wir zu träge über den Arbeitstag hinaus Geld zu verdienen, damit wir es uns leisten können und uns die Umwelt hier einfach mehr oder weniger egal ist?

Liegt es an den Umständen, dass wir das Leben führen, das wir gerade führen – oder eher daran, dass wir entschlossen haben diesen Weg zu gehen, auf neue Chancen zu verzichten weil uns das Alte zu vertraut ist, weil wir uns nicht verändern wollen, weil wir einfach sauer sind, dass das Geplante nicht geklappt hat, weil uns etwas versprochen aber nicht eingehalten wurde … weil wir einfach zu faul sind uns zu ändern?!

Eines meiner Kinder hatte angeblich ADSH und 3 Ärzte haben es bestätigt. Ihm wurde Ritalin verschrieben, er wurde aus dem Kindergarten und der Schule geworfen – ich habe nie daran geglaubt und nach alternativen Methoden gesucht und sie später auch gefunden. Seit 11 Jahren hat er diese Droge nicht mehr genommen und er hat sich prächtig entwickelt – kein Mensch käme auf die Idee, dass er jemals diese Diagnose gestellt bekommen hat. Wir haben damals alle Zelte abgebrochen, sind 300 km umgezogen und haben viele Jahre intensiv mit Unterstützung am gemeinsamen Ziel gearbeitet Wir WISSEN aus Studien, dass 9 von 10 Kindern, die diese Art Medikament verschrieben bekommen es nicht bräuchten, wenn man anders mit ihnen umgeht – aber trotzdem ist es für die meisten Eltern einfach bequemer die „Pille“ zu verabreichen… .

Hier einmal einige Fakten (da kann Jeder draus machen was er will), die ich im Netz gefunden habe:

Eric Harris, 17 Jahre alt (zunächst auf Zoloft, später Luvox) und Dylan Klebold, 18 Jahre alt (Amoklauf in der Columbine-Schule in Littleton, Colorado), töteten zwölf Schüler und einen Lehrer und verwundeten 23 weitere, bevor s…ie sich selbst erschossen. Klebolds medizinische Unterlagen sind der Öffentlichkeit nie zugänglich gemacht worden.

Jeff Weise, 16 Jahre alt, waren 60 mg Prozac pro Tag verschrieben worden (dreimal so viel wie die übliche Einstiegsdosis für Erwachsene!), als er in Red Lake, Minnesota, auf seinen Großvater, dessen Freundin und viele Mitschüler schoss. Anschließend erschoss er sich selbst. Ergebnis: Zehn Tote, zwölf Verwundete.

Cory Baadsgaard, 16 Jahre alt, Wahluke (Washington State) High School, war auf Paxil (das bei ihm Halluzinationen hervorrief), als er ein Gewehr in seine Highschool mitbrachte und 23 Klassenkameraden als Geiseln nahm. Er selbst kann sich an den Vorfall nicht erinnern.

Chris Fetters, 13 Jahre alt, tötete seine Lieblingstante, während er Prozac einnahm.

Christopher Pittman, zwölf Jahre alt, ermordete beide Großeltern, während er Zoloft einnahm.

Mathew Miller, 13 Jahre alt, erhängte sich in seinem Schlafzimmerschrank, nachdem er sechs Tage lang Zoloft eingenommen hatte.

Kip Kinkel, 15 Jahre alt (auf Prozac und Ritalin), erschoss seine Eltern im Schlaf, ging dann in die Schule, eröffnete das Feuer, tötete zwei Klassenkameraden und verletzte 22 weitere, kurz nach Beginn der Behandlung mit Prozac.

Luke Woodham, 16 Jahre alt (Prozac), tötete seine Mutter und anschließend zwei Schüler, verwundete sechs weitere.

Michael Carneal (Ritalin), 14 Jahre alt, eröffnete während eines Schulgebetstreffens in West Paducah, Kentucky, das Feuer auf Schüler. Drei Teenager wurden getötet, fünf weitere verletzt.

Bei einem jungen Mann in Huntsville, Alabama (Ritalin) brach eine Psychose aus, er tötete seine Eltern mit einer Axt, ermordete eines seiner Geschwister und hätte fast noch ein zweites umgebracht.

Andrew Golden, elf Jahre alt (Ritalin) und Mitchell Johnson, 14 Jahre alt (Ritalin) schossen auf 15 Menschen, töteten vier Schüler, einen Lehrer und verwundeten zehn weitere.

TJ Solomon, 15 Jahre alt (Ritalin), Schüler einer Highschool in Conyers, Georgia, eröffnete das Feuer auf seine Klassenkameraden, verletzte sechs von ihnen.

Rod Mathews, 14 Jahre alt (Ritalin), erschlug einen Klassenkameraden mit einem Baseballschläger.

gefunden bei Chrissy Wendt

Liegt es an der Diagnose der Ärzte, der wir vertrauen (wollen) und damit unseren Kindern (und meist und selbst) die Eigenverantwortung nehmen – oder viel eher daran, dass wir uns selbst, unseren Erziehungsmethoden, unseren Zeitplan etc., ändern müssten und es eigentlich nicht wollen?!

Nach großen beruflichen Erfolgen mit jedweder finanzieller Freiheit, eigenem Flugzeug, mehreren Autos, Wohnungen etc. folgte eine Zeit des Stillstandes – Jahre der Entbehrung, der Frustes und der Beschuldigung. Wie leicht wäre es gewesen damals aufzugeben, zu behaupten das andere Schuld sind (was mir sogar das Gericht bestätigt hat). Meine Kinder und meine Frau haben mir den Antrieb gegeben weiterzugehen … .

Liegt es an den Umständen wenn wir aufgeben, den Kopf in den Sand stecken und uns hängen lassen – oder den fehlenden Zielen, der Motivation wieder neu anzufangen und das Alte zu begraben … egal ob es gut oder schlecht war?!

Es liegt nicht am Geld – es liegt an unseren Entscheidungen, an unserem Einsatz, an unseren Zeilen und damit verbunden an unserem Engagement!

Ich weiß auch, dass es manchmal nicht einfach ist – aber das hat auch keiner gesagt! Wir sind aber einen RIESIGEN Schritt weiter, wenn wir schon einmal in die Selbstverantwortung gehen, uns für unser Leben weder entschuldigen noch beweihräuchern und mit den billigen Ausreden aufhören „das wir dafür kein Geld haben!“ Fangen wir doch einmal an, nur uns selbst die Wahrheit zu sagen – dann ist der erste und damit wichtigste Schritt gegangen!

Dabei wünsche ich viel Erfolg!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

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11 Gedanken zu “Am Geld liegt es nicht …

  1. Klingt hart, ist jedoch wahr. Danke Dir Dirk für diesen Beitrag, der sehr zum Nachdenken anregt; ist ja der 1. Schritt … !!

  2. Ein toller Beitrag Dirk… Hart empfinde ich ihn nicht… aber er fordert sicher dazu auf in den eigenen Spiegel zu schauen….

  3. Ein guter Beitrag -im Prinzip.

    Sie könnten mir aber einen erheblichen Gefallen tun beim nächsten Artoikel. Ich müsste mich jetzt gegen ein Dutzend Sätze wheren, in denen Sie beschreiben, was „wir“ alles tun oder lassen. Ich müsste jetzt jeden einzelnen kopieren und drunter schreiben „ich nicht“.

    Dieses vereinnahmende „wir“ ist lästig und sehr ärgerlich.

    1. Das finde ich eine gute Antwort – im Prinzip 🙂

      Sollte „man“ schreiben „Sie“ oder „Ihr“ – das ist ein direkter Angriff … schreibt „man“ dann „Ich“ – beziehe ich alles auf mich und kann vieles nicht schreiben. So ist das „Wir“ die ALternative, bei der sich jeder heraussuchen kann, ob es ihn (be-)trifft oder nicht.

      Für einen alternativen Vorschlag bin ich dankbar …

      1. Im Journalismus gibt es einen alten Lehrsatz, der da lautet: Artikel mit „ich“ und „wir“ kann jeder. Das stimmt auch, allerdings gibt es gerechtfertigte Ausnahmen davon, würde hier aber zu weit führen.

        Ein „wir“ als pluralis majestatis, gegen das ich mich wehren muss, ist so ärgerlich, dass ich Seiten, die das oft nutzen, nicht mehr besuche. Natürlich ist es manchmal schwieriger, Formulierungen zu finden, die passender sind. „Die Mehrzahl aller Menschen“ oder „die Hälfte“ muss man halbwegs quantifizieren können, um es zu benutzen.

        Die Formulierung „Wer das so sieht, der …“, ist in jedem Fall treffender. Oder „Menschen, die …“ ist eine Alternative. So gäbe es noch viele Beispiele. Braucht etwas mehr Mühe und kostet Zeit, aber diese „wir-Vereinnahmung“ ist schrecklich (und auf Schreibstil bezogen immer die Dünnbrett-Version).

  4. Lieber Dirk Jakobs,
    auch in Deutschland sind alle Amokläufer von Schülern auf diese Medikamente zurückzuführen, Erfurt, Memmingen…usw. Auf Anfrage dazu hat die Bundesregierung keine Antwort gegeben. Keine Antwort ist auch eine Antwort!

  5. Lieber Dirk, ich danke Dir für diesen wirklich guten Artikel. Darüber zu diskutieren, ob wir , ihr, du, ich, Sie,-))…. finde ich hier einfach fehl am Platze,weil es einfach nur ein Spiegel ist, wie „wir“ darauf ´reagieren, mir ist das gar nicht aufgefallen, sondern ich habe mehr auf den Inhalt geachtet udn das ist mir wichtig: DER ist einfach klasse und so wahr. Ich danke dir für diesen Blog und werde ihn gern ans Team weiterleiten. Dir einen herrlichen Tag! Liebe Grüße Ulrike Schüttpelz

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