Der Schlüssel zum Lebenserfolg

erfolg

Was erfolgreich macht – darüber rätseln seit ewigen Zeiten die unterschiedlichsten Menschen. Denn es ist nicht so einfach … . So z.B. die Frage: Sind die Attribute „glücklich sein“ und „erfolgreich sein“ miteinander verwoben oder gar unabdingbar miteinander verbunden? Wir reden hier sicher nicht von dem Fall, dass jemand sagt „Da habe ich Glück gehabt“ sondern viel eher von einem Zustand des „glücklich seins“ … .

Fakt ist, dass es bestimmte Dinge braucht um erfolgreich zu sein. So sind es aber nicht die so viel beschriebenen und scheinbar „zufälligen“ Merkmale wie Intelligenz, Herkunft, Elternhaus oder Reichtum, sondern ganz andere Merkmale, die auf den ersten Blick nicht so relevant erscheinen: da stehen z.B. das Thema Selbstdiziplin und –beherrschung mit an vorderster Stelle. Es gibt ja den berühmten Marshmallow-Test, von dem sicher schon Viele gehört haben. Wenn nicht – hier eine kurze Zusammenfassung:

1968 führte ein amerikanischer Psychologe Walter Mischel einen Test mit 700 Kindern durch, denen er (unter anderem) einen Marshmallow anbot und gleichzeitig sagte „Wenn Du hier wartest bis ich wiederkomme und du den Marshmallow nicht aufgegessen hast, dann schenke ich Dir einen zweiten dazu.“ Nun wurden die Kinder sich selbst überlassen und man beobachtete sie: Wer kann nicht warten um sie sofort zu essen? Was tun die Kinder um sich abzulenken? Wer kann abwarten und auf den schnellen Genuß verzichten um dann später mehr zu bekommen? … und dann wurden diese Kinder über viele Jahre beobachtet um man stellte fest, dass die Kids, die sich schon früh in Selbstbeherrschung und Disziplin übten, auch später im Leben erfolgreicher wurden.

Anfänglich ging man noch davon aus, dass es wie eine Art „Gedulds-Gen“ gäbe – aber später rückte man immer mehr davon ab. Es wurde untersucht und viele unterschiedliche Ergebnisse präsentiert. Man stellte z.B. fest, dass Kindern die länger an der Mutterbrust gestillt wurden, eher Ausdauer hatten; oder das Kinder mit eher finanziell abgesicherten und erfolgreichen Vätern das auch konnten. Wenn aber Mütter eher erfolgreich waren – dann konnten sie sich schlechter in Verzicht üben (wahrscheinlich liegt es daran, dass dann die Mütter weniger Zeit mit den Kindern verbracht haben). Die Kinder, die sich in Geduld geübt haben, hatten hinterher bessere Schulnoten, waren selbstbewusster und hatten auch bessere Universitätsabschlüsse. Alle diese Studien zeigten, dass eben die Fähigkeit einer schnellen Versuchung zu widerstehen und auf den kurzfristigen „Lustgewinns“ zu verzichten, essentiell sind, um später erfolgreicher zu sein.

Was diese Studien allerdings nicht aussagen, ist die Fähigkeit sein Verhalten anzupassen, denn sonst wäre ja keine Weiterentwicklung möglich! Also können auch Kindern, die früher eher nicht abwarten konnten sich später als Jugendliche und Erwachsene ändern. SICHER spielt da das erlernte Verhalten eine wesentliche Rolle und auch hier ist wieder die Elternrolle mit entscheidend. Also: Was machen wir unseren Kindern vor? Hier nochmals der Hinweis: Lasst uns nicht so viel Zeit in Erziehung stecken – die Kinder machen uns sowieso alles nach 🙂 . Egal wann: WIR KÖNNEN ES LERNEN!

Aber auch die Werbung spielt uns immer wieder vor: Jetzt … Sofort …. Warum warten wenn Du es gleich haben kannst?! Jetzt konsumieren später zahlen … . Das bedeutet, dass wir in einem Umfeld leben, das uns eher dazu „erzieht“ nicht geduldig zu sein um den sofortigen Lustgewinn zu haben. Wozu das führt wissen wir: Die Eigenverantwortung rückt immer mehr in den Hintergrund, es waren noch nie so viele Jugendliche und junge Erwachsene verschuldet wie heute und statt den Muskel der Ausdauer zu trainieren werden Pillen verschrieben. Wem damit geholfen ist – darauf kann sich jeder selbst einen Reim machen!

Mit ist auch klar, dass das, was ich schreibe, nicht unbedingt populär ist. Es gibt ein sehr gutes Buch von Nobelpreisträger Daniel Kahnemann mit dem Titel „Schnelles denken – langsames denken“, der hier sehr gut aus wissenschaftlicher Sicht den Unterschied zwischen „bedachtem Handeln“ und „kurzfristiger Reaktion“ aufzeigt; ich kann es wärmstens empfehlen! Die Masse der Menschen wird sich darüber erst gar nicht im Klaren sein, denn mit kurzfristigem Lustgewinn kann man Menschen manipulieren, ihren Verstand (hoffentlich nur kurzfristig) ausschalten und ihnen einreden „Warum denn nicht? Gönne es Dir doch…“

Außerdem ist mir bewusst, dass wir auf „Leid vermeiden“ und „Spaß gewinnen“ gepolt sind! Die zentrale Frage ist aber: WAS IST DER DAUERHAFTE SPASS? Ist es nicht vernünftiger und lohnender kurzfristig auf etwas Vergängliches zu verzichten um langfristig daran zu partizipieren? Auch diese Frage sollte man sich ehrlich stellen und die Konsequenzen überdenken …

Egal, ob es um private Beziehungen oder um beruflichen Erfolg geht – Ausdauer ist wichtig! Selbstbeherrschung und Disziplin führen auch nachgewiesenermaßen dazu nicht so schnell dick zu werden, sportliche aktiver und älter zu werden, eine bessere Karriere zu machen und dauerhaftere, tiefere Beziehungen zu führen – solange es nicht soweit geht, sich selbst zu kasteien, sämtlichen Genüssen des Lebens den Rücken zu kehren und nur noch in der Zwangsjacke der selbstauferlegten Regeln zu leben.

Denn genau hier ist die Schnittstelle zum Glück … Glücklich können auch „dicke Menschen“ sein, Leute, die scheinbar keinen Erfolg haben sondern mit dem „Durchschnitt“ zufrieden sind. Allerdings spielt hier eine sehr wichtige Eigenschaft eine wichtige Rolle: die, ehrlich zu sich selbst zu sein. Denn viele reden sich ein „dass es ihnen gar nichts ausmacht wenig Geld zu haben“ oder „die 10 kg zuviel auf den Rippen zu haben“ – allerdings ist es oft gelogen. Warum,? Ganz klar: Weil die meisten Menschen intuitiv wissen, dass damit automatisch Änderungen die Folge sind, dass sie auf liebgewonnene Verhaltensmuster verzichten, die Süßigkeiten im Schrank lassen und die Zeit vor dem Fernsehen reduzieren müssten … . Und um sich erst gar nicht mit diesen Dingen zu beschäftigen und sein ohnehin nicht großes Selbstbewusstsein aufgrund von mangelnder Selbstbeherrschung nicht noch mehr zu verringern, redet man sich ein, dass es „doch gar nicht so schlimm ist“.

Es ist also wichtig, auf sein „Inneres“ zu hören; der Eine sagt Herz dazu, die Andere Intuition und noch Andere meinen, es sei der Lebenssinn – egal, es geht darum ehrlich zu sich zu sein und sich zu fragen „Was will ich wirklich?“ DAS ist die Fährte zum Glück! DIESEN Weg sollte man dann verfolgen und Herz und Verstand einsetzen um ihn zu erreichen. Wenn dann eben genau die eben beschriebenen Attribute wie Selbstbeherrschung, Disziplin und Ausdauer dazu kommen – dann fehlt eigentlich nur noch eines: ein geeignetes Umfeld!

Denn auch ein passendes/ geeignetes Umfeld ist wichtig. Denn was nützt es heere Ziele zu haben, sich in Ausdauer und der Bändigung der eigenen kurzfristigen Lustgewinne (das kann bei dem Einen eine Zigarette, bei Anderen Spiele auf der Konsole, eine Tafel Schokolade, eine Shoppingtour etc. sein) zu üben, wenn es nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Also: wenn man eine dauerhafte Beziehung führen will aber seinE PartnerIn nicht? Oder in einem Unternehmen arbeitet in dem die Karriereleiter kurz oder kaum vorhanden ist … oder man selbst mit viel Energie viel erreichen will, kreativ ist und seine Energie einsetzen möchte – aber das Unternehmen komplett anders arbeitet und sie ausschließlich in vorgeschriebenen Bahnen tätig sein dürfen und Kreativität eher als lästig empfunden wird? Das ist einer der Gründe, warum ich – nachdem über 800.000 Menschen auf meinen Trainings und Coachings waren- hajoona gegründet habe, denn ich habe 10.000´de Menschen gesehen, die die Eigenschaften hatten, aber das Umfeld eher hinderlich als förderlich war.

Wenn diese Merkmale zusammenkommen – dann, ja dann ist das sicher ein passender Schlüssel zum Lebenserfolg. Das sollten wir uns immer wieder klar machen, wenn sich Menschen beschweren „in die falsche Familie geboren zu sein“, „zu wenig Zeit zu haben“ oder „eben den falschen Beruf gewählt zu haben“. Alles das mag sein – ist aber kein Grund nicht JETZT etwas zu ändern und seinem Lebensglück entgegen zu streben! Das sollte auch nicht über´s Knbie gebrochen werden – aber man sollte möglichst sofort damit anfangen!

Denn mal ehrlich: Ist es nicht das, worum es WIRKLICH geht?

Ihr / Euer

Dirk (Jakob)

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Ein Gedanke zu “Der Schlüssel zum Lebenserfolg

  1. Hat dies auf HERZWIRTSCHAFT.com rebloggt und kommentierte:
    Lieber Dirk,
    da hast Du sehr gut und klar diese essentiellen Zusammenhänge aufgezeigt. Ich nehme auch oft wahr, dass hier viel Unklarheit und letzten Endes auch Unehrlichkeit sich selbst gegenüber besteht, wenn man sich bequem aus dem Ausreden-Regal bedient. Eigentlich wieder ganz einfach, aber in der Umsetzung nicht immer leicht. Man kann aber aus Deinen Zeilen auch herauslesen, dass Du dies nicht nur weißt, sondern auch selbst den Weg schon gegangen bist. Das macht einen großen Unterschied.

    Für mich ist es auf einer anderen Ebende noch das Zusammenspiel von „seine wahre Berufung (CORE) kennen“ und „Klarheit über das haben, was man wirklich wirklich will (IDEAL)“, das einem die Kraft und die Ausrichtung auf dem von Dir beschriebenen Weg geben kann.

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