Wie man sich seinen Ruf ruiniert …

Ponzi

Eines wissen wir: „Menschen folgen Menschen“ – und wir wissen auch, dass Menschen langfristig in ihrem Tun wahrgenommen werden – und nicht in dem was sie sagen. Ethik und Werte wurden schon immer gerne kommuniziert, wenn es darum geht, neue Partner für sein Unternehmen zu gewinnen. Hier stellt sich aber die zentrale Frage: WERDEN SIE AUCH GELEBT?!

„Muss ich viele Leute kennen, um dieses Geschäft aufzubauen?“ ist eine der am häufig gestelltesten Fragen in diesem Geschäft überhaupt. Meine Antwort lautet da schon seit Jahrzehnten „Nein – nicht die ANZAHL der Kontakte ist wichtig, sondern vor allem Dein RUF bei den Menschen. Du kannst Tausende kennen – wenn Dich die Leute als egoistisch wahrnehmen und in der Vergangenheit bemerkt haben, dass es nur um Deinen eigenen Profit geht, Dir das Schicksal der Menschen egal ist – Hauptsache Du verdienst genug Geld damit … dann ist es egal wie viel Du kennst, denn Du wirst in dieser Branche keinen langfristigen Erfolg haben! Außer – du änderst Dich …

Sollten die Menschen Dich als integre Person in der Vergangenheit erlebt haben und wissen, dass Du am Wohl anderer interessiert bist, Du nicht jeden Quatsch oder `den nächsten Hype´ empfiehlst, nur weil Du einen persönlichen Vorteil daraus ziehst sondern auch hinter den Vorhang der Seelenverkäufer, Promotiongurus oder einfach Lügner schaust – dann ist Dein Erfolg nur eine Frage der Zeit, wenn Du dann auch kontinuierlich arbeitest.“

Nun wird der ein oder andere aus der Szene sagen „Aber diese Trommler und Networkhopper haben doch immer Erfolg und bauen Tausende von Menschen innerhalb kürzester Zeit auf…“ dann ist doch die Frage: Ist das Erfolg?! Innerhalb einiger Monate Tausende Menschen zu „verheizen“, deren Träume  (auszu-)nutzen um ihnen (falsche) Versprechungen zu machen um dann den nächsten Hype anzukündigen, bei denen die Lemminge wieder folgen?! Was sie hinterlassen, ist „verbrannte Erde“ und schadet dem Ruf der Branche extrem. Ich bin froh, dass nun auch die Medien der Branche immer mehr diese schwarzen Schafe beim Namen nennt. (Beispiele: Nummer 1, Nummer 2 oder Nummer 3)

Erfolg – aus meiner Perspektive – besteht darin Menschen über Jahre zu begleiten, sie wirklich AUFZUBAUEN, ihnen dazu zu verhelfen ein stabiles, residuales Einkommen zu erzielen, ihnen vorzumachen, wie sie mit ehrlicher Arbeit ihr Geschäft langfristig aufbauen und mit EHRLICHEN PRODUKTEN dazu verhelfen, zufriedene und glückliche Kunden zu gewinnen, die auch noch nach Jahren gerne mit dem Unternehmen und den Partnern Kontakt haben.

Nun gibt es aber Menschen, die nicht warten können bis sich der Erfolg einstellt, einfach nicht durch Arbeit sondern durch „Glück“ erfolgreich werden wollen, ihren Mißerfolg auf Dritte schieben – oder sich einfach blenden lassen und dann „noch etwas nebenbei“ machen. Die findigen Abwerber kommen mit süßen Verlockungen wie z.B. „Mensch, da sind viele Deiner Kollegen auch dabei, denn jeder muss ja Werbung machen – sei nicht dumm, mache mit sonst verschenkst Du Geld…“ – bei diesem Beispiel geht es um Onlinewerbung verschiedenster Unternehmen, die auch im Verdacht stehen, im illegalen Ponzi-System zu arbeiten; aber es ist nur eines von vielen ähnlichen Beispielen.

Da frage ich mich doch: Sind diese Leute noch ganz gescheit? Warum wundern sie sich, dass ihnen dann Menschen nicht mehr vertrauen, sich von ihnen distanzieren, sie ausschließen und mit Skepsis begegnen?! Alles, was man sich über Jahre aufgebaut hat, wird über den Haufen geworfen, denn der Gegenüber erkennt: Ihm geht es nur darum eigene Profite zu erzielen, denn warum spricht er mich sonst an?!

Wird vorher argumentiert „Seriöses Unternehmen, klare Gesellschafterstruktur, sinnvolle Produkte mit Prüfsiegeln die jedem Nutzen bringen, führende Wissenschaftler …“ etc. – empfiehlt man jetzt etwas, was normalerweise jeder Mensch mit Mißachtung straft?! Denn was machen wir normalerweise wenn Werbung im Fernsehn läuft? Wir schalten um oder gehen weg … Was machen wir mit Werbung im Briefkasten – sie wird ungeöffnet weggeworfen… Werbung als SPAM Mails nerven uns nur noch … und jetzt empfiehlt die gleiche Person, dass ich selbst Werbung schalten kann und durch das klicken auf die Links anderen Unternehmen, die auch Werbung schalten, dann Geld verdiene?! WAS MACHT DAS FÜR SINN?! Was bleibt über außer der Tatsache, dass man mit klicken Geld verdienen will?

Denn interessiert uns die Werbung des anderen Unternehmens: sicher nicht, denn wir wollen ja durch „Klicks Geld verdienen“ und keine Werbung schauen – aber GENAU DAS soll ja den Vorteil bringen. Das dann hinter der angeblichen deutschen Firma als Eigentümerin (und es ist nur ein konkretes Beispiel) eine englische Limited in London steht, auf deren Adresse zurzeit 2.892 (in Worten: Zweitausendachthundertzweiundneunzig!) Firmen angemeldet sind – später sagt man dann: Man hat es ja nicht gewusst. Aber wenn man sich nicht sicher ist – warum empfiehlt man es dann?!? Doch nur aus einem bekannten Grund …  Im übrigen steht in Wikipedia zu diesem „Konstrukt“: Ziel dieser gesellschaftsrechtlichen Konstruktion ist es, Haftungsrisiken für die hinter der Gesellschaft stehenden Personen auszuschließen oder zu begrenzen.

Warum wundern sich diese Menschen dann, wenn sie sich ihren Ruf ruinieren? Nochmals: Das bedeutet nicht, dass man auch mit der verrücktesten Idee kurzfristig Menschen motivieren und Geld verdienen kann. Man sollte sich aber über eines klar sein: Egal wie abstrus die Idee ist, es werden immer nur die Menschen folgen, die genau wie die ticken, die es anpreisen. Heuschrecken folgen Heuschrecken – Menschen folgen Menschen.

Wie beim Rattenfänger von Hameln … der spazierte mit seiner Pfeife spielend durch die Gassen und nur die Ratten kamen aus den Löchern.  Diese „Rattenfänger“ kommen von Zeit zu Zeit immer wieder und man kann sie meinst daran erkennen, dass sie die Gier schüren, denn bekanntlicherweise frisst die ja das Hirn… aber eben nicht bei allen, sondern nur denjenigen, die nicht wirklich hinschauen.

In diesem Sinne wünsche ich gutes Gelingen

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

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