„Ich stehe unter Druck…“

Das kennt Jeder! In bestimmten Situationen stehen wir unter Druck, der dann so groß sein kann, dass wir kaum noch klar denken können. Egal worum es geht: finanzieller, sportlicher, moralischer oder Handlungsdruck um hier nur einige zu nennen …

Druck aber einmal neutral betrachtet, ist nichts anders als Energie. Energie die wir uns selbst auferlegen, die wir selbst kreieren und meist ge- und erdachte Konsequenzen nach sich zieht. Sie glauben das nicht? Machen wir einmal ein Experiment: Nehmen Sie sich nach dem lesen dieses Blogs einmal ein paar Minuten Zeit und suchen sich ein Thema aus, das Ihnen „unter den Nägeln brennt“.

Um hier einmal ein Beispiel zu nehmen (wir könnten es auch in allen anderen Bereichen anwenden: Erziehung, Vorsorge, Gesundheit, Steuern usw.): Stellen Sie sich vor, sie sind selbständig und haben einen wichtigen Kunden verloren, können also Ihre Ausgaben nicht mehr decken. Sie überlegen die ganze Zeit, was sie tun können um nicht Mittellos dar zu stehen. Gespräche mit möglichen Kunden werden verkrampfter und Sie verlieren immer mehr den Spaß an der Sache. Sie können Nachts kaum schlafen, sind ständig angespannt und der Druck erhöht und erhöht sich … .

OB es dann wirklich so kommt wie wir uns vorstellen, liegt meistens nur zum Teil in unseren Händen und in der Regel „wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, meint, dass – wenn es tatsächlich eintrifft wie wir es erdenken – wesentlich abgeschwächter/ mit anderen Facetten/ anders etc. eintrifft. Je nach persönlicher Brille können diese Konsequenzen entweder in positivem oder negativem Licht betrachtet werden. (hier ein LeseTipp)  Meist wird der Druck umso höher, je negativer die gedachten Folgen unserer (Nicht-)Handlung sind.

Ich kenne viele Menschen, die sich Druck in allen möglichen Situationen machen: wie eine Beziehung zu laufen hat; wie viel Geld man auf dem Konto haben sollte (egal wie viel – es ist meist zu wenig); wie die geschäftliche Entwicklung laufen sollte; wie sich Kinder zu benehmen haben; wie viel wir wiegen sollten; wie wir aussehen sollten um noch jugendlich zu wirken … die Liste ist unendlich!

Druck wird aber von den meisten Menschen als negativ empfunden. Ja, es gibt einige Leute, die sagen, dass sie Druck brauchen um in die Aktion zu kommen … dann ist es gut, wobei ich persönlich das kaum nachvollziehen kann. Was ich mich dann frage, ist: Muss es erst schlimm kommen, bevor man handelt?  Oder noch anders: Wie schlimm muss es kommen, bevor man handelt? Auch da ist die Antwort sicher bei Jedem anders; und auch die Lebensbereiche, um die es geht, werden individuell unterschiedlich „gewichtet“. Ist dem einen das Gewicht eher egal, kann die Andere dort viel früher Handlungsdruck empfinden …

Wenn wir aber gedanklich in der Lage sind den Druck in Sog umzuwandeln (denn das ist die gleiche Energie nur mit umgekehrten Vorzeichen), dann wird aus dem „Minus“ oft ein „Plus“. Wenn ich nicht mehr ANGST vor dem habe was kommen könnte, sondern meine Brille wechsele und sage „Jetzt habe ich besonders viel Energie um xxx und yyy zu erreichen!“ … Wenn ich in der Lage bin meine Energien nicht verpuffen zu lassen – oder noch schlimmer sie an andere in destruktiver Art und Weise weiterzugeben – dann wird aus Frust Handlungsenergie, aus Ärger dann Antriebskraft und aus düsteren Gedanken wird ein Licht, das durchaus auch mal am Ende des Tunnels liegen kann.

Ich behaupte nicht, dass das einfach ist! Im Gegenteil – meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass wir im Laufe unseres Leben IMMER und IMMER wieder mit solchen Situationen zu tun haben und wir – wie in der Schule oder in einem Seminar – uns ständig verbessern, entwickeln und mehr/ größer werden können! Das Geheimnis scheint zu sein, dass wir uns dessen immer wieder bewusst werden und – welche Ausrede und Situation auch immer – uns für eine Ausdrucksform entscheiden (müssen/ sollten).

Druck ist also der erlebte „Gap“ zwischen dem, was wir uns vorstellen was sein sollte und dem, was ist! Nicht anerkennen was ist, ist aber Leugnung des Jetzt. Druck ist die Illusion des möglichen Ergebnisses, welches wir als notwendig erachten um den Wunschzustand zu haben.

Sog ist eine Zugkraft, die uns dazu bringt mehr zu tun, als der Ist-Zustand anzeigt. Sog lässt uns Dinge tun, die wir „normalerweise“ nicht bräuchten bzw. tun würden und verleugnet das Jetzt nicht. Sog ist das Maß an Energie zwischen dem Jetzt und dem angestrebten Zustand … .

Wir können nicht mehr als unserer Bestes tun! Oftmals ist genau die Spanne zwischen Wunsch/ Vision und Ist-Zustand das Maß der Energie, das wir brauchen, um genau dort hin zu kommen! Aus diesem Grunde ist es auch so, dass bei großen Zielen große Widerstände aufkommen! Das Maß des Drucks/ Sogs/ der Energie bestimmt also maßgeblich, wie viel wir erreichen wollen … was wir als den Wunschzustand wählen! Kleine Ziele –  kleine Energie (oder Druck/ Sog); große Ziele – große Energie (oder Druck/ Sog).

Deshalb scheitern auch so viele an großen Zielen! Weil sie

  1. Nicht bereit sind so viel Energie aufzubringen und/ oder
  2. Es nicht schaffen die Energie von „Druck“ in „Sog“ zu verwandeln

Lassen Sie mich an dieser Stelle nochmals sagen, dass Sie es sicher – egal welche Aufgabe Sie haben oder wie Sie Ihre Situation erleben – aus Ihrem Blickwinkel nicht einfach haben oder die Lage eventuell sogar aussichtslos erscheint! Aber je größer der „Gap“– desto größer die Energie!

Konzentration und Fokussierung sind in diesen Zeiten besonders wichtig! Vielen hilft es auch zu meditieren um sich zu klären, Frust und Druck abzuschütteln; wobei wir eines registrieren sollten: Je eher wir meinen uns gerade das nicht leisten zu können, desto wichtiger ist es!

Denn wenn wir das nicht tun, kann diese Energie sich andere Bahnen suchen – wie das Unkraut, das durch die asphaltierte Strasse wächst und sich seinen Weg bahnt. Wie die Sexualenergie, die die verrücktesten Triebe kennt wenn man sie nicht lebt/ lenkt – wie der Frust, und die Verzweiflung, die uns dazu bringen kann gewalttätig zu werden, zu schreien, verzweifelt zu sein oder im schlimmsten Fall wenn wir diese Energie gegen uns selbst richten massiv krank zu werden oder sogar Selbstmord zu begehen.

Aber sind es nicht gerade die großen Philosophen, die schönsten Gedichte, die gerade aus solchen Situationen entstanden sind? Werden wir nicht durch die Songs berührt, die mit besonders viel Energie authentisch dargebracht werden? Fühlen wir nicht zwischen den Zeilen das Gefühl der Verzweiflung, der Hoffnung oder des größten Glücks?! In diesen Momenten hat der Autor/ Verfasser/ Sänger/ Songwriter etc. GEWÄHLT, dass er diese Energie nicht destruktiv auf sich wirken lässt, sondern produktiv einsetzt!

… und das kann Jeder! Wie ich vor kurzem ein Unternehmen besucht habe, dass von einer RIESENGROSSEN Vision gesteuert wird – und 4 Programmierer an einem Tisch gesessen haben, man mit 10 Personen sich jeden Quadratmeter Platz geteilt hat – an den Wänden motivative Zitate, Sprüche und Visionen gemalt waren … und noch weit davon entfernt war da zu sein wo man sein möchte. Die „to do-Liste“ war so lang wie der gemeinsame Wunschzettel der Jungen und Mädchen eines Kindergartens vor Weihnachten – aber man hat sich eine inspirierende, befähigende und aufbauende Umgebung geschaffen. Hier wurde Druck in Sog umgewandelt und an allen Ecken und Kanten hat es geknistert!

DAS ist Energie! DAS ist vorbildlich!

… und genau das wünsche ich JEDEM Leser!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Wie bestimme ich, was mir im Leben passiert?!

Wieso regen uns manche Aussagen oder Verhaltensweisen anderer auf? Wieso neigen wir dazu uns in verschiedenen Situationen gut oder schlecht zu fühlen? Wie entsteht der Drang/ die Sehnsucht nach etwas? Warum reagieren wir in manchen Situationen so entspannt – in anderen so genervt? Um das zu erklären gibt es viele Aphorismen/ Analogien und Beispiele – ich möchte dies auch einmal versuchen.

Stellen wir uns einmal vor, dass wir bestimmte Emotionen, Gedanken oder Gefühle ansammeln, die sich addieren. Wo und wie wird das nun gesammelt? Wir sammeln auch Münzen, Bücher, Kleidung oder auch elektronische Bilder auf dem PC und haben für alles einen bestimmten Platz. Je eher wir wissen, wo es liegt und was sich darin befindet, desto eher können wir darauf zurückgreifen und können erkennen, was sich im Laufe der Zeit so alles angesammelt hat.

Der „Cyberspace“ kann wohl am ähnlichsten als „Speicher- oder Sammelmedium“ verglichen werden, den wir zur Ansammlung unserer Gedanken/ Gefühle/ Erfahrungen/ Erlebnisse/ persönlichen Sichtweisen und Entscheidungen etc. hernehmen können; und am Treffendsten ist wohl die seit neuem populäre icloud/ idisk – alle diese „weichen Aspekte“ werden in unserer persönlichen „icloud“ gespeichert.

Zusätzlich zu dieser eigenen icloud gibt es aber noch die der Anderen und nun stellen Sie sich vor, dass die Inhalte dieser iclouds miteinander kommunizieren können. Diese „Speichermedien“ stellen also – ohne das der User, also wir selbst, es bewusst „einstellen“ – sowohl Übereinstimmungen und Differenzen fest. Diese „Dinge“ nennen wir dann – ohne es oftmals bewusst wahrzunehmen – Sympathie  oder eben Antipathie. „Gleich und Gleich gesellt sich gerne“ … „Da stimmt das Bauchgefühl“ … alles Analogien um das gleiche auszudrücken: da ist der „Speicherinhalt“ mehr oder weniger identisch. Wenn Sie schon einmal bei amazon oder z.B. bei ebay gekauft haben, dann wissen Sie, was ich meine: sobald Sie wieder auf diese Seite gehen, werden Ihnen automatisch Artikel vorgestellt, die zu Ihnen passen; der Computer sucht also aufgrund der bisherigen Bestellungen speziell für Sie Artikel, von denen er annimmt, dass Sie zu ihnen passen … it´s magical.

Wenn wir also den Vergleich der iclouds hernehmen, um es eben als Ansammlung dieser „weichen Faktoren“ zu nehmen, dann können wir auch noch eine andere Feststellung machen: Wenn wir selbst bestimmen, WAS gespeichert wird, können wir auch so bestimmen, wer uns „sympathisch“ findet, auf wen wir anziehend wirken, bei wem „die Wellenlänge stimmt“, was uns zukünftig passiert, worauf wir mehr oder weniger reagieren etc. .

Im übrigen kennen viele psychologische Schulen oder eben Religionen ähnliche Beispiele und versuchen dieses Phänomen zu erklären. Die einen nennen es Karma, die anderen „Schuld“, „Zufall“ oder sprechen von „morphogenetischen Feldern“, Entitäten bzw. manchmal auch Haecceitas, die Erklärung der mordernen Physik und der Quantenmechanik oder oder oder … . Aber ist es nicht viel wichtiger, dass wir das System verstehen, statt uns über Begrifflichkeiten zu streiten und Lebensweisheiten hinter intellektuellen Verschachtelungen von Wörten und Spezialausdrücken zu verstecken?! Gerade das macht Weisheit für mich aus: komplexe Zusammenhänge einfach darzustellen, sodass wir es z.B. auch Kindern verständlich machen können … .

Viele der „positiven Denken“- Bücher gehen auch in diese Richtung – sie versuchen die Auswirkungen  zu erklären, aber sagen oftmals nicht WARUM es so funktioniert. Dem „positiv denken“ gehen aber noch andere Aspekte ab, die enorm wichtig sind: das es nämlich auf einer höheren Ebene keinen Unterschied zwischen positiv und negativ gibt, da es lediglich Sichtweisen der persönlichen Perspektive sind; das es das alte Spiel zwischen „Gut und Böse“ unterstützt; etwas aus dem Zusammenhang reißt; nicht das Prinzip, sondern nur einen Aspekt darstellt und das Wichtigste: Das es eben nur eine Seite beleuchtet und nur die Auswirkungen bearbeitet, aber nicht an die Ursache geht. Das man, um „Frieden zu schließen“ beide Seiten finden, verstehen und annehmen muss und erkennt, dass beide Seite ihre „Nachricht“ und Berechtigung haben.

Kommen wir also wieder auf auf unsere idisk zurück: Die größte Herausforderung dabei ist, dass wir das nicht nur verstehen, sondern uns eben über das, was wir in unserer „Wolke“ speichern, gewahr und bewusst sind. Die Wissenschaft sagt, dass wir ca. 50.000 – 80.000 Gedanken pro Tag haben, die zu 17 % definitiv negativ und 80 % nicht so wichtig (eben typischer Alltagsmüll) und nur zu 3 % definitiv positiv sind! Um ein Beispiel zu geben, das alle kennen: Das wäre in etwa so, als würde ihr Fotoalbum zu 80 % Uninteressantes, 17 % fehlerhafte und unansehnliche und nur 3 % fröhliche und aufbauende Bilder beinhalten. WÜRDE DAS EINER BEWUSST SPEICHERN?

Da Gedanken und Gefühle nun oft aneinander gekoppelt sind, können wir uns vorstellen, in welche Richtungen und in welcher Häufigkeit nun unsere Emotionen fließen – alles wird gespeichert und zieht Ähnliches an! Und Enotionen haben auf dieser höheren Ebene eine viel größere Kraft als Gedanken. Gedanken geben – um bei diesem Beispiel zu bleiben – die Richtung vor, in die wir denken und die Emotionen sind die Kraft, mit der wir diese Richtung beschreiten, wie schnell wir diesen Wege gehen… .

Aufgrund der „Technik“, die ein Teil des Leben ist und die gewisse Gesetzmäßigkeiten hat, vernetzen sich nun die oben beschrieben „Wolken“ miteinander und bestimmen z.B. das „Allgemeinwetter“. Das kann man sehr gut erleben wenn man ins Fußballstadion geht – viele Menschen haben übereinstimmende „Dateiinhalte“ und beeinflussen sich gegenseitig, fangen mehr oder weniger begründet an zu singen, liegen sich in den Armen und machen Dinge, die sie allein nicht tun würden. Es gibt wissenschaftlich nachgewiesene Phänomene und man wusste lange nicht, warum Menschen in bestimmten Gruppen zu Aktivitäten bereit sind, die sie normalerweise ausschließen. Aber auch bei anderen Anlässen kann man dieses Phänomen beobachten: Treffen der Briefmarkensammler, der Networker eines bestimmten Unternehmens, einer Trauerfeier uvm. .  Was uns aber klar sein sollte: WIR BESTIMMEN UNSER WETTER – sprechen wir da nicht sogar von der „Stimmungslage“ 🙂 ?

Je stärker und intensiver nun die Ausrichtung einer Person ist (also die Klarheit der Dateiinhalte), desto mehr ist sie in der Lage die anderen zu „beeinflussen“/ auf sie Wirkung auszuüben – man redet da auch von Charisma. Charismatisch ist also unter anderem eine Person, die sich in einem Bereich entschieden hat klar zu sein, eine Richtung zu gehen, diese Angelegenheit mit Energie zu füllen und sie nach außen zu tragen!

Die „Dateiinhalte“ (also die Summe unserer Gedanken/ Gefühle/Entscheidungen wie oben beschrieben) gehen in verschiedenen „Ordner“  und werden durch das, was wir eben in dieses Feld hineingeben, bestimmt. Ist das nicht eine frohe Kunde? WIR BESTIMMEN, WELCHE INHALTE WIR „HOCHLADEN“ … .

Aber vertun wir uns nicht – es ist auch mit einer der schwierigsten Aufgaben, die wir haben können: uns selbst zu reflektieren, ehrlich ins Auge schauen und uns einzugestehen, was ist. Denn wir können vor ALLEM davon laufen, JEDEM etwas anderes erzählen, lügen oder einfach nur nicht die Wahrheit erzählen – nur uns selbst nicht! Wir sollten uns darüber im klaren sein, dass wir an unserem Freundeskreis erkennen können, welche Inhalte unsere idisk hat. Auch da können wir gleich wieder eine Ausrede haben – aber wem nützt das?!

Das alles hat enorme Auswirkungen auf unser Leben: Was uns bewegt, berührt, was uns aufregt, in Wallung bringt, welche Vorbehalte wir haben, welche Menschen uns anziehend und wen wir „interessant“ finden, wie wir Probleme angehen, was uns möglich oder auch unmöglich scheint, wo und wie wir uns boykottieren und noch vieles mehr. Durch den Strom unserer Aufmerksamkeit lenken wir unsere Energiequalität, bestimmen wir, worauf wir unsere Gedanken und Emotionen leiten – und letztendlich auch den Inhalt unseres „virtuellen Speichers“ – und damit die Lebensqualität.

Es ist – und das ist mir von großer Wichtigkeit hier nochmals heraus zu stellen – also kein theoretisches Konstrukt, sondern ein PRAKTISCHES Erleben, etwas, was JEDE SEKUNDE unser Leben bestimmt.

Stellen wir uns doch einmal vor, dass wir eben durch JEDEN unserer Gedanken, Gefühle, Erwartungen, Worte etc. diese Energien in unterschiedliche „Ordner“ speichern, wobei dieser Ordner bereits mit Inhalten und „Dateien“ gefüllt sind, die wir wollen und uns befähigen und andere uns eher aufhalten, uns einschränken, ja teilweise sogar „stinken“. Das stimmt tatsächlich, denn auf einer anderen Ebene können Inhalte gut oder „schlecht“ für uns riechen, denn alles hat seine Entsprechungen – aber das ist wieder ein anderes Thema. Im übrigen sagen wir ja auch – ohne meist zu wissen warum, dass „uns etwas stinkt“, ohne dass dem so ist, denn jede Emotion hat auch einen Geruch. Das wäre mal ein tolles Thema, denn intuitiv wissen wir, dass z.B. „Schönheit“ anders riecht als „Missgunst“ … .

Ich könnte hier noch lange über dieses Thema schreiben – eventuell einmal in einem anderen Blog. Wer daran arbeiten möchte wie seine „Dateiinhalte“ aussehen, wer sie bewusst steuern möchte und auch aus der Reflektion mit anderen lernen will, dem kann ich nur wärmstens das Buch „Ein-Stellungs-Wechsel“ empfehlen. Aber auch da werden in dem Augenblick, in dem Sie das lesen, wieder IHRE „Dateien“ in Form von Meinungen, Einstellungen und Urteilen re-aktiviert… .

Ihnen das Beste

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Mentale Stärke ist erlernt, nicht ererbt!

Was unterscheidet Gewinner vom Verlierer? Eine Frage, die sich Viele stellen …

James Loehr (nicht zu verwechseln mit Jörg Löhr)  ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Sporttrainer. Er hat hier sehr interessante Ansätze, die ich einmal grob darstellen möchte, da sie auf viele Bereiche anwendbar sind:

Die Basis seines Athletic Excellence Training, kurz AET, ist:

1. Mentale Stärke ist eine erlernte, keine angeborene Fähigkeit

2. Der entscheidende Faktor für mentale Stärke ist Beständigkeit.

James Loehr: „Bei Spitzensportlern ist es eine Konstellation mentaler Fähigkeiten, von denen alle erlernt sind – sie sind charakteristisch für innerlich starke, ausdauernde Wettkämpfer. Ein solcher Sportler ist selbst-motiviert und selbst-bestimmt positiv aber realistisch hat Kontrolle über seine Gefühlszustände ist auch unter Druck ruhig und entspannt ist energiegeladen und handlungsbereit entschlossen mental hellwach und fokussiert hat ein unerschütterliches Selbstvertrauen und übernimmt Verantwortung.

Alle großen Sportstars verkörpern diese besondere Art der mentalen Kraft und Stärke. Eine Kraft, die sehr wohl über die Grenzen ihrer natürlichen Anlage und ihres natürlichen Könnens hinausgeht. Es ist eine feine Grenzlinie, welche die wenigen, die es schaffen, von den Tausenden trennt, die es nicht schaffen. Der entscheidende Faktor ist immer der gleiche: Ihre Innere Stärke macht den entscheidenden Unterschied aus.“

James Loehr: Der Kampf mit sich selbst „Jeder ist sich selbst der härteste Gegner und den Kampf mit sich selbst bedeutet harte Arbeit und stellt die höchste Herausforderung dar. Man muss sich im klaren sein, dass einem dieser Sieg jeden Tag gelingen kann. Wie man den Wettstreit mit sich selbst gewinnt? Ganz einfach, indem man die folgenden drei Fragen eindeutig mit JA beantworten kann:

1. Ich habe alles gegeben und mich hundertprozentig eingesetzt.

2. Ich habe mir selbst gegenüber eine überwiegend positive, gesunde und optimistische Haltung bewahrt.

3. Ich habe die volle Verantwortung übernommen. Sowohl über das, was ich tat und das, was ich nicht tat.

(keine Schuld dem Wetter, den Eltern, der schlechten Ausrüstung, dem Gegner noch irgendetwas anderem gegeben.) Man muss sich im klaren sein, dass einem dieser Sieg jeden Tag gelingen kann.“

Loehr fand heraus, dass Sportler und professionelle Schauspieler viel gemeinsam haben. „Das Markenzeichen großer Schauspieler ist es, Gefühle zum Leben zu erwecken – immer und überall – genauso, wie das Drehbuch verlangte. Selbstvertrauen, Wut oder Trauer, Freude, Schwäche, Angst oder Übermut – aber auch Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Souveränität und Konzentration. Genauso geht es großen Sportlern. Sie können den Selbstsicheren spielen Sie haben die Kraft, vor allem die positiven Gedanken und Gefühle zu kultivieren, die so förderlich für unsere Leistung sind.

Körperlich hat das viel mit Haltung zu tun: Keine sichtbare Erschöpfung, keine hängenden Schultern, keine Angst und keine negativen Gefühle. Dafür absolute Konzentration, Kompetenz, Selbstvertrauen, eine Menge positiver Energie und Präzision.“

Loehr trainierte zahlreiche Spitzensportler (z.B. Martina Navratilowa), aber auch bekannte Baseballspieler, Boxer und Golfer. Seine Trainings besuchten aber auch das FBI, Investitionsbanker oder die Spitzen von Estee Lauder. So kam Gabriela Sabatini kam mit 19 Jahren zu ihm, weil sie sich Sorgen machte und befürchtete, ihre Karriere ging bereits jetzt zu Ende und sie hätte das Beste bereits hinter sich. Loehr arbeitete mit ihr zunächst an ihren Gefühlen und an ihrer geistigen Einstellung. Er riet ihr, sich auf dem Platz zu freuen, zu lächeln oder sich selbst anzufeuern, ihre Spannkraft, Lebendigkeit und Intensität zu erhöhen. Er riet ihr möglichst oft so auszusehen, wie sie sich gerne fühlen würde. Loehr schnitt ihr ein Videoband zusammen, dass sämtliche Höhepunkte enthielt, Szenen, an denen sie in Hochform war – und kaufte ihr auch gleich einen kleinen Videorecorder, damit sie es immer und überall ansehen konnte.

Nach vier Monaten eines solchen Trainings feierte sie ihren ersten Grand-Slam-Titel und besiegte im US-Open Steffie Graf. Dann stoppten die Eltern das Training, wechselten den Trainer weil sie Angst hatten, dass ihre psychologische Schwäche bekannt würde. Mit dem Erfolg, dass sie noch weitere vier großartige Monate spielte, bis sie schließlich wieder nur noch Mittelmaß spielte.

Trainer und Athleten sind der Überzeugung, dass etwa 50 – 70 Prozent eines guten Spiels das Ergebnis mentaler und psychologischer Faktoren ist. Fragt man sie jedoch, wie viel Prozent der Trainingszeit sie darauf verwenden, so berichten sie, dass die Quote bei 5 – 10 Prozent liegt. Oft wissen sie nicht so richtig, was oder wie sie trainieren sollen.

Anmerkung von Dirk: Hier sind wir nun schon wesentlich weiter und alles das ist durch unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen beleg- und beweisbar. Die zentrale Frage ist aber: Sind die Menschen auch dazu bereit es zu „trainieren“? Sind sie bereit an diesen „weichen Faktoren“ zu arbeiten und Wege zu gehen, die sie bisher nicht gehen konnten/ wollten oder die ihnen einfach nicht bekannt waren?! Das ist eine entscheidende Frage – nicht nur für Sportler, sondern auch für Networker, Selbständige und alle anderen, die größere Erfolge erzielen wollen, als sie bisher erreicht haben!

Fazit: ES geht – aber wer geht den Weg?!

Mit den besten Wünschen

Ihr/ Euer

Dirk Jakob

Das ist doch alles das Gleiche ….

An diesem Wochenende waren Freunde zu Besuch und wir haben uns angeregt unterhalten. Hier ging es dann auch darum, Unterscheidungen zu treffen und eben nicht alles in einen Topf zu werfen. Dabei sind mir verschiedene Gründe, warum Menschen manchmal komplett aneinander vorbei reden, aufgefallen:

1.    Je stärker die eigene Meinung verfestigt ist, desto schlechter ist die eigene Wahrnehmung

Was bedeutet das? Wir sollten zwischen „Meinung haben“ und „der eigenen Wahrnehmung“ unterscheiden. Meine Wahrnehmung muss also nicht immer mit meiner Meinung zu tun haben… . So kann ich wahrnehmen, dass mein Gegenüber offen, einsichtig oder auch verstockt bzw. verbohrt ist – das hat erst mal nichts mit meiner Meinung zu dieser Person oder einer Angelegenheit zu tun.

Was wir aber alle klar bemerken können ist, dass – je mehr ein Mensch eine bestimmte Meinung zu einem Thema hat, desto „schlechter“ oder „getrübter“ wird die Wahrnehmung zu diesem Thema an sich. Ja es geht sogar soweit, dass gewisse offensichtliche Aspekte völlig ausgeblendet werden.

Ob es nun um das Thema Network (Wenn hier die Meinung festgefahren ist, spielt Objektivität keine Rolle) oder eigenes Verhalten (Die Frage „Meinst Du, nicht, dass Du da zu hart reagierst?“) geht – je stärker die Meinung, desto geringer die Aufnahmefähigkeit und damit Wahrnehmung der Situation…

Nun gilt es aber für Menschen in der Kommunikation (und das ist eine der Hauptaufgaben von Networkern) eben möglichst viel wahrzunehmen, um unseren Gesprächspartner zu erkennen, seine Wünsche und Bedürfnisse, Sorgen und Visionen zu sehen um individuell argumentieren zu können. Hat man aber schon im Vorfeld eine Meinung (ob zur Sache oder zum Menschen) ist die Brille getrübt – oder sogar blind. Kein Wunder, dass da viele nebeneinander her reden ..

2.    Intuition ist nicht gleich Emotion ist nicht gleich Gefühl

Viele Menschen sagen, sie hören auf ihre Gefühle – dabei haben alte Glaubenssätze sie total im Griff und die Gefühle treten gar nicht zu Tage, weil sie mit alten Paradigmen überlagert sind. Noch schlimmer ist, wenn sie diese alten Paradigmen mit Intuition oder sogar Liebe verwechseln. Das sind alles völlig unterschiedliche Aspekte – völlig unterschiedliche Dynamiken und haben den Ursprung in völlig anderen Quellen.

Echte Intuition hat nichts – aber auch gar nichts – mit Emotionen zu tun. Sie sind ein energetischer „Wink mit dem Zaunpfahl“, wie oder was wir tun sollten, um unsere tiefer liegenden Wünsche und Visionen zu erreichen. Die Intuition ist die Sprache der Seele und tritt in Form von Gedankenblitzen, oder einem „bestimmten Drang etwas zu tun“ zu Tage (und da gibt es sicher noch viele andere Formen).

Um meiner Intuition zu folgen (oder erst einmal sie zu bemerken) kann ich 2 Dinge tun: 1. Offen sein! (Im Gegenteil zu einer Emotion, die uns – je stärker sie ist – kaum Freiheiten lässt) Je weniger man vorgefertigte Meinungen hat, je mehr man „sein lassen kann“, desto offener ist der Einzelne. 2. Verstärke Deine Visionen! Je eher Dein Unterbewusstsein weiß, wohin es Dich lenken soll, desto eher kann es Dir Intuitionen schicken.

Emotionen überkommen uns meist und haben unterschiedliche Gründe zu Tage zu treten. Wut ist eine Emotion, die entstehen kann, wenn unser „Gerechtigkeitsprogramm“ aktiviert wird. Freude kommt auf, wenn wir Dinge und Situationen in positivem Licht sehen. Begeisterung kann entstehen, wenn entweder unser Lieblings-Fussballverein Deutscher Meister wird – oder wir einen großen Geschäftsabschluss getätigt haben … . Emotionen entstehen oft durch äußere Anlässe und werden durch unser Grundmuster definiert, denn nicht jeder wird sich freuen, wenn eben dieser Verein „Deutscher Meister“ wird. Somit liegt das hervorbringen solcher Emotionen nicht in der Tatsache an sich, sondern wie ich dazu stehe.

Werden aber nun diese Emotionen mit Intuitionen verwechselt (z.B. Flucht, die durch zu viel Nähe oder aber auch Unwissen und vielen anderen Dingen ausgelöst werden kann), ist der Grund der Handlung ein komplett anderer. Es ist schon ein Unterschied, ob mir meine Intuition sagt, dass ich doch mal wieder in das Bistro gehen soll – oder mein sinkender Alkoholspiegel … . Ansich kein Problem – es sei denn man begründet es damit.

„Höre auf Dein Herz…“ – das kennt jeder; und es stimmt auch, wenn es das Herz ist und nicht ein altes Paradigma oder eine tief sitzende Emotion, die sich Platz macht. Unser Herz vergibt, verzeiht, trägt nicht nach, versteht Alles und Jeden – auch das bitte nicht mit Leidenschaft verwechseln! Liebe, Verliebtheit & Leidenschaft KÖNNEN zusammengehören – müssen es aber nicht!

Warum ist das alles wichtig zu wissen? Ganz klar: Weil ich nur, wenn ich selbst meine eigenen Beweggründe kenne, ehrlich zu mir sein kann! Weil ich mich nur dann entwickeln kann, wenn ich meine Handlungsgründe kenne – und weil ich nur dann offen und ehrlich meinem Freund sagen kann, wie ich die Dinge sehe, wenn ich meine Wahrnehmung schärfe und keine vorgefertigte Meinung wiedergebe!

Das bedeutet auch alles nicht, dass man Jedem seine „Wahrnehmung“ oder Meinung sagen sollte – ganz und gar nicht. Es bedeutet aber, dass man sich im Klaren sein sollte, welche Brille man selbst auf hat, ob man anderen nach dem Mund redet oder einfach in Ruhe seine Wahrnehmung mitteilt (insbesondere bei guten Freunden finde ich das eine sehr wichtige und wesentliche Eigenschaft … denn wenn einem der Freund nicht sagen kann, was er empfindet, welche Befürchtungen/ Wahrnehmungen er hat – wer dann?!).

Aus diesem Grunde ist es manchmal ganz gut zu fragen: „Sag mal – welcher Teil von Dir meint das?“ Und wenn man dann einen komischen Blick erntet besteht die Möglichkeit, dass unser Gegenüber (und am besten auch wir selbst) einmal nachdenkt und reflektiert….

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Zweifel … und warum sie gut sind!

Es gibt Emotionen und Verhaltensweisen, die wir als positiv, und andere, die wir erst einmal als negativ abstempeln. So ist sicherlich Freude etwas „Tolles“, Ärger etwas „Nachteiliges“; Freundlichkeit ist „Schön“ – und Zweifel werden eben oft als „behindernd“ betrachtet. Aber das ist nicht so …

Jenseits aller Stammtischweisheiten wissen wir, dass JEDWEDE Emotionen sowohl positiv als auch negativ sein kann. So ist Durchhaltevermögen sicher eine Eigenschaft, die wir uns für den Erfolg wünschen – aber wann wird sie zur Sturheit?  Wann wird Freundlichkeit zur Flucht vor Konflikten? In einem anderen Blog habe ich darüber deutlicher geschrieben …

Ein anderes Beispiel ist Vertrauen. Vertrauen ist sicher gut, enorm wichtig und hat viel mit „sich trauen“ zu tun. Aber wann wird dieser an sich positive Aspekt zum „blinden Vertrauen“, zum „wegesehen, weil man es nicht wahr haben will“? Wir alle mögen den Status quo und wenn wir einmal Jahre mit einer Person verbracht haben, dann neigen wir dazu, seine Meinungen und Ansichten zu übernehmen – und ihr zu glauben/ vertrauen. Das ist gut – aber sollte man deswegen die Realität und die Fakten außer Acht lassen? Sollte man deswegen nicht selbst hinterfragen, denn man weiß ja nicht, ob die Vertraute z.B. selbst einem Fehler nachhängt, einem Irrtum augesessen ist oder – im schlimmsten Fall – eingennützige Zwecke verfolgt!

Ich kann einer Person vertrauen, muss aber nicht blindlings alles übernehmen was sie sagt! Das kennen wir alle aus dem Network: Da sagt eine bestimmte Person „Das ist ein Schneeballsystem“ – und schon plappern es andere nach, ohne selbst zu prüfen, ob das wirklich stimmt. Diese „geistige und emotionale Mauer“ von außen zu durchbrechen ist fast unmöglich, denn manchen Menschen kann man mit Fakten und Beweisen kommen – sie negieren Alles und bleiben bei dem, was sie sich eingeredet haben (und nach einer gewissen Zeit meist selbst glauben). Wichtig ist hier, dass sie sich dem anderen Standpunkt öffnen und hinterfragen. Ob sie dann zur gleichen Meinung zurückkehren oder nicht ist egal – sie haben sie von mehreren Standpunkten betrachtet und DAS ist wesentlich! Das bedeutet nicht gleichzeitig, dass man demjenigen, dem man im Vorfeld vertraut hat in den Rücken fällt, wenn man danach eine andere Meinung hat, nein: man vergewissert sich selbst und hat damit eine viel größere Überzeugungskraft!

Im übrigen sollte man in keinem Fall Vertrauen mit Zwang gleichsetzen – denn (Gruppen-)Zwang ist genau etwas Gegenteiliges!

Kommen wir nun zu den Zweifeln. „Zweifele nicht – schreite voran!“ das ist das, was der Erfolgreiche tut. Er zweifelt nicht an den Entscheidungen, er weiss was er zu tun und zu lassen hat – so wird es uns doch immer gesagt, oder? Sicher ist es auch zum Teil richtig! Aber eben nur zum Teil …

Wir kommen aus der Ein-Deutigkeit in den Zwei-fel. Der Zweifel kann uns auch ein Hinweisschild sein „Schau, hier bist Du noch nicht klar – es gibt mehrere Möglichkeiten! Bedenke was Du tust, statt blind voranzulaufen…“ Es ist oftmals eine Stimme in uns, unsere „innere Instanz“ die fragt „Welchen Weg willst Du gehen? Was ist Dir wichtig?“

Zweifel sind also keine Stopschilder, sondern eine neue Möglichkeit der Wahl! Wir nehmen uns Dinge vor, die Situation ändert sich (manchmal grundlegend) und der Zweifel will, dass wir uns entscheiden. Das wir uns von dem trennen, was wir nicht wollen – er uns aber klar fragt „Was ist Dir wichtig!“ Je ein-deutiger dann eine Ent-scheidung ist, desto weniger Zweifel kommen auf. In dem Fall kann also auch der Zweifel ein Hinweis sein, dass wir uns noch nicht WIRKLICH entschieden haben.

Ab und zu ist es auch wichtig, dass wir unser Handeln hinterfragen – insbesondere dann, wenn sich grundlegende Dinge geändert haben. Deshalb sind diese Zweifel eben gut, denn sie lassen uns entweder einen neuen Weg gehen, der BEWUSST und durch eigene Überzeugung gewählt wurde, oder mit neuerlicher Überzeugung den alten Weg weiter gehen. Der Zweifel ist eine Kreuzung, der uns die Wahl lässt, verschiedene Möglichkeiten abzuwägen um uns bewusst zu entscheiden, statt in einer Einbahnstrasse stecken zu bleiben.

Also: vom 2fel zur 1deutigkeit!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Der Quatsch mit den „richtigen/ positiven“ Gefühlen

Es wird so viel über die „positiven“ und „negativen“ Gefühle geschrieben/ gepostet, dass ich mir gerade überlegt habe, darüber einmal ein paar Worte zu verlieren.

Grundsätzlich sollten wir feststellen, dass es so etwas wie positive oder negative Gefühle im Grunde gar nicht gibt! Auch Gedanken sind per se erst einmal weder positiv noch negativ – sie bewirken einfach etwas! WIR sind diejenigen, die durch unsere Brille gewisse Situationen deuten und sie dann mit „Vorzeichen“ versehen. Ein Beispiel? Der Partner (oder die Partnerin) verlässt uns – das an sich ist erst einmal ein Fakt, keine Gefühle, keine Gedanken; er/ sie ist einfach weg!

Wie wir das nun erleben, das ist individuell und kann völlig unterschiedlich sein:

Der/ die Eine ist zu Tode betrübt, denkt, dass er/ sie nicht mehr ohne den/ die Andere leben kann, hängt wochenlang herum … bläst Trübsal … alles ist mies…

Der/ die Andere fühlt sich befreit, feiert eventuell ein Party und teilt Allen mit „Endlich wieder frei“, er/ sie fühlt, als wenn eine Last weg ist … alles ist irgendwie wieder freundlicher … er/ sie hat mehr Aktivität und Lust am Leben …

Was ist nun „positiv“ und was ist „negativ“? Es wird jeder erkennen, dass das eine individuelle Betrachtung ist. Natürlich gibt es bestimmte Umstände, die uns dazu neigend machen in die ein oder andere Richtung zu gehen. Fakt bei all diesen unterschiedlichen „Geschichten“ ist aber, dass es einfach so ist wie es ist!

Der Himmel ist blau – oder verhangen – oder es regnet …

Man hat zur Zeit Sorgen mit den Kindern …

Kurzarbeit ist angekündigt …

Man hat die Kündigung der Wohnung bekommen …

Man hat Geld verloren …

ALLES sind erst einmal Fakten. Kennen Sie nicht die Leute, die sich über wirklich jedes Wetter beschweren? Im Sommer ist es zu heiß, im Winter zu kalt, es regnet zu viel, zu wenig …

Kümmert man sich gerade in der Zeit, in der die Kindern „Sorgen machen“ sich nicht viel intensiver mit diesem Thema? Versetzen wir uns dadurch nicht viel eher in die Lage unserer Kinder? Haben wir bei Kurzarbeit nicht viel mehr Zeit für uns – uns zu überlegen ob das, was wir da beruflich ausüben überhaupt noch Spaß macht oder Sinn hat? Lernen wir durch einen Umzug nicht neue Leute kennen, die unsere Leben neu befruchten können? Kann es sein, dass uns dieser Verlust wieder anregt wieder aktiver zu sein, neue Möglichkeiten aufzutun, die für unser späteres Leben enorm wichtig sind?

Es gibt keine negativen Gedanken und keine negativen Gefühle! Es gibt nur Gedanken und Gefühle, die entweder nicht zu der Situation passen oder eben unbewusst uns in eine Richtung bringen, die wir nicht wollen! Zu weinen ist weder positiv noch negativ – es kommt auf die Situation an! Zu lachen ist weder positiv noch negativ – es kommt auf die Situation an! Auf einer Beerdigung laut zu lachen ist genauso unangebracht, wie nur deswegen zu weinen, um andere Menschen zu manipulieren!

Als negativ/ schlecht betrachten wir Gedanken immer dann, wenn sie destruktiv eingesetzt werden. Als negativ/ schlecht betrachten wir Emotionen dann, wenn wir sie als nicht aufbauend empfinden.

Trauer ist aber unbedingt notwendig um gewisse Reinigungsprozesse zu durchlaufen, die Seele wieder zu befreien, zu reinigen!

„Negativ“ hat also immer etwas damit zu tun, etwas nicht zu verstehen oder nicht wahr haben zu wollen! Es hat etwas mit Widerstand zu tun!

Kommen wir auf den/ die „Verlassene/n“ zurück. Was will er/ sie nicht wahr haben? Dass er/ sie nicht mehr auf sich geachtet hat? Dass es ihm/ ihr wichtiger war den eigenen Willen einzusetzen, statt eine erfüllte Partnerschaf zu leben? Dass ihm/ ihr der Job wichtiger war als der/ die Partner/in? Dass er/ sie einfach nicht mehr zugehört hat?!?!

Wir sollten anfangen, nicht immer alles gleich „positiv“ oder „negativ“ zu beurteilen, sondern herausfinden, was uns diese Situation zeigen will! Was kann ich hier lernen? Worauf will mich das Leben aufmerksam machen?!

Dann sind auch die schwierigsten Probleme auf einmal herausfordernde Situationen! Dann wird Angst zur Herausforderung! Dann wird das kindliche „gut“ oder „schlecht“ zum erwachsenen (mache sagen auch erwachtem) Herangehen, als neutral – als vom Leben geschickte Chance!

Hier verweise ich gerne auf meinen gestrigen Blog! Die Hölle ist kein Ort sondern ein Bewusstseinszustand!

Buddhisten sagen hier so schön: Anhaftung! Je mehr wir an Menschen, Situationen oder auch Gegenständen „angehaftet“ sind, desto eher gehen wir in die Falle von Gut und Schlecht!

Aber haben wir aus der Perspektive nicht alle schon Situationen erlebt, die – damals – absolut negativ erschienen, im Nachhinein für unseren weiteren Lebensweg absolut entscheidend und wichtig waren?!

Also – falls wieder einmal etwas negativ erscheint – atmen – überlegen – sich von den eigenen Emotionen distanzieren … und agieren!

Euch allen eine gute Zeit

Dirk