„Ich stehe unter Druck…“

Das kennt Jeder! In bestimmten Situationen stehen wir unter Druck, der dann so groß sein kann, dass wir kaum noch klar denken können. Egal worum es geht: finanzieller, sportlicher, moralischer oder Handlungsdruck um hier nur einige zu nennen …

Druck aber einmal neutral betrachtet, ist nichts anders als Energie. Energie die wir uns selbst auferlegen, die wir selbst kreieren und meist ge- und erdachte Konsequenzen nach sich zieht. Sie glauben das nicht? Machen wir einmal ein Experiment: Nehmen Sie sich nach dem lesen dieses Blogs einmal ein paar Minuten Zeit und suchen sich ein Thema aus, das Ihnen „unter den Nägeln brennt“.

Um hier einmal ein Beispiel zu nehmen (wir könnten es auch in allen anderen Bereichen anwenden: Erziehung, Vorsorge, Gesundheit, Steuern usw.): Stellen Sie sich vor, sie sind selbständig und haben einen wichtigen Kunden verloren, können also Ihre Ausgaben nicht mehr decken. Sie überlegen die ganze Zeit, was sie tun können um nicht Mittellos dar zu stehen. Gespräche mit möglichen Kunden werden verkrampfter und Sie verlieren immer mehr den Spaß an der Sache. Sie können Nachts kaum schlafen, sind ständig angespannt und der Druck erhöht und erhöht sich … .

OB es dann wirklich so kommt wie wir uns vorstellen, liegt meistens nur zum Teil in unseren Händen und in der Regel „wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, meint, dass – wenn es tatsächlich eintrifft wie wir es erdenken – wesentlich abgeschwächter/ mit anderen Facetten/ anders etc. eintrifft. Je nach persönlicher Brille können diese Konsequenzen entweder in positivem oder negativem Licht betrachtet werden. (hier ein LeseTipp)  Meist wird der Druck umso höher, je negativer die gedachten Folgen unserer (Nicht-)Handlung sind.

Ich kenne viele Menschen, die sich Druck in allen möglichen Situationen machen: wie eine Beziehung zu laufen hat; wie viel Geld man auf dem Konto haben sollte (egal wie viel – es ist meist zu wenig); wie die geschäftliche Entwicklung laufen sollte; wie sich Kinder zu benehmen haben; wie viel wir wiegen sollten; wie wir aussehen sollten um noch jugendlich zu wirken … die Liste ist unendlich!

Druck wird aber von den meisten Menschen als negativ empfunden. Ja, es gibt einige Leute, die sagen, dass sie Druck brauchen um in die Aktion zu kommen … dann ist es gut, wobei ich persönlich das kaum nachvollziehen kann. Was ich mich dann frage, ist: Muss es erst schlimm kommen, bevor man handelt?  Oder noch anders: Wie schlimm muss es kommen, bevor man handelt? Auch da ist die Antwort sicher bei Jedem anders; und auch die Lebensbereiche, um die es geht, werden individuell unterschiedlich „gewichtet“. Ist dem einen das Gewicht eher egal, kann die Andere dort viel früher Handlungsdruck empfinden …

Wenn wir aber gedanklich in der Lage sind den Druck in Sog umzuwandeln (denn das ist die gleiche Energie nur mit umgekehrten Vorzeichen), dann wird aus dem „Minus“ oft ein „Plus“. Wenn ich nicht mehr ANGST vor dem habe was kommen könnte, sondern meine Brille wechsele und sage „Jetzt habe ich besonders viel Energie um xxx und yyy zu erreichen!“ … Wenn ich in der Lage bin meine Energien nicht verpuffen zu lassen – oder noch schlimmer sie an andere in destruktiver Art und Weise weiterzugeben – dann wird aus Frust Handlungsenergie, aus Ärger dann Antriebskraft und aus düsteren Gedanken wird ein Licht, das durchaus auch mal am Ende des Tunnels liegen kann.

Ich behaupte nicht, dass das einfach ist! Im Gegenteil – meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass wir im Laufe unseres Leben IMMER und IMMER wieder mit solchen Situationen zu tun haben und wir – wie in der Schule oder in einem Seminar – uns ständig verbessern, entwickeln und mehr/ größer werden können! Das Geheimnis scheint zu sein, dass wir uns dessen immer wieder bewusst werden und – welche Ausrede und Situation auch immer – uns für eine Ausdrucksform entscheiden (müssen/ sollten).

Druck ist also der erlebte „Gap“ zwischen dem, was wir uns vorstellen was sein sollte und dem, was ist! Nicht anerkennen was ist, ist aber Leugnung des Jetzt. Druck ist die Illusion des möglichen Ergebnisses, welches wir als notwendig erachten um den Wunschzustand zu haben.

Sog ist eine Zugkraft, die uns dazu bringt mehr zu tun, als der Ist-Zustand anzeigt. Sog lässt uns Dinge tun, die wir „normalerweise“ nicht bräuchten bzw. tun würden und verleugnet das Jetzt nicht. Sog ist das Maß an Energie zwischen dem Jetzt und dem angestrebten Zustand … .

Wir können nicht mehr als unserer Bestes tun! Oftmals ist genau die Spanne zwischen Wunsch/ Vision und Ist-Zustand das Maß der Energie, das wir brauchen, um genau dort hin zu kommen! Aus diesem Grunde ist es auch so, dass bei großen Zielen große Widerstände aufkommen! Das Maß des Drucks/ Sogs/ der Energie bestimmt also maßgeblich, wie viel wir erreichen wollen … was wir als den Wunschzustand wählen! Kleine Ziele –  kleine Energie (oder Druck/ Sog); große Ziele – große Energie (oder Druck/ Sog).

Deshalb scheitern auch so viele an großen Zielen! Weil sie

  1. Nicht bereit sind so viel Energie aufzubringen und/ oder
  2. Es nicht schaffen die Energie von „Druck“ in „Sog“ zu verwandeln

Lassen Sie mich an dieser Stelle nochmals sagen, dass Sie es sicher – egal welche Aufgabe Sie haben oder wie Sie Ihre Situation erleben – aus Ihrem Blickwinkel nicht einfach haben oder die Lage eventuell sogar aussichtslos erscheint! Aber je größer der „Gap“– desto größer die Energie!

Konzentration und Fokussierung sind in diesen Zeiten besonders wichtig! Vielen hilft es auch zu meditieren um sich zu klären, Frust und Druck abzuschütteln; wobei wir eines registrieren sollten: Je eher wir meinen uns gerade das nicht leisten zu können, desto wichtiger ist es!

Denn wenn wir das nicht tun, kann diese Energie sich andere Bahnen suchen – wie das Unkraut, das durch die asphaltierte Strasse wächst und sich seinen Weg bahnt. Wie die Sexualenergie, die die verrücktesten Triebe kennt wenn man sie nicht lebt/ lenkt – wie der Frust, und die Verzweiflung, die uns dazu bringen kann gewalttätig zu werden, zu schreien, verzweifelt zu sein oder im schlimmsten Fall wenn wir diese Energie gegen uns selbst richten massiv krank zu werden oder sogar Selbstmord zu begehen.

Aber sind es nicht gerade die großen Philosophen, die schönsten Gedichte, die gerade aus solchen Situationen entstanden sind? Werden wir nicht durch die Songs berührt, die mit besonders viel Energie authentisch dargebracht werden? Fühlen wir nicht zwischen den Zeilen das Gefühl der Verzweiflung, der Hoffnung oder des größten Glücks?! In diesen Momenten hat der Autor/ Verfasser/ Sänger/ Songwriter etc. GEWÄHLT, dass er diese Energie nicht destruktiv auf sich wirken lässt, sondern produktiv einsetzt!

… und das kann Jeder! Wie ich vor kurzem ein Unternehmen besucht habe, dass von einer RIESENGROSSEN Vision gesteuert wird – und 4 Programmierer an einem Tisch gesessen haben, man mit 10 Personen sich jeden Quadratmeter Platz geteilt hat – an den Wänden motivative Zitate, Sprüche und Visionen gemalt waren … und noch weit davon entfernt war da zu sein wo man sein möchte. Die „to do-Liste“ war so lang wie der gemeinsame Wunschzettel der Jungen und Mädchen eines Kindergartens vor Weihnachten – aber man hat sich eine inspirierende, befähigende und aufbauende Umgebung geschaffen. Hier wurde Druck in Sog umgewandelt und an allen Ecken und Kanten hat es geknistert!

DAS ist Energie! DAS ist vorbildlich!

… und genau das wünsche ich JEDEM Leser!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Der fatale „Müsste – Möchte“ Unterschied!

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass genau diese 2 Worte einen RIESIGEN Unterschied machen? Es gibt sicher unterschiedliche Aspekte, in welchem Zusammenhang und in welcher Sprachweise sie gebraucht werden um festzustellen, wie der andere denkt – darauf will ich hier aber nur kurz eingehen. Mir geht es noch um ganz andere Aspekte – nämlich die, festzustellen, was es braucht, um erfolgreich zu sein!

„Müssen“ wird in der Regel immer mit etwas gleichgesetzt, was man nicht möchte. Also wenn jemand sagt „Ich muss arbeiten/ … Sport machen/ … Auto fahren/ … Essen kochen usw.“, dann gehen wir davon aus, dass er sich überwindet genau das zu tun. Denn warum sagt er sonst, dass er „muss“? Klingt es nicht ganz anders, wenn genau dieselbe Person sagen (und damit zu 99 % wahrscheinlich auch meinen) würde: „Ich sollte arbeiten/ … Sport machen/ … Auto fahren/ … Essen kochen usw.“. „Sollte“ meint oft, dass man etwas Unliebsames tun“muss“, um etwas zu erreichen – geht also in eine ähnliche Richtung. Ganz anders: „Ich möchte arbeiten/ … Sport machen/ … Auto fahren/ … Essen kochen usw.“?! In der Regel können wir daran erkennen, ob jemand etwas aus eigenem Antrieb tut.

Ganz anders – und darauf möchte ich in diesem Blog eingehen – ist es aber mit einem anderen „Müsste – Möchte“. Wie meine ich das? Es geht hier insbesondere um die KONSEQUENZ einer zuvor getroffenen Entscheidung. Gehen wir davon aus, dass eine Entscheidung wirklich ernst gemeint war (und ich weiß, dass das in der Regel bei den meisten Menschen nicht der Fall ist), dann MÜSSEN entsprechende Handlungen folgen.

Beispiel: Wenn meine Entscheidung lautet abzunehmen, dann MUSS ich (mehr) auf meine Ernährung und Bewegung achten. Konkret bedeutet das höchstwahrscheinlich, dass ich weniger Kalorien zu mir nehmen und mehr Sport treiben „sollte“, um nicht nur meine Entscheidung konsequent umzusetzen, sondern sie auch erfolgreich werden zu lassen. Alles andere wäre eine große Illusion. Denn lassen Sie uns als Erwachsene darüber klar sei, dass eine Entscheidung nur dann „echt“ ist, wenn sie mit den damit verbundenen Handlungen und Maßnahmen umgesetzt werden. Ansonsten wäre es keine Entscheidung, sondern ein Wunsch … .

Also: mit einer Entscheidung „scheide“ ich von etwas, gebe die Richtung klar vor und grenze mich ab – mit einem Wunsch kann ich vieles offen lassen. Die „Kraft“ einer getroffenen Entscheidung ist also eindeutiger, richtungsweisender und man kann den Menschen daran messen. Ein Wunsch ist energetisch eher unter „wäre toll, wenn…“ einzuordnen und impliziert keine Folgehandlungen.

Kommen wir auf unser eigentliches Thema zurück. Wenn ich entschieden habe „Ich will in meinem Geschäft erfolgreich werden…“, dann muss das mit Konsequenzen verbunden sein, wenn man es in die Tat umsetzen will! Um als Beispiel die Branche des Network zu nehmen, bedeutet es: Begeisterung und Leidenschaft für Firma und Produkte entwickeln, Produkte selbst nutzen um über persönliche Erfahrungen zu berichten, andere Menschen inspirieren, mit System arbeiten etc.. Das sind alles „Muss“ Punkte! Da kann man diskutieren so lange man will – wenn man erfolgreich werden will kommt man daran nicht vorbei!

Menschen, die sich darüber nicht im klaren sind und außerdem noch keinen Plan haben, agieren aber fast ausschließlich nach „Möchte-Aspekten“. „Ich möchte jetzt nicht telefonieren“ und geben teilweise sogar Begründungen, dass sie etwas nicht „können“. Warum? Weil sie sich nicht die Mühe gegeben haben sich mit dem Thema zu beschäftigen und den dazu notwendigen Blickwinkel/ Standpunkt eingenommen haben.

Lassen Sie mich erklären, was ich damit meine. Wenn jemand sagt „Ich kann nicht – ich habe keine Zeit“, dann ist das ein Entschluss – es hat nichts mit „der Realität“ oder dem zu, was er wirklich kann. Er hat nicht nach einer Lösung gesucht, sondern maximal Ausreden gefunden. Wetten, dass … Sie eine Lösung gefunden hätten, auf die er aber glatt sofort einen Grund findet, warum das nicht klappt? Gerade Zeit ist etwas, die wir (nicht) haben, sondern die wir uns nehmen! Demzufolge ist es also folgerichtig, wenn wir sagen, dass demjenigen, der das sagt, andere Dinge wichtiger sind – warum auch immer! Das zu beurteilen liegt nicht an uns – wir sollten daraus aber Schlüsse ziehen! Das dann manche wild werden, wenn man sie mit ihren eigenen Entscheidungen konfrontiert, ist eine andere Sache …

Sagt er „Ich kann nicht begeistert sein…“ geht das in eine ähnliche Richtung. Denn auch Begeisterung ist eine Entscheidung! Nicht begeistert zu sein ist auch eine Entscheidung (ob sie bewusst oder unbewusst getroffen wurde ist in diesem Fall nicht ausschlaggebend)! Wenn ich von etwas nicht begeistert bin, habe ich mich nicht mit den positiven Aspekten dieser Sache beschäftigt. EGAL WELCHES THEMA SIE NEHMEN – das bleibt immer gleich!

Nehmen Sie beispielhaft das Thema Fußball – es ist ja gerade in dieser Zeit ein aktuelles Thema 🙂 . Nehmen wir Aspekte, die GEGEN Fußball sprechen:

Man kann sich verletzen; man braucht viel Übung um es einigermaßen zu können; es braucht viel Zeit, die anderweitig sinnvoll eingesetzt werden kann; es ist Ablenkung vom Partner und damit Beziehungsschädigend; Fußball regt zum Alkoholkonsum an; Fußball ist ein Gewinner- Verlierer Spiel und hinterlässt immer frustrierte Menschen; es macht aggressiv …

Nun nehmen wir Aspekte, die FÜR Fußball sprechen:

Es ist ausgleichend und entspannend; es ist ein Sport, der die Teambildung und den Zusammenhalt fördert; man kann es gut gemeinsam schauen und Spaß dabei haben; es ist gesellig; man kann sich mit Vorbildern identifizieren; es bringt den Fokus auf Dinge die wichtig sind: zu gewinnen!; es lenkt vom Alltag ab; es ist sowohl ein taktisches als auch sportliches Spiel; durch die körperliche Betätigung können wir Frust abbauen …

Nun die Frage: WOFÜR ENTSCHEIDEN SIE SICH?! Und genau das können Sie mit Unternehmen, Produkten, Menschen (ja, auch das geht) und vielem mehr tun.

Wir Menschen neigen dazu kurzfristiges Glück langfristigem vorzuziehen. Also, obwohl wir wissen, dass uns – um bei dem Beispiel zu bleiben – der Erfolg im Network VIEL nützlicher wäre, als die momentane Lust … nicht zu telefonieren, … sich nicht mit dem Unternehmen und den Produkten zu beschäftigen, … nicht zum Meeting zu gehen, … sich nicht weiterzuentwickeln, … keine neuen Kontakte zu machen, … Fernseh zu schauen, … Kundenpflege zu betreiben, usw., scheinen wir kaum diesen „inneren Schweinehund“ überwinden zu können. Je klarer aber unsere Entscheidung ist, je mehr wir uns über die „Müssens – Aspekte“ klar sind UND DANN NOCH EINEN PLAN AUSARBEITEN nach dem wir auch gemeinsam mit unserem Sponsor und dem System vorgehen, desto weniger Kraft haben die „Momentanen-Möchte-Aspekte“. Also, um es deutlich zu sagen: Je unklarer die Entscheidung, je weniger Plan und je unklarer das Ziel, desto eher gewinnen die „Momentanen-Möchte-Punkte“ an Gewicht!

Jetzt kommt ein anderer wichtiger Punkt, der Vieles erleichtern kann: Sind wir in der Lage diese „Muss-Punkte“ in „Möchte-Gern-Punkte“ umzuwandeln?! Sind wir in der Lage, diese Dinge wirklich zu tun ohne dabei in den Widerstand zu gehen? Denn – je größer der Widerstand gegen die auszuführenden Tätigkeiten – desto größer der Kraftaufwand, sie zu überwinden. Und mal ehrlich: wie lange „möchten“ sie Tätigkeiten ausführen, zu denen sie keinerlei Spaß haben?  Sicher geht das eine gewisse Zeit lang – aber nicht dauerhaft. Überlegen Sie also, wie Sie Spaß an den Tätigkeiten finden können, die Sie tun müssen um ihr Ziel zu erreichen. Wie? Denken Sie an unser Beispiel mit dem Fußball …

In diesem Zusammenhang kann ich nur wärmstens mein von mir entwickeltes „Minister-Spiel“® empfehlen, denn das hilft sicher, um die unterschiedlichen Stimmen im Kopf auseinander zu dividieren und sich selbst klar so zu positionieren, wie man mag.

Steven Covey hat einmal gesagt: „Der erfolgreiche Mensch hat die Eigenschaft, die Dinge zu tun, die die Versager nicht gerne tun. Die Erfolgreichen tun sie auch nicht notwendigerweise gern. Aber ihre Abneigung ist der Kraft ihrer Sinnerfüllung untergeordnet.“

Damit hat er klar und deutlich ausgedrückt, was ich versucht habe zu beschreiben. Nun „sollten“ Sie sich darüber Gedanken machen, wozu Sie sich entschieden haben, und welche Konsequenzen das nach sich zieht – wenn sie das Ziel ernsthaft erreichen wollen! Ein Tipp: Philosophieren Sie nicht lange herum sondern nehmen sich ein Blatt, machen 3 Striche von oben nach unten, sodass Sie 3 Spalten haben und schreiben in die erste Spalte ihre Entscheidungen, in die zweite die daraus resultieren“Müssens-Aspekte“ und in die dritte wann und wie Sie es umsetzen. Dann „sollte“ doch alles klar gehen …

Dabei wünsche ich viel Erfolg

Ihr/ Euer

Dirk Jakob

Ein Loblied auf die Konsequenz!

Ich möchte mich hier einmal für die „Konsequenz“ einsetzen. Viele Leute verwechseln es mit Härte, Strenge oder auch mangelnder Flexibilität – aber das ist eine richtig ausgeführte Konsequenz sicher nicht. Wie immer gilt es, den goldenen Mittelweg zu finden und keine „Ausreden vor sich selbst“ gelten zu lassen. Konsequent zu sein, heißt vor allem sein Ziel im Fokus zu haben und sich nicht (von anderen – meist eigenen Wünschen und Verlockungen) beirren zu lassen!

Konsequenz kann auch Sicherheit, kann Stabilität und Rückhalt geben und vor allem Spielregeln anzeigen „So ja – so nein“. Aber da gibt es ja noch: „Ausnahmen bestätigen die Regel“ oder „Keine Regel ohne Ausnahme“, die einem konsequenten Vorgehen widersprechen – was ist nun richtig? Sicher ist an diesen 2 Sprichwörtern auch etwas Wahres dran – aber mal ehrlich: Machen wir da nicht oft die Ausnahme zur Regel? Nehmen wir nicht immer dann genau dieses „Keine Regel ohne Ausnahme“ wenn es uns passt und nicht, wenn es richtig und angebracht ist?

Ich persönlich bemerke es sehr oft in der Erziehung. In den Situationen, in denen ich eigentlich konsequent sein müsste, mache ich Ausnahmen, WEIL ES MIR LEICHTER FÄLLT, nicht, weil es angebracht ist. Wenn es um Sport gehe, den ich machen möchte, wenn es um Ziele geht, die ich erreichen will – wenn es um Änderung eines Verhaltens geht, das ich mir selbst antrainieren möchte. IMMER und wirklich immer kann ich – wenn es mir gefällt – die Ausnahme zur Regel machen und mich damit selbst betrügen. Die wirklich wichtige Frage lautet aber: IST DAS SINN UND ZWECK? Ist das, was ich WIRKLICH will? Gehe ich da nicht eher meinem „Bequemlichkeitstrieb“ oder meiner Trägheit nach als dem was WICHTIG und RICHTIG wäre?!

So, wenn man sein Leben ändern und verbessern möchte. Wir wissen alle eines: Wenn wir immer das gleiche tun was wir vorher getan haben, werden wir auch das erreichen, was wir vorher erreicht haben. Also müssen wir uns ändern. Diese Änderungen aber müssen KONSEQEUNT passieren und eingehalten werden. Wenn wir uns vornehmen MEHR zu erreichen, sind diese Änderungen sowohl auf Körperlicher, als auch auf Seelischer und der Handlungsebene vorzunehmen. Nun sind wir aber alle zum Teil auch „Gewohnheitstiere“ und neigen dazu in alte Muster zu verfallen. Deshalb braucht es Aufmerksamkeit und Gewahrsam, um festzustellen, ob man nicht ausgetretene Pfade geht. Darüber habe ich in einem anderen Blog ausführlich geschrieben.

Diese neuen Denk-, Gefühls- und Handlungsweisen setzen sich aber umso schneller durch, desto konsequenter wir sie ein- und umsetzen. Wir müssen uns quasi selbst umerziehen und uns diese neuen Ebenen zur Gewohnheit machen. Je eher wir nachgeben, je mehr wir „Ausnahmen“ machen, desto eher lassen wir uns ein Hintertürchen offen. Und das zeigt wiederum, ob wir WIRKLICH wollen.

Wir sind also dann besonders konsequent, wenn wir WIRKLICH etwas wollen. Der umgekehrte Satz lässt folgenden Rückschluss zu „Je mehr Ausnahmen ich mache, desto weniger will ich es wirklich!“ JA, das stimmt und so kann jeder selbst überprüfen ob er nun wirklich etwas ändern, verbessern, lernen oder erweitern will. Es geht darum selbst in den Spiegel zu schauen und „es“ sich selbst einzugestehen.

Konsequenz gibt auch gerade dem neuen Teampartner einen Handlungsrahmen vor und zeigt „Da ist die Grenze.“ Wenn wir ein System haben, mit oder in dem wir arbeiten, dann gibt es eben da Dinge die gemacht werden – und andere Dinge eben nicht! Und das gilt es auch konsequent umzusetzen. Es geht auch nicht darum unflexibel zu sein, unnachgiebig oder stur, nein – es geht um die „Spielregeln“. Entschuldigt sich der Schiedsrichter, wenn beim Fussball eine SpielerIn den Ball mit den Händen anfasst (die eine Ausnahme bei der Frauen WM soll hier nicht als Regel gelten 🙂 ) für den Pfiff? Es gilt also IM VORFELD abzuklären, WAS und WOHIN unser Gegenüber möchte, welche Ziele er hat – und dann gilt es eben konsequent den Weg einzuhalten, der ihn dahin führt!

„Ich kann gerade nicht weil…“ oder „Heute geht es nicht, weil …“ und „Ich wäre ja pünktlich gekommen, wenn …“ – alles das sind Ausreden. Man will sich also aus etwas herausreden – nimmt sich selbst aber immer mit. Hier wird es dann darum gehen nicht auf irgendetwas zu pochen, sondern einfach den Anderen bei sich zu lassen und SEINEN Weg zu gehen. Oftmals machen wir den Fehler „Anpassung“ mit „Inkonsequenz“ zu verwechseln – das ist etwas komplett anders. Ich kann flexibel UND konsequent sein.

Liebevolle Konsequenz ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die wir als Eltern haben können. Wer, wenn nicht wir Eltern sollen den Kindern zeigen, dass es gewisse Grenzen gibt, Spielregeln, die es im miteinander einzuhalten gilt? Wer, wenn nicht ein guter Sponsor/ eine gute Führungskraft zeigt einem neuen Teampartner, wie man sein Geschäft gut aufbauen kann, zeigt PRAKTISCH auf, wie es geht und zeigt auch, was nicht geht?! Und nicht nur, dass er es zeigt – er VERHÄLT sich vor allem so!

Letztendlich können keine wirklich großen Ziele und Visionen umgesetzt werden, wenn wir nicht konsequent sind – und die gepaart mit Spaß, Humor, Weisheit und Leichtigkeit sind ein sicherer Schlüssel zum Erfolg!

Das das manchmal nicht leicht ist weiß ich – aber es ist konsequent und führt zum Ziel!

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)

Der Preis für den Erfolg

Vorgestern war ich auf einer Veranstaltung – zu der ich ca. 200 km mit dem Auto angereist bin – und habe ein Training gehalten. Abends um ca. 21.30 h wieder zu Hause habe ich dann Daniel begrüßt, mit dem ich dann am nächsten Morgen um 06.00 h zum Stuttgarter Flughafen gefahren bin um ein Training in Wien mitzugestalten. Dann ging es wieder zurück – leider nur nach München, da es keine Flüge mehr gab; daraufhin habe ich den Zug nach Heidelberg genommen und war um 4.50 h zu Hause. Heute habe ich vormittags Coachingtermine…

Wenn ich mir die Anzahl der freien Wochenenden anschaue, so werden es inkl. Ostern und Pfingsten bis zu meinem Geburtstag im Juli 3 im ersten Halbjahr werden… Warum schreibe ich das (im übrigen ist das das Wochenende und ich bin innerhalb der Woche jeden Tag im Büro)? Weil es das Leben ist, das ich führe; weil es ein Leben ist, das viele Menschen führen, wenn sie engagiert sind, wenn es ihnen ein Bedürfnis ist, ihre Sache zu vertreten!

Wie viele Leute höre ich sagen „Ich kann da nicht, weil….“, „Ich habe auch einen Anspruch auf Freizeit…“, „Ich möchte mein Leben verbessern, möchte mehr (finanzielle) Freiheit, mehr Sinn, mehr Freu(n)de … “ etc. . Gleichzeitig wollen sie aber ein „ganz normales Leben“ führen, von 8- 17.00 h arbeiten, Sicherheiten aufbauen, Sorgen vergessen (besser noch den Umstand, der Sorgen bereitet, beseitigen) und am besten noch „so bleiben wie sie sind“…

Freunde mal ehrlich: DAS GEHT NICHT!

Der Erfolg hat seinen Preis! Ob man diesen Preis nun gerne zahlt, das ist etwas anderes. ICH zahle ihn liebend gern! Warum?! Weil ich das liebe was ich tue, weil ich es liebe Menschen zu befähigen, Organisationen zu unterstützen, eine tiefe Befriedigung darin finde, wenn ich sehe, wenn Menschen anfangen „ihr Licht leuchten zu lassen“. Was ich dafür aufgebe? Gespräche mit meiner Frau und den Kindern, die ein oder andere Geburtstagsfeier von Freunden & Bekannten, gemütliche Fernsehabende, mehr Bücher zu lesen, Treffen mit Menschen, die mir etwas wert sind – und sicher auch eine bestimmte Art von Spaß und Freude. Was ich dadurch gewinne? Siehe oben – und unendlich viel mehr!

Natürlich sorge ich dafür, dass in irgendeiner Form ein Ausgleich stattfindet, dass ich weiterhin mit meiner Familie zusammensein kann, mich mit Freunden treffe etc. – aber hier ist für mich die Qualität des Beisammenseins wichtig und nicht die Quantität! Es ist dann für mich wichtig, ein GUTE Zeit mit diesen Menschen zu verbringen (wie immer die dann auch aussieht) und nicht so sehr VIEL Zeit. Ist Erziehung umso besser, je mehr man Zeit mit den Kindern verbringt? Sind die Eltern die besten, die am meisten Zeit mit ihren Kindern verbringen oder diejenigen, die wissen wollen welche Menschen ihre Kinder sind, was sie ausmacht, wie sie sie fördern können und ihnen lernen ihren eigenen, selbst gewählten Weg zu gehen um in dieser Gesellschaft  zu bestehen und ein glückliches Leben mit allen Höhen und Zeifen zu führen?!

Einige Freunde und Bekannte sagen: „Mein Gott, wie viel du unterwegs bist.“ JA – aber ich habe es GEWÄHLT! Es ist mein(e) Beruf(ung). Es ist der „Preis“ den ich zahle, eben nicht so viele „freie“ Zeit zu haben – dafür habe ich viel „erfüllte“ Zeit!

Wie sieht es bei Euch/ Ihnen aus? (Ich bleibe hier der Einfachheit halber beim Du). Welchen Preis bist Du nicht bereit zu zahlen um DEINEN Weg zu gehen? Wo lässt Du dich durch scheinbar „Normales“ aufhalten, durch alte Glaubensmuster und „wie es sein sollte“. NICHTS sollte einfach so sein – es sei denn Du entscheidest es?!

Wo lässt Du Dich durch Deine Trägheit aufhalten, ist Dir Deine Bequemlichkeit wichtiger als Dein Erfolg? Welche Stimme sagt Dir, dass Du doch so viel Stunden Freizeit brauchst, dass Du nicht so lange unterwegs sein kannst um Deinen Erfolg aufzubauen?

Und hier die ganz wichtige Frage: WAS GIBST DU DAFÜR AUF?

Ich frage was Du WIRKLICH dafür aufgibst! Ist es Lebensqualität oder Fernsehquantität? Ist es Sinnhaftigkeit oder Ablenkung? Ist es Befriedigung oder Standesdünkel, Gruppenzwang oder „die Flucht vor…“? Werde Dir darüber klar, denn das wird Dein zukünftiges Leben bestimmen!

Ja, ich habe 10 Jahre im Alter von 20 – 30 KEINEN Urlaub gemacht, weil ich große Träume hatte/ habe. Ob es mir leid tut?! Sicher habe ich etwas verpasst – aber ich habe auch unendlich viel gewonnen! Sobald wir uns für eine Sache entscheiden hat das gewisse Konsequenzen. Wenn ich mich für eine Frau entscheide, hat das Konsequenzen im Umgang mit anderen Frauen! Wenn ich mich für ein Gericht entscheide, dann lasse ich alle anderen Gerichte weg! Wenn ich mich entschließe nach Thailand in den Urlaub zu fliegen, dann fahre ich nicht nach Griechenland! Das ganze Leben ist ein Auswahlprozeß!

Wichtig ist hier aber, dass dieser Auswahlprozeß immer bewusster wird, dass er uns uns selbst und unserer Bestimmung immer näher bringt!

In diesen Fällen liebe ich das „Adenauer-Kreuz“. Unser Alt-Bundeskanzler hat in schwierigen Situationen ein Blatt genommen, es in der Mitte durch einen Strich geteilt und links oben geschrieben: „Das spricht dafür“ – und auf die andere Seite „Das spricht dagegen“. Macht es auch so! Was spricht DAFÜR sich mit ganzem Einsatz einer Sache oder einer Idee hinzugebenund was spricht dagegen? Nennt Euer Projekt und macht Euch bewusst, was ihr verliert und was ihr gewinnt! Und wenn ihr dann eine Entscheidung getroffen habt, dann ZIEHT ES MIT VOLLEM EINSATZ DURCH!

Nichts ist so fade, langweililg und frustrierend, wenn ich mich für eine Frau entscheide, sie heirate – aber weiter das Leben eines Junggesellen führen möchte; wenn ich Sauerbraten bestelle und bekomme um anschließend nur darauf zu schauen, was die anderen alles Leckeres zu essen haben; wenn ich nach Thailand fliege und von Griechenland träume; wenn ich von einem befreiten Leben träume und ein Leben lang in einem 6 qm großen Büro sitze und den Spielbällen der Firmenleitung ausgesetzt bin!

Denn seit Euch darüber im Klaren: Je mehr ihr Euch zu etwas „zwingen“ müsst, desto weniger habt ihr den Vorteil erkannt, den diese Aktivität bringt! Schaut hin, wenn ihr meint Euch quälen zu müssen – welcher Aspekt in Euch will Euch da boykottieren, will Euch in alten Mustern halten? Es kommt noch ein anderer Aspekt hinzu: Die gleiche Tätigkeit aus der Freiheit getan hat eine komplett andere Wirkung, als wenn sie aus dem „tun müssen“ heraus passiert. Wenn ich bemerke, dass ich meine etwas tun zu müssen, dann weiß ich, dass meine Haltung der Tätigkeit gegenüber zumindest überdenkenswert ist! Tue es also aus ÜBERZEUGUNG – und nicht aus dem Druck heraus; weil es GUT ist, nicht weil es sein MUSS.

Zahle den Preis – und Du wirst den Lohn ernten! Wisse was Du aufgibst – und wieviel Du gewinnen kannst! Wähle und entscheide!

.. und dann wirst Du ein aufregendes, spannendes, befriedigendes – und sicher manchmal auch stürmisches und unsicheres – Leben führen! Aber wie heißt es so schön: Schiffe sind zwar im Hafen sicher – aber dafür sind sie nicht gebaut! Also: SETZE DEINE SEGEL und fahre auf´s Meer hinaus….

Ihr/ Euer

Dirk (Jakob)